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Schwere Bergtour Überschreitung Kleiner Widderstein (2.236m)

Dieses Thema im Forum "Tourenbeschreibungen" wurde erstellt von Johannes, 16. August 2012.

  1. Johannes

    Johannes Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Ort:
    Allgäu
    Spannende Überschreitung mit vielen, teilweise sehr ausgesetzten Kletterpassagen überwiegend im II. Schwierigkeitsgrad die zudem eine gute Orientierung erfordert.

    Tour-Bewertung:

    [​IMG] Gehzeit: ca. 6 Std.
    [​IMG] Kondition
    [​IMG] ca. 1.250 Hm / ca. 9 km
    [​IMG] Schwierigkeit: III- / T5-6
    [​IMG] Aussicht
    [​IMG] Empfehlung

    [​IMG]Tourengänger: Surg, Niko, Johannes

    Route: Baad - Innere Widdersteinalpe - Bärenkopf (2.083m) - Kleiner Widderstein Nordgipfel (2.236m) - Kleiner Widderstein Südgipfel - Karlstor - Innere Widdersteinalpe - Baad

    Die Überschreitung des Kleinen Widderstein vom Bärenkopf bis zum Karlstor ist eine äußerst lohnende Unternehmung mit zahlreichen Klettereinlagen. Besonders der Gratabschnitt vom Nordgipfel zum Südgipfel mit seinen Türmen bietet zahlreiche Möglichkeiten für ausgesetzte Klettereinlagen bis in den III. Schwierigkeitsgrad. Einige davon können auch umgangen werden, dann bewegt sich die Schwierigkeit wohl auch im II. Schwierigkeitsgrad - in etwa wie beim "Normalaufstieg" bis zum Nordgipfel mit Kreuz. Der Übergang zum Südgipfel verlangt Trittsicherheit auf teilweise bröseligem Untergrund und ein wenig Orientierungsvermögen, im Abstieg zum Karlstor auch noch sicheres gehen in steilen Grasschrofen. Die Unternehmung startet am Wanderparkplatz in Baad. Über die Breitach geht es gut ausgeschildert in Richtung Innere Widdersteinalpe.

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    Am Bachbett entlang führt ein Pfad aufwärts in Richtung der letzten Hütten der Inneren Widdersteinalpe.

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    Nachdem man die Innere Widersteinalpe passiert hat laden große Felsbrocken zu einer kurzen Rast ein. Links im Bild sieht man den Grat des Kleinen Widderstein, daneben die Geröllhalde die vom Karlstor herabführt.

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    Der Aufstieg liegt komplett auf Ostseite des Bärenkopfs, daher sicher auch im Hochsommer angenehm im Schatten zu bewältigen. Gegenüber liegt die Gipfel Wannenberg, Hintere Üntschenspitze, Üntscheller, Güntlespitze, Hochstarzel und Unspitze.
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    Das weitere Aufstiegsgelände im Überblick: Wir haben uns für einen direkten Aufstieg ostwärts durch eine Rinne in der Bildmitte entschieden. Allerdings lässt sich der Gipfel des Bärenkopf auch deutlich einfacher auf leicht steigenden Pfaden in seiner Westflanke erreichen (hier im Bild links den Pfadspuren folgen).

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    Weiter oben in der Aufstiegsrinne zum Grat.

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    Fast am Grat zwischen Bärenkopf und Kleiner Widderstein angekommen öffnet sich ein toller Ausblick auf Kleinen und Großen Widderstein.

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    Am Grat angekommen geniessen wir die ersten Sonnenstrahlen und machen erstmal eine kurze Pause.

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    Da wir relativ weit südlich am Grat zwischen Bärenkopf und Kleiner Widderstein angekommen sind müssen wir noch ein paar hundert Meter am Grat zum Bärenkopf gehen.

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    Auf den letzten Metern zum Bärenkopf. Hinten links im Bild zeigt sich der Hohe Ifen.

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    Blick vom Bärenkopf nach Süden mit dem Kleinen Widderstein und dem Großen Widderstein mit seinem gewaltigen Ostgrat dahinter.

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    Am recht neuen, kleinen Gipfelkreuz auf dem Bärenkopf.

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    Ausblick über das Kleinwalsertal.

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    Das tolle Gipfelplateau des Hohen Ifen.

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    Zwei tolle Rundtouren im Bild: Heiterberg, Weißer Schrofen und Höferspitze links der Bildmitte, rechts davon Wannenberg, Hintere Üntschenspitze, Üntscheller, Güntlespitze, Hochstarzel und Unspitze.

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    Noch eine tolle Tour aus dem letzten Jahr: Elferkopf, Zwölferkopf und Liechelkopf (v.l.n.r.).

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    Der Kleine Widderstein voraus - am ersten Turm sind deutlich die Pfadspuren zu erkennen.

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    Die erste Wandstufe wirkt aus der Entfernung fast senkrecht, allerdings kann man diese im I. Schwierigkeitsgrad durch einen der Risse erklettern.

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    Rückblick von der Wandstufe: der Pfad kommt von rechts und liegt am Fuße der Felswändchen.

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    Simon und Niko im Aufstieg auf die Wandstufe.

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    Am ersten Turm kann man schon schön zupacken :smile:

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    Danach gehts wieder zum Grat und hinten ums Eck recht luftig nach oben.

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    Schöne Kletterei auf teilweise bröseligem Untergrund folgt.

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    Die Gipfelwand sind wir direkt durch die Rinnen geklettert (II), oben erkennt man schon das Gipfelkreuz.

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    Blick von oben in die letzten Klettermeter - alternativ kann man weiter unten noch ein Stück weiter queren und kommt dann etwas weiter links (im Bild) nach oben.

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    Das schöne Gipfelkreuz auf dem Kleinen Widderstein (2.236m).

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    Nach einer kurzen Rast entschieden wir uns den wunderschönen Tag zu nutzen und die Überschreitung des Kleinen Widderstein anzugehen. Eine genaue Routenbeschreibung ist hier sehr schwer, ab und an erkennt man Trittspuren und im groben sollte man sich in der Nähe / auf dem Grat bewegen. Dabei wird's allerdings noch klettertechnisch anspruchsvoller und luftiger als im bisherigen "Normalaufstieg".

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    Rückblick zum Bärenkopf über dem Kleinwalsertal.

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    Vom Gipfel müssen einige Meter in festem Fels abgeklettert werden.

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    Der weitere Gratverlauf im Überblick, hinten das Karlstor.

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    Einen luftigen Felsturm konnten wir leicht unterhalb im steilen Gelände umgehen weil wir den Abstieg von diesem leider nicht eingesehen haben. Beim nächsten mal geht's oben drüber :wink:

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    Dieser griffarme Kamin verlangt ein kräftiges Anpacken im oberen II. Schwierigkeitsgrad.

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    Dem Kamin folgen schöne Felsplatten.

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    Simon am Ausstieg aus dem Kamin. Die 2, 3 Türme direkt hinter ihm sind wir links umgangen.

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    Es bleibt weiter luftig und anspruchsvoll, allerdings oft in sehr festem Fels.

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    Noch ein schöner Aufschwung am Grat, rechts und links fallen die Wände extrem steil ins Tal ab.

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    Der Südgipfel des Kleinen Widderstein ist nicht mehr weit entfernt.

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    Die letzten bröseligen Felszacken umgehen wir auch knapp unterhalb.

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    Blick zurück zum Hauptgipfel.

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    Der Widderstein mit seinen beeindruckenden Nordwänden liegt mächtig gegenüber.

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    Der Abstieg vom Südgipfel zum Karlstor erfolgt zuerst über Grasstufen...

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    ... anschließend gehts über felsigeres Gelände nach unten. Trittsicherheit ist hier wichtig, wirklich schwer wird es aber nicht mehr.

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    Simon in den letzten Abstiegsmetern zum Karlstor.

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    Rückblick auf den Südgipfel (links) und den Hauptgipfel (Nordgipfel) des Kleinen Widderstein (rechts hinten).

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    Der Abstieg vom Karlstor erfolgt durch das Kar, leichte Pfadspuren sind vorhanden.

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    Blick zurück in das Kar Richtung Karlstor - im Winter eine beliebte Skitour.

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    Die Innere Widdersteinalpe lädt noch zur ausgiebigen Rast ein.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 8. April 2014
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  2. splitter

    splitter Registrierter Benutzer

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    1
    Ich bin am 20.07 diese schöne Tour gegangen. Nur habe ich mich entschieden direkt vom Nordgipfel wieder abzusteigen, da ich einen alternativen Weg gesehen hatte. Man kann wenn man das erste Stück vom Gipfelkreuz her runter klettert links weiter zum Südgipfel oder rechts in eine Rinne Richtung Westen absteigen, bzw auch aufsteigen. Der Weg ist sehr schlecht zu sehen und wenn man ihn nicht aufgestiegen ist, denkt man so manches mal es geht hier nicht weiter. Man sollte ihn nur gehen wenn man einen Pickel dabei hat und es nicht zu nass ist. Bei Fragen und weiteren Information einfach anschreiben. Leider kann man auf den Bildern die ich gemacht habe nicht genau den Abstieg erkennen, deswegen schreibe ich es hier als Kommentar rein.
     
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