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Wintertour Vorderer Ziegspitz (1.815m), Hoher Ziegspitz (1.864m) und Rauhenstein (1.728m)

Dieses Thema im Forum "Tourenbeschreibungen" wurde erstellt von Johannes, 18. Mai 2012.

  1. Johannes

    Johannes Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Allgäu
    Im Sommer sicherlich schöne Wanderung über mittlerweile immer beliebtere Gipfelziele in den Ammergauer Alpen. Bei guten Verhältnissen können Hirschbichl und Rauheck mit eingebunden werden.

    Tour-Bewertung:

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    ca. 7 Stunden
    [​IMG] Kondition
    [​IMG] ca. 1.200 Hm / 12,5 km
    [​IMG] Schwierigkeit T3
    [​IMG] Aussicht
    [​IMG] Empfehlung (bei bis zu 40cm Neuschnee)

    [​IMG]Tourengänger: Thom, Tobias, Johannes

    Sicherlich eignet sich der Ziegspitzkamm auch schon für eine Begehung zur früheren Jahreszeit - in unserem Fall war es Mitte Juni. Die Temperaturen lagen bereits im moderaten Bereich - nachts war es teilweise noch empfindlich kalt - der Wetterbericht prophezeite aber sonnige Wetterbedingungen für das Wochenende. Blöd nur, dass es am Abend vor der Tour zu üppigen Schneefällen in der Garmischer Gegend kam. Das wir mit keinerlei Schnee auf der Tour rechneten, zeigt die sommerliche Beinbekleidung bei zweidritteln unserer kleinen Wandergruppe. Diese Schneemengen von knapp 40cm trübten leider ein wenig den sonst recht hübschen Ausflug - weshalb wir auch auf die Besteigung von Hirschbichel und Rauheck verzichteten. Diese können sonst bei guten Bedingungen zusätzlich in diese Runde eingebaut werden. Ausgangspunkt für unsere Rundtour ist die Ochsenhütte, welche sich zwischen Grainau und Griesen im Tal der Loisach befindet.

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    Von der Ochsenhütte geht es zunächst auf Fahrwegen durch den verschneiten Wald in Richtung Rootmoosalpe.

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    Schon bei den Hütten rund um die Rootmoosalpe liegen gut 20-30 cm Neuschnee Mitte Juni.

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    Die steilen Nordwestabbrüche des Ziegspitzkamms lassen sich blicken.

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    Auf breitem Weg kämpfen wir uns durch den höher werdenen Schnee bis zum Sattel zwischen Hirschbichl und Vorderer Ziegspitz.

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    Der Kamm mit Vorderer Ziegspitz (links) und Rauhenstein (rechts).

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    Angekommen im Sattel machen wir eine kurze Pause. Danach kämpfen wir uns ziemlich entlang des Grats mit Hilfe der Latschen nach oben bis zum ersten Gipfel. Im Sommer quert der Weg vor dem Gipfel wohl noch einmal nach links, uns war die Querung aber durch den aufgeweichten Schnee zu mühsam und rutschig.

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    Nach etwa 30 Minuten Latschenkampf sind wir dank der kurzen Hosen leicht durchgefroren auf dem Vorderen Ziegspitz angekommen. Im Hintergrund zeigt sich der Hirschbichl, den man im Sommer sicherlich noch vom Sattel aus in die Tour einbinden könnte.

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    Der weitere Weg bis zur Hohen Ziegspitz zeigt sich. Tiefhängende Wolken machen es leider zu einer kalten Angelegenheit.

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    Der Gipfelhang des Hohen Ziegspitz kommt näher und ist ohne Schwierigkeiten zu begehen.

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    Das Gipfelkreuz auf dem Hohen Ziegspitz. Zwei freundliche Einheimische sind südseitig aufgestiegen.

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    Der Weiterweg führt zunächst nach rechts auf den Nebengipfel, danach folgen wir mit leichten Höhenverlust dem Verbindungsgrat in Richtung Rauhenstein.

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    Die Zugspitze gegenüber ist immernoch von Wolken verdeckt.

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    Zunächst wandern wir stets auf der Kammhöhe hinüber zum Rauhenstein, den ersten größeren Gratturm umgehen wir nordseitig. Um so näher wir dem Massiv des Rauhensteins kommen, um so interessanter wird das Gelände.

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    Interessante Felsskulpturen - eines der spektakulären Schaustücke am zumeist zahmen Verbindungsgrat zwischen Hoher Ziegspitz und Rauhenstein - herrlich.

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    Der Gipfelaufbau des Rauhenstein zeigt sich von einem ähnlich hohen Türmchen am Grat.

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    Jetzt spielt auch endlich das Wetter wieder mit - das Zugspitzmassiv mit Eibsee rechts im Vordergrund.

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    Die letzten Meter hinüber zum Rauhenstein werden wieder etwas ungemütlicher - haufenweise Latschen und Nassschnee erfordern etwas alpinistischen Humor.

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    Aufgrund der hier sichtbaren Abbrüche ist ein direkter Aufstieg am Grat nicht machbar. Wir weichen daher auf die Südseite mit ein paar Meter Höhenverlust aus. Hier müsste bei besseren Bedingungen auch die eigentliche Pfadspur zum Gipfel erkennbar sein.

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    Bei derartigen Bedingungen ist ein gewisser Orientierungssinn von Vorteil, um die sicherste Route in teils steilem Gelände auszumachen. Trotz der weißen Pracht bleiben die Schwierigkeiten aber moderat.

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    Auf dem kleinen Gipfel des Rauhensteins angekommen.

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    Rückblick vom Gipfel des Rauhensteins auf den zuvor überschrittenen Ziegspitzkamm.

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    Wieder im Abstieg in der steilen Südflanke des Rauhensteins. Latschen und apere Felspartien bieten ausreichend halt, um sicher abzusteigen.

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    Blick beim Abstieg über die Südflanke des Rauhensteins auf das Rauheck, welches wir ursprünglich in die Runde mit einbauen wollten. Da wir aber gerne auf weiteres Schneegestapfe mit kurzen Hosen verzichten, entscheiden wir uns für einen direkten Abstieg hinab zur Ochsenhütte.

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    Die warmen und fast wieder aperen Südhänge sind beim Abstieg eine wahre Wonne. Auf meist gut sichtbaren Pfaden geht es rasch hinab ins Loisachtal.

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    Oben Winter, unten Frühling - das Massiv der Zugspitze in voller Pracht.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 16. Februar 2015
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