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Anzeichen mangelnder Trittsicherheit?

Dieses Thema im Forum "Rund um die Bergtouren" wurde erstellt von Wanderer, 26. August 2011.

  1. Wanderer

    Wanderer Registrierter Benutzer

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    Wanderers Allgäu-Pläne (war: Anzeichen mangelnder Trittsicherheit?)

    Servus,

    eine schöne Seite mit spektakulären Fotos habt ihr hier, durch die man die Bergtouren in Gedanken und mit dem Finger auf der Karte gut mitwandern kann, ohne sich selbst in Gefahr begeben zu müssen.

    Gefahr ist gleich das richtige Stichwort. Es wird ja überall immer allgemein Trittsicherheit und Schwindelfreiheit gefordert. Auch wenn beides natürlich zusammenhängt, ist mangelnde Schwindelfreiheit wahrscheinlich leichter als mangelnde Trittsicherheit zu erkennen. Die notwendige Trittsicherheit ist schließlich immer vom Untergrund, von der Steilheit bzw. Ausgesetztheit, von den Wetterbedingungen und von den körperlichen Voraussetzungen und Erfahrungen des Wanderers abhängig, während die Schwindelfreiheit (vereinfacht) entweder vorhanden ist oder nicht.

    Wie merke ich, möglichst bevor ein kleinerer oder größerer Unfall eintritt, dass ich bei bestimmten Anforderungen nicht mehr über die notwendige Trittsicherheit verfüge? Sind einmaliges Stolpern über einen im hohen Gras nicht sichtbaren Stein oder Ausrutschen auf nassem Lehm im Abstieg schon bedenklich? Wie kann ich einschätzen, ob ich bzgl. Trittsicherheit für höhere Anforderungen als bisher geeignet bin?
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Dezember 2011
  2. Tobias

    Tobias Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Hier mal der Wikipedia-Beitrag als "Grundlage" (vielleicht kennst du ihn ja schon)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Trittsicherheit

    (Wo ich persönlich ganz entschieden widerspreche: Als Anfänger NICHT ständig mit Stöcken gehen, das ist für die Ausbildung der Trittsicherheit sogar hinderlich! Erst so das saubere und konzentrierte Gehen und Antreten lernen, dann können auch Stöcke zusätzlich hilfreich eingesetzt werden.)

    Ob du einer Tour gewachsen bist, das merkst du recht schnell. Du solltest dich sicher fühlen und dementsprechend bewegen - ganz einfach. Sobald das ganze in eine Zitterei und Rutscherei ausartet, Zweifel und/oder Unbehagen aufkommen, dann ist es an der Zeit, umzudrehen. Apropos umdrehen: Nie den Abstieg vergessen, der ist nämlich meist anspruchsvoller als der Weg hinauf!

    "Wie merke ich, möglichst bevor ein kleinerer oder größerer Unfall eintritt, dass ich bei bestimmten Anforderungen nicht mehr über die notwendige Trittsicherheit verfüge?"
    - bereits bei der Tourenplanung!!! Möglichst viele Infos einholen und mit den eigenen Erfahrungen, dem eigenen Fundus, abgleichen. Nie nur nach Bilder urteilen (die täuschen allzu oft) oder sagen: "Wenn die das gepackt haben, dann pack ichs auch" etc. (Vielleicht hatten diejenigen ja nur Glück im Leichtsinn.)

    Und nein, ein Ausrutschen bedeutet nicht grundsätzlich mangelnde Trittsicherheit. (Manch hässlicher Abstieg lässt sogar nur die Form "kontrolliertes Rutschen" etc. zu, und auf dem Allerwertesten ist wohl auch jeder schon mal gelandet.) Die Kunst besteht nur darin, an fehlerintoleranten Stellen eben nicht auszugleiten und durchweg voll konzentriert zu steigen, auch wenn sie lehmig, nass oder von versteckten, glatten Steinen "unterbaut" sind. Ein unglücklich versteckter, glatter Stein (unertastbar oder so) im Gras oder ein Trittausbruch fallen manchmal aber auch unter Restrisiko, oder schlicht: Pech. Der Geübte kann aber selbst dann teils noch reagieren und den Sturz abfangen. Wie? Routine. Langsam rantasten, sich, sein Material (also Schuhe) und die verschiedenen Bodenbeschaffenheiten kennenlernen.

    In diesem Sinne: Viel Spaß und immer gutes Gelingen,

    ft-Team
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. August 2011
  3. Wanderer

    Wanderer Registrierter Benutzer

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    Also Stöcke brauchte ich bisher nicht wirklich, obwohl ich auch welche habe und sie auch ganz hilfreich sein können. Ich würde schon behaupten, dass ich über gute Koordinationsfähigkeiten verfüge, sonst würde einem die Sache wahrscheinlich auch nicht so viel Spaß bereiten.

    Ich habe mir mal folgende Wandertouren (von Oberstdorf, ggf. Bergbahnen) rausgesucht:

    • Besler-(kopf)
    • Rubihorn
    • Entschenkopf
    • Fellhorn (werktags bei Regen :cool:)
    • Rieffenkopf
    • Älpelesattel
    • Himmelsecksattel
    • Rauheck
    • Wildengundkopf
    • Rund um Widderstein (vom Kleinwalsertal)
    • Erkundung Beginn Himmelschrofen
    • Erkundung Beginn Kegelköpfe
    Wenn ich nichts übersehen habe, ist darunter noch keine Wandertour mit ausgedehnter Schwierigkeit I. Gibt es von obigen Wandertouren vielleicht einen kurzen I-Abzweig, den man mal auskundschaften könnte? Vielleicht zum Hahnenköpfle?
     
  4. Thom

    Thom Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Hallo Wanderer,

    die ausgewählten Routen sind überwiegendes Wandergelände. Wenn ich es recht überschaue, gibt es nur beim Überschreiten des Entschenkopfes eine wirkliche I-er Stelle.
    Sicherlich sind diese Touren zum Testen der Trittsicherheit geeignet.

    Am Besler kannst du den kurzen "Klettersteig" mitnehmen, bei einem Verzicht auf das Stahlseil liegt hier schon I-II vor.

    Am Rieffenkopf gehts über unsere Route auch mit nem Ier unter Latschen hindurch auf den Gipfel. Der Hahnenkopf ist allerdings einfach und ohne Kletterei zu besteigen. Es sei denn du nimmst meine "Spezialroute" :smile: Aber das endet in bösem Latschengewühle!

    Solltest du die Touren absolviert haben und Lust auf längeres Ier-Gelände, so kann ich dir nur wärmstens diese kurze Halbtagestour empfehlen:

    http://festivaltour.de/forum/showthread.php?655-Von-Lechleiten-auf-den-Biberkopf-(2.599-m)

    Bei weiteren Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.

    Grüße
    Thom
     
  5. Wanderer

    Wanderer Registrierter Benutzer

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    Danke.

    In ein paar Stunden mache ich mich auf den Weg ins Allgäu...
     
  6. Wanderer

    Wanderer Registrierter Benutzer

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    Leider regnet es jetzt zwei Tage... :frown:

    Bisher ist Folgendes rausgekommen:

    • Geißberg (trotz geringer Höhe realtiv gute Aussicht, sogar der Hochvogel ragt von dort schon leicht hervor)
    • Rubihorn (+Geißalphorn: eine kleine Kletter-Herausforderung, wo der Weg für mich gut nachvollziehbar war)
    • Fellhorn-Grat (von Söllereckbahn zur Kanzelwandbahn)
    • Hahnenkopf (der Abzweig zu den Rieffenköpfen durch die Latschen war mir noch zu unsicher)
    • Himmelecksattel über Laufbachereck-Weg
    • Rund um Widderstein
    Da ich bisher öfters in Bad Hindelang war und das erste Mal in Oberstdorf bin, ergeben sich viele neue Eindrücke bzgl. der Einordnung der ganzen Berge und anderen Landschaftsmarken. In der Wirklichkeit sieht die Bergwelt noch imposanter als auf Karten und Bildern aus; besonders das Oytal beeindruckt, mit Wildengruppe und Wildenfeld, Höfats-"Gebirge", Himmelhorn und Schneck.
     
  7. Thom

    Thom Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Hallo Wanderer,

    ja das Wetter ist grad alles andere wie bergtauglich. Schneefallgrenze soll bis auf 1.200 Meter absinken. Ab Mittwoch nächster Woche wirds aber wieder warm und schön.

    Glückwunsch zu den bisher bewältigten Touren. Von Oberstdorf aus lassen sich ne Menge feiner Touren planen. Hier noch ein kleiner Wander-Tipp:

    http://www.festivaltour.de/forum/showthread.php?588-Rundtour-zum-Rappensee-und-Rappenseeh%FCtte&prefixid=8

    Schöne Wanderung ohne nennenswerte Schwierigkeiten in unmittelbarer Nähe des Allgäuer Hauptkammes. Auch kulinarisch kriegt man hier einiges geboten. Die Enzianhütte ist immer eine Einkehr wert - wirklich lecker.

    Grüße
    Thom
     
  8. Wanderer

    Wanderer Registrierter Benutzer

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    Auf dem Nebelhorn lagen schon gut 30cm Schnee, und die Nebelhornbahn war daher schön leer. Der Schnee hielt sich ein paar Tage, sah zwar schön aus - wie man oben im Header-Bild erahnen kann -, aber fürs Wandern als Ortsunkundige nicht so optimal. Zum Entschenkopf mussten wir sogar noch kleinere Schneefelder queren, allerdings war meine Begleitung oben am Grat vor dem Schartenabstieg, wo es auch nass war, nicht mehr schwindelfrei, so dass wir umgekehrt sind. Der Besler wäre vielleicht die bessere Alternative gewesen. Zwei Tage zuvor, als wir zur Dietersbach-Alpe geradelt sind, war der Älpelesattel natürlich auch zugeschneit. Dann halt das nächste Mal...