Empfohlen Leichte Bergtour Von Ehrwald auf den Hochwanner (2.085m)

Dieses Thema im Forum "Tourenbeschreibungen" wurde erstellt von Thom, 9. November 2025.

  1. Thom

    Thom Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Isny im Allgäu
    Sehr stille und angenehme Spätherbstrunde auf einen wenig besuchten Ammergauer Gipfel. Fern- und Nahblicke sind bei guten Bedingungen sehr beeindruckend. Direkt am Grat spannend.

    Tour-Bewertung:


    [​IMG] ca. 5 Std.
    [​IMG] Kondition
    [​IMG] ca. 1.250 Hm / 16,5 km
    [​IMG]Schwierigkeit I / T4 (immer direkt am Grat II/T5)
    [​IMG] Aussicht
    [​IMG] Empfehlung

    [​IMG]Tourengänger: Franzi, Thom

    Im sprichwörtlichen Schatten des Daniels führt der Hochwanner ein recht ruhiges Dasein. Dabei ist seine Besteigung gerade zur späteren Jahreszeit ein wirklich lohnendes und wohltuendes Unternehmen. Während der Aufstieg von Ehrwald hinauf ins Meirtljoch, welches beim Übertritt auch einen Zugang zu Upsspitze und Daniel ermöglichen würde, eine Wanderung ohne nennenswerte Schwierigkeiten darstellt, ist der Übergang vom Meirtljoch hinauf zum nahegelegenen Hochwanner bei direkter Linie recht spannend und erfordert etwas Klettergeschick in nicht immer zuverlässigem Fels. Wem die Kammlinie zu heikel ist, der kann das ganze auch deutlich einfacher auf der Westseite des Kammes über Trittspuren umgehen - so oder so wird etwas bergsteigerisches Können abgefragt, was der ansonsten sehr einfachen Wanderung eine angenehm würzige Komponente verleiht. Die Aussicht am Gipfelkamm des Hochwanners lässt kaum Wünsche offen, der Übergang zum höchsten Punkt ist extrem kurzweilig. Als Ausgangspunkt dient uns der geräumige Parkplatz (geht nur mit App) knapp hinterm Zugviadukt bei Ehrwald. Von hier geht es ein gutes Stück knapp oberhalb der Bundesstraße entlang, bevor uns die Wegweiser nach links ins Richtung Meirtljoch leiten.

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    Zunächst geht es über bequem zu begehende, geteerte und für den Radverkehr gesperrte Forststraßen nach oben, vorbei am beeindruckenden Wasserfall des Häselgehrbaches hinauf zum Althüttenboden. Hier im Hintergrund ist schon der Daniel zu sehen.

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    Kurz hinter dem Althüttenboden zweigt ein hübsches Steiglein hinauf in Richtung dem noch weit entfernten Meirtljoch ab. Dank ostseitiger Ausrichtung gibt's schon früh am Morgen viel Sonne zu genießen.

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    Immer wieder wird der zumeist lichte Wald von grasigen Freiflächen unterbrochen.

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    Von diesen lichten Flecken aus lassen sich die ersten Ausblicke hinüber zum Massiv der Zugspitze erhaschen.

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    Der Weg hinauf zum Joch zieht sich ein wenig, schon bald werden aber die wilden Nordabstürze des Daniels sichtbar, mit zunehmender Höhe wird die Aussicht immer besser.

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    Erster freier Blick auf unser heutiges Ziel - der Hochwanner mit seiner überwiegend "belatschten" Ostflanke.

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    Zur späten Jahreszeit eigentlich ganztägig im kalten Schatten des Daniels - das Meirtljoch. Aufgrund der Schneeeinlagerungen steigen wir nicht über den Wanderweg hinauf ins joch, sondern bleiben etwa 50 Meter rechts davon und kraxeln über steile Graspleisen und Felsplatten (I) in den Sattel halb rechts im Bild.

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    Vom Sattel aus blicken wir auf die zum Teil schon recht winterlich wirkenden Gipfel von Büchsentaljoch, Großem Pfuitjöchl und Plattberg (Hochschrutte). Ein zauberhafter Wandertag Anfang November.

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    Die nun folgenden Grattürmchen lassen sich in direkter Linie, teilweise etwas ausgesetzt, überklettern (II). Der Fels ist hierbei stets auf seinen festen Halt zu prüfen - dann machts großen Spaß.

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    Aussichtreicher Schlussanstieg hinüber zum höchsten Punkt des Hochwanners.

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    Die Ausblicke reichen übers das Lichtbrenntjoch knapp rechts der Bildmitte hinweg bis hin zum fernen Säuling und den Tannheimer Bergen.

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    Kurz vor dem Gipfel des Hochwanners darf noch mal eine Schrofenstufe überklettert werden (I). Hierfür gibt es zwei Möglichkeiten, entweder den Trittspuren kurz rechts herum folgend und brüchig hinauf zur Kammhöhe oder eher von links kommend über etwas besseren, aber steileren Fels (I-II).

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    Die letzten Meter hinüber zum höchsten Punkt sind wieder einfach zu begehen. Nach einer kurzen Pause machen wir uns an den Abstieg über unsere Aufstiegsroute. Aufgrund der Schneeeinlagerungen auf der steilen Nordostseite macht ein Übergang zum nahegelegenen Tormetz heute keinen Sinn.

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    Beim Rückweg umgehen wir die Grattürmchen westseitig (I). Die Kälte hat uns wieder.

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    Vom Meirtljoch dann schnellen Schrittes hinaus in die Sonne, dabei immer den herrlichen Ausblick auf die Zugspitze und Ihre Trabanten direkt vor Augen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Dezember 2025
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