Empfohlen Wandertour Kramerspitz (1.985m) Überschreitung

Dieses Thema im Forum "Tourenbeschreibungen" wurde erstellt von Thom, 11. November 2025.

  1. Thom

    Thom Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Isny im Allgäu
    Nette, einfache und aussichtsreiche Runde auf einen der meist besuchten Gipfel der Ammergauer Alpen. Besonders im Spätherbst eine Reise wert, wenn der Saisontrubel bereits verstummt ist.

    Tour-Bewertung:


    [​IMG] ca. 5 Std.
    [​IMG] Kondition
    [​IMG] ca. 1.250 Hm / 13,5 km
    [​IMG]Schwierigkeit T3
    [​IMG] Aussicht
    [​IMG] Empfehlung (nur außerhalb der Saison und unter der Woche ratsam)

    [​IMG]Tourengänger: Matze, Thom

    Das Massiv des Kramers gehört wohl zweifelsohne zu den besterschlossensten und beliebtesten Gipfel der Ammergauer Alpen. Schön, wenn man diesen hoch frequentierten Berg weit außerhalb der Saison und wochentags tatsächlich noch ab und zu ganz für sich alleine hat. Ein weiterer Superlativ dürften die unzählig aufgestellten Kreuze sein, quasi jede einzelne Erhebung oder jeder Zacken trägt neben einem Namen auch ein solches. Für die Besteigung des Kramerspitz gibt es mannigfaltige Möglichkeiten. Wir wählen den Aufstieg über die Eisenkanzel und den Kramersteig hinauf zum kleinen Joch westlich des Katzenkopfes, anschließend kurzer Abstecher auf die Mittergernnadel und weiter über den Mittergern hinauf zum höchsten Punkt des Massivs. Der Abstieg erfolgt aus der Scharte zwischen Hauptgipfel und Predigtstuhl und erfordert etwas Orientierungssinn, dafür geht es rasch hinab zum Parkplatz an der Windbeutelalm.

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    Vom Parkplatz der Windbeutelalm starten wir äußerst gemütlich auf gut ausgebauten Wegen zunächst nach Osten. Der Abzweig des Kramersteigs hinauf zum Gasthaus St. Martin ist gar nicht mal so offensichtlich, nicht Ortskundigen sei eine kleine Wanderkarte empfohlen.

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    Ab dem Gasthaus St. Martin wird der Steig dann deutlich markanter, zudem recht flach und angenehm zu gehen. Wir steigen vorbei an der alten Eisenkanzel und folgen dem Weg in kurzzeitig schrofferes Gelände.

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    Schnell werden die Ausblicke besser. Über ein seilversichertes Brücklein hinweg geht es rasch in deutlich latschenbewachsenere Gefilde, welche die ansonsten schöne Aussicht leider etwas hemmen.

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    Schon früh wird der Blick auf unser heutiges Ziel - den Kramerspitze halb links - frei, allerdings ist es schon noch ein gutes Stück zu dessen Gipfel. Rechts davor die Erhebung des Mittergern mit dem kleinen Felszapfen der Mittergernnadel rechts unterhalb. In gemütlichem Tempo steigen wir der Kammhöhe entgegen.

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    Der kurze Abstecher zur kammnahen Nadel ist schnell erledigt, etwas Trittsicherheit kann vorallem bei feuchten Bedingungen allerdings nicht schaden. Wenige Eisenstifte entschärfen die Kletterei (I).

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    Hier schon der Rückblick vom Mittergern hinüber zum Katzenkopf. Wer mag, kann bei der Überschreitung alle mit Namen versehenen Erhebungen mitnehmen, durchs Latschenchaos führen stets klar ersichtliche Latschengassen. Um eigenständige Gipfel handelt es sich bei all den Erhebungen allerdings nicht.

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    Nach dem absolvierten Abstieg vom Mittergern - kurze Schrofenstufe kaum (I) - geht es zumeist nordseitig durch schattige Hänge. Hier kann es zur kalten Jahreszeit mitunter vereist sein, in diesem Falle sollte entsprechende Ausrüstung sowie der gekonnte Umgang damit vorhanden sein.

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    Im Sommer komfortabler Wanderweg, zur kalten Jahreszeit können hier ab und an Grödel und Trittsicherheit nicht schaden. Die kurze nordseitige Umgehung ist aber schnell absolviert ...

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    ... und wir machen uns an die letzte, wieder sonnendurchflutet Etappe hinauf zum Gipfel.

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    Blick Richtung Westen. Der mittig stehende Hirschbühel kann von konditionsstarken Wanderern ebenfalls noch mit in die Runde eingebunden werden. Knapp rechts dahinter die Kreuzspitze.

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    Blick zurück auf die letzte Etappe. Das Felsenbollwerk ist der Grund, weshalb der Kramersteig in diesem Bereich auf die Nordflanke des Massivs ausweichen muss.

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    Auch am Gipfel des Kramerspitz können wir totale Einsamkeit genießen. Die Vesper- und Aussichtspause hält sich dank des schneidigen Südwindes aber in Grenzen.

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    Schöner Abstieg Richtung Stepbergalm.

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    Hier steigen wir dann über Pfadspuren rasant und in recht direkter Linie nach links ab, treffen später aber wieder auf den Steig, welcher von der Stepbergalm hinab zu unserem Parkplatz führt.

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    Durch typisches Ammergauer Gelände geht es rasch hinab. Eine schöne Wanderung geht zu Ende.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. November 2025