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Leichte Bergtour Auf den Himmelschrofen (1.790m)

Dieses Thema im Forum "Tourenbeschreibungen" wurde erstellt von Johannes, 20. September 2010.

  1. Johannes

    Johannes Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Wunderschöne, einsame Tour über Gras und Fels auf den ersten Gipfeln vor dem Allgäuer Hauptkamm. Tolle Aussicht auf Oberstdorf, Teile des Allgäuer Hauptkamms und die Höfats.

    Tour-Bewertung:

    [​IMG] Gehzeit: ca. 5 Std.
    [​IMG] Kondition
    [​IMG] Strecke: ca. 1000 Hm
    [​IMG] Schwierigkeit ~T3
    [​IMG] Aussicht
    [​IMG] Empfehlung

    [​IMG] Tourengänger: Johannes


    >> Galerie Himmelschrofen <<

    Ausgangspunkt für die Besteigung des Himmelschrofen (1.790m) ist der Parkplatz Renksteg. Von dort folgt mal der Beschilderung Richtung Golfplatz Oberstdorf bzw. Richtung Spielmannsau / Gerstruben / Trettachtal. Nach etwa 20 Minuten erreicht man auf der Fahrstraße den Golfplatz Oberstdorf. Genau gegenüber des Parkplatzes führt ein Forstweg in Richtung Schlosswies. Die Rundtour endet im Trettachtal in der Nähe von Spielmannsau nachdem man die vordere und hintere Ringersgundalpe (beide verfallen) passiert hat. Der Rückweg verläuft entlang der Trettach wieder zurück zum Ausgangspunkt.

    [​IMG]

    Vorab der Blick auf den Grat zum Himmelschrofen vom Aufstieg zu den Kegelköpfen (1.960m). Der Weg läuft schon ab den Lawinenverbauungen auf dem Grat. Auf der größeren Wiesenfläche befindet sich die verfallene vordere Ringersgundalpe über die mein Abstieg führen wird.

    [​IMG]

    Schon kurz nach dem Start am Parkplatz Renksteg im Süden Oberstdorfs ist der Himmelschrofenzug nicht zu übersehen. Der Weg dorthin folgt anfangs auf Teerstraßen zum Golfplatz Oberstdorf.

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    Gegenüber des Golfplatzes befindet sich dieser unscheinbare Feldweg der zur Schloßwies führt. Diesem Weg folgt man für ca 15 Minuten.

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    An der Absperrung zum Grundstück Schloßwies führt links am Zaun ein Pfad in den Wald. Ab und an sind auch alte Markierungen zu entdecken.

    [​IMG]

    Nachdem man das Waldstück durchquert hat erreicht man diese wunderbaren Hänge. Hier wird es schon ein bisschen lichter und man kann die ersten Ausblicke auf Oberstdorf bewundern.

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    Der letzte Dunst löst sich direkt am Hang und das Wetter wird von Minute zu Minute besser.

    [​IMG]

    Man gewinnt sehr schnell an Höhe und der Ausblick ist für die "geringe" Höhe super.

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    Links erkennt man den im Wald liegenden Freibergsee und rechts Oberstdorf.

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    Der Pfad verläuft ab hier immer in Gratnähe, der Blick in Richtung Osten zum Trettachtal und nach Gerstruben bleibt auf Grund der Wolken noch verwehrt.

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    Der weitere Verlauf auf dem Grat führt über alle drei Erhebungen des Himmelschrofen (1673m, 1759m und dem Hauptgiofel auf 1791m).

    [​IMG]

    Zwischen Latschen führt der Pfad auf den Hauptgipfel.

    [​IMG]

    Am Hauptgipfel ist die Sicht am frühen Morgen leider nicht so gut, deswegen machen ich mich nach einer netten Unterhaltung mit einem einheimischen Bergwachtler auf den Weg Richtung Abstieg.

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    Nocheinmal der Blick auf den Freibergsee mit dem Schattenbild des Himmelschrofen.

    [​IMG]

    Der Blick hinüber nach Gerstruben, man sieht den Riffenkopf, den Älpelekopf, den Hahnenkopf, etc. und im Dunst die Höfats.

    [​IMG]

    Der Abstieg erfolgt weglos - oder ich habe den Pfad nicht gefunden - ostseitig etwa 100 Höhenmeter tiefer. Als Anhaltspunkt sollte man nach der verfallenen vorderen Ringersgundalpe Ausschau halten.

    [​IMG]

    Nocheinmal der Blick in Richtung Gerstruben, dem Dietersbachtal und der in Wolken hängenden Höfats.

    [​IMG]

    Der Blick hinüber zu den Kegelköpfen die ich ein paar Tage später überschritten hab. Da ich hier leider den Pfad nicht finden konnte bin ich den Hang bis hinter die Kante gequert um den weiteren Wegverlauf zu sehen.

    [​IMG]

    Die Gipfel der Höfats verstecken sich immernoch. Auf dem vorderen Grat befindet sich der Aufstieg zu den Kegelköpfen. Das Bild wurde im Bereich der hinteren Ringersgundalpe aufgenommen.

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    Nachdem der Weg wieder gefunden war führt er unterhalb der Klupper (1776m) vorbei und führt dann relativ schnell wieder ins Trettachtal. Hinten erkennt man den Christlesee und Gottenried.

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    Der Christlesee in wunderbaren Farben bei Traumwetter. Leider muss ich mich direkt auf den Heimweg machen weil am Nachmittag das Büro ruft.

    [​IMG]

    Nochmal ein letzter Blick auf diese wunderbare, einsame und sehr zu empfehlende Tour.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 8. April 2014
  2. Gerhard vun de Palz

    Gerhard vun de Palz Registrierter Benutzer

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    Hallo,

    ich muss hier einmal ausdrücklich eine Warnung aussprechen: Diese Tour ist keinesfalls eine "leichte Bergtour" wie im Titel dabeisteht! Es geht fast die ganze Strecke ziemlich steil aufwärts und die Tour ist auch nicht ungefährlich. Man sollte schon über einige Erfahrung mitbringen und muss unbedingt absolut trittsicher sein. Also auf gar keinen Fall etwas für noch unerfahrene Bergwanderer!

    Ich spreche hier auch nochmal ausdrücklich eine Warnung aus: Vorsicht bei der einen Seilsicherung. Das eine Seil, ich glaube, es war das zweite, ist viel zu lang! Es ist bestimmt 1 Meter zu lange und wenn man sich an dem Seil festhällt, hängt man rücklings den Abhang runter und rutsch ab! MAN HAT AN DIESER STELLE NUR MIT DEN FÜßEN HALT!! Mit den Händen findet man niergendswo am Fels halt. Auf dem Rückweg ist mir dann auch das passiert, was nicht passieren sollte: Ich bin an dieser Stelle mit den Füßen abgerutscht, klatscht mit meinen Rippen mit voller Wucht an den Fels und hing einen Meter weiter unten. Wenn ich mich nicht am Seil festgehalten oder es losgelassen hätte, hätte ich einen Abgang gemacht. Also wenn ihr die Tour läuft, bitte äußerst vorsichtig sein und viel Zeit einplanen und sich trotzdem auf jeden Fall am Seil festhalten. Es kann so wie bei mir unter Umständen die letzte Sicherung sein, die verhindert, dass man den Abhang runterstürzt. Dann möchte ich noch eine Warnung zur ersten Seilsicherung machen: Hier hängen am Anfang bzw. Ende des Seils die Drähte raus! Hier muss man aufpassen, dass man sich nicht die Hände aufreißt. Ich bin die Tour alleine gegangen (was man bei einer solchen Tour eigentlich nicht machen sollte) und deswegen langsamer wie normal und vorsichtiger gelaufen und habe bis zum Gipfelkreuz auf dem Himmelschrofen und zurück 8 Stunden gebraucht. Weiter sollte man auch nicht laufen, da der Weg offiziell ein paar Hundert Meter weiter endet. Aber wer sich das zutraut und über genug Erfahrung besitzt, der kann sich auf eine wunderschöne und total einsame Tour freuen. Mir ist den ganzen Tag kein einziger Mensch begegnet.

    Aber nochmal: Äußerst vorsichtig sein auf der Tour!
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. Oktober 2014
  3. Alpenindianer

    Alpenindianer Registrierter Benutzer

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    Im Buchenwaldstück nach der Schlosswies kommt man einen Krater der rechts oder links zu umgehen ist. Je nach Jahreszeit
    ist der Weg durch altes Laub bedeckt, jedoch wird der Steig immer deutlicher erkennbar je höher man kommt.
     
  4. Thom

    Thom Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Guten Tag Herr vun de Palz,

    natürlich ist eine derartige Tour nicht für unerfahrenes Wanderpublikum geeignet! Daher haben wir Sie auch in die Kategorie "Bergtour" eingeteilt und nicht als "Wandertour" deklariert. Dennoch trifft die Grobeinteilung "Leichte Bergtour" für mein Dafürhalten zu. Wieso ? Zum Einen führt ein gut sichtbares Steiglein, welches bei trockenen Verhältnissen und dem richtigen Schuhwerk problemlos zu begehen ist, auf den einsamen Gipfel des Himmelschrofen. Zum Anderen gibt es im gesamten Aufstieg keinerlei Kletterstellen, welche nach UIAA-Sakal mit I oder schwerer zu bewerten wären. Die angesprochene "heikle" Stelle ist bei trockenen Verhältnissen defintiv noch im Bereich einer "leichten Bergtour", auch ohne Benutzung des fragwürdigen Seiles, zumindest war dies so in den Jahren 2010, 2011. Bitte haben Sie also dafür Verständnis, dass wir hier keine Bewertungsänderung vornehmen werden. Sollten Sie sich bei solchen Touren bereits unwohl fühlen und unser Forum auch weiterhin als Ideengeber/Wanderanregung zu raten ziehen, bitte ich Sie Ihrer Gesundheit zu liebe, sich nur auf den Bereich "Wandertour" zu konzentrieren und von schwieriger bewerteten Touren Abstand zu nehmen.

    Danke.
     
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  5. Johannes

    Johannes Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Danke für die Rückmeldung Herr vun de Palz.

    Der Antwort von Thom kann ich so nur zustimmen - nur noch eine kurze Erklärung zu meiner Bewertung: wir bewerten die Touren hier in etwa nach der der Schweizer Wanderskala. Wenn ich darin mal kurz für T3 nachlese...

    ... trifft die Bewertung für mich - auch nach mehrmaliger Begehung des Weges - immernoch zu.
    Natürlich sind die Schwierigkeiten auch stark von Witterung / Zustand des Weges /Tagesform etc. abhängig.

    Grüße aus dem Allgäu :smile:
     
  6. Alpenindianer

    Alpenindianer Registrierter Benutzer

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    Ich kann Euch nur voll zustimmen und eure Touren sind top geplant bzw. klasse bebildert. Bei weitem das beste
    Forum im Netz. Weiter so.:wink:
     
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  7. bergblumenwiese

    bergblumenwiese Stell mir keine Steine in den Weg, sondern Berge Registrierter Benutzer

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    Hi Zusammen
    vielen Dank für die tolle Beschreibung. Haben somit die Überschreitung am Samstag 16.Mai begangen. Der Weg war fast immer auf Anhieb zu finden und in den Latschen eine breite Schneise. Trotz dass es die Tage vorher (am Vatertag) geregnet hatte, ging die Tour mit einiger Vorsicht gut zu machen. Allerdings war es ziemlich neblig, man hat nicht weit sehen können. Deshalb sind wir vom Gipfel aus (mit Höhenmesser) einfach irgendwo in einer Rinne - immmer gut vorausschauend - 160 hm abgestiegen um dann auf den in den Karten eingezeichneten Weg zur Alpe zu kommen. Ab da gings dann problemlos retour. Bei guter Sicht könnte man den Gipfelweg weiterlaufen, bis man unterhalb die Alpe sieht und dann erst absteigen. 2 Mädels vor uns hatten nicht so viel Glück, haben den Weg nicht gefunden, sind auch ausgerutscht, zogen sich blutige Schrammen zu (so ist's halt wenn man in kurzen Hosen in die Berge geht!!) und dann wieder umgedreht.
    Als Ausgangspunkt für die Tour kann ich Bestens das Gasthaus Riefenkopf empfehlen, aber auch Unterkünfte in Spielmannsau, Christlesee oder Dietersberg
     
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  8. Hoefatssuechtig

    Hoefatssuechtig Registrierter Benutzer

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    Impressionen vom Himmelschrofen

    Am 27. August boten sich auch mir wundervolle Aussichten vom Himmelschrofen.

    Himmelschrofen1.jpg
    Blick auf Oberstdorf


    Himmelschrofen2.jpg
    Blick auf Gerstruben mit Höfats


    Himmelschrofen3.jpg
    Kegelkopf in Detailansicht


    Nahblicke auf Höfats und Höfatsvorgebirge:

    Himmelschrofen4.jpg

    Himmelschrofen5.jpg

    Himmelschrofen6.jpg

    Himmelschrofen7.jpg

    Himmelschrofen8.jpg



    Himmelschrofen9.jpg
    Schattenbergkamm mit Nebelhorn


    Himmelschrofen10.jpg
    Schattenberg mit Rubihorn und Gaisalphorn


    Himmelschrofen11.jpg
    Oberstdorf auf dem Präsentierteller

    Grüße, Christian aus Moormerland
     
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  9. Johannes

    Johannes Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Tolle Bilder Christian, danke! :thumbsup:
     
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