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Leichte Bergtour Auf Pirschling (1.634m), Schönkahler (1.688m), Ächsele (1.525m) und Westernkienberg (1.488m)

Dieses Thema im Forum "Tourenbeschreibungen" wurde erstellt von Thom, 10. Mai 2012.

  1. Thom

    Thom Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Isny im Allgäu
    Stille Wanderung hoch über dem Vilstal, die vorallem beim Abstieg über den Westgrat des Westernkienberges perfekte Trittsicherheit und ein gutes Orientierungsvermögen voraussetzt.

    Tour-Bewertung:

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    ca. 6,5 Stunden.
    [​IMG] Kondition
    [​IMG] ca. 1.350 Hm / 20 km
    [​IMG] Schwierigkeit bis T3 (Überschreitung Westernkienberg T4-5)
    [​IMG] Aussicht
    [​IMG] Empfehlung

    [​IMG]Tourengänger: Johannes, Thom

    Ganz im Gegensatz zu unseren Vermutungen ist diese Rundtour hoch über dem Vilstal alles andere als überlaufen, zumindest weisen unser Anstieg zum Gipfel des Pirschlings und der Abstieg vom Vorderen Ächsele Richtung Bärenmoosalpe nur wenige bisweilen gar keine Begehungsspuren auf. Der Westernkienberg kann getrost als weglos bezeichnet werden, dieses unscheinbare und dennoch mächtige Bergmassiv zwischen Schönkahler und Kienberg wird wenn überhaupt nur wenige Male im Jahr von Wanderern besucht. Die Tour ist aufgrund der vorherrschenden Einsamkeit sowie der bemerkenswerten Nah- und Fernblicke auf die umliegende Bergwelt eine lohnende Unternehmung für jeden konditionsstärkeren Wanderer - der weglose Abstieg über den Westgrat des Westernkienbergs sei jedoch nur absolut trittsicheren Bergsteigern mit gutem Orientierungssinn empfohlen - ansonsten raten wir über den bekannten Aufstiegsweg hinab zur Bärenmoosalpe zurück zu kehren und von dort über gemächliche Feldwege hinab ins Vilstal abzusteigen. Beim Rückweg durch das Vilstal hat der Aspirant nochmal gut 150 zusätzliche Höhenmeter zu absolvieren, beim Abstieg über den Westgrat des Westernkienbergs sind es sogar fast 220 Höhenmeter, die konditionsschwachere Wanderer sicher nochmal ein bisschen schlauchen werden. Ausgangspunkt für diese schöne Wanderung ist Kappl, ein kleiner Ortsteil von Schattwald im Tannheimer Tal.

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    Blick vom kleinen Ortsteil Kappl hinüber zu Ronenspitze, Ponten, Bschießer und Kühgundkopf. Wir steigen zu den letzten Häusern am Hang an, um dann rechts des kleinen Bachbettes des Wieslerbaches ein kurzes Stück weglos über Gras anzusteigen, bevor wir auf ein schmales Weglein mit einigen Markierungen stoßen.

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    Der kurze, weglose Aufstieg neben der kleinen Bachrunse über dem kleinen Ortsteil Kappl.

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    Beim Aufstieg zum Pirschling hat man durchwegs schöne Ausblicke, wie zum Beispiel hier der Blick hinüber auf Spießer, Jochschrofen, Hirschberg und Wertacher Hörnle.

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    Der weitere, stille Anstieg hinauf zum Pirschling ist einfach und leicht zu finden. Gut sichtbare Trittspuren weisen einem stets den Weg.

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    Der kleine Gipfelaufbau des Pirschlings liegt schon vor uns.

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    Genialer Ausblick beim Anstieg zum Pirschling: Gaishorn, Ronenspitze, Ponten, Bschießer und Kühgundkopf.

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    Am lang gezogenen Gipfelkamm des Pirschlings. Der Weg verläuft immer direkt an der Kammhöhe.

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    Gegenüber thront das herrliche Sorgschrofenmassiv. Die Überschreitung ist schon zur frühen Jahreszeit möglich und absolut lohnend.

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    Am Gipfel des Pirschlings angekommen. Hinten in der Bildmitte ist schon unser nächstes Gipfelziel und der höchste Punkt unserer Rundtour zu sehen - der 1.688 Meter hohe Schönkahler.

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    Beim Übergang zwischen Pirschling und Schönkahler blickt man auf den wenig auffälligen Kienbergkamm, dessen Überschreitung für den trittsicheren Gipfelaspiranten aber als absolut empfehlenswert gilt.

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    Rast am bekreuzten Gipfel des Schönkahlers. Hinten halb links der mächtige Berggestalt des Gaishorns am Vilsalpsee.

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    Blick vom Gipfelbereich des Schönkahlers auf Vorderes und Hinteres Ächsele. Rechts dahinter der komplett mit Fichtenwald überzogenen, behäbige Kamm des Westernkienberges.

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    Der Abstieg durch die Schönkahler-Nordflanke über steile Schneefelder erfordert etwas Trittsicherheit, ist aber im Grunde unproblematisch. Wir halten uns im unteren Teil der Nordflanke etwas links, um so ...

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    ... direkt auf eine kleine Verbindungsrippe zwischen Schönkahlermassiv und beiden Ächsele zu treffen. Dies spart uns einige Höhenmeter, außerdem ist der Übergang auf der Rippe wirklich lohnend.

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    Nach der Verbindungsrippe steigen wir auf gut sichtbarem Steiglein zwischen die beiden Ächsele an. Von hier aus gelangen wir in wenigen Minuten auf den Gipfel des hier sichtbaren Hinteren Ächseles.

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    Nach kurzer Pause machen wir kehrt und wandern gemütlich zum nur wenig ausgeprägten Gipfel des Vorderen Ächseles. Hier der Blick vom Gipfel des Vorderen Ächseles auf die Nordflanke des Schönkahlers. Der Abstieg vom Vorderen Ächsele vollzieht sich auf seichten Trittspuren. Alte Markierungen helfen bei der Orientierung. Unser nächstes Ziel ist die Bärenmoosalpe.

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    Nach erfolgreichem Abstieg durch teilweise steilen Wald vom Vorderen Ächsele ist schon die schöne Bärenmoosalpe zu erkennen, rechts dahinter der Kienberg.

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    Blick von der Bärenmoosalpe In Richtung Schönkahler.

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    Von der Bärenmoosalpe folgen wir dem Fahrweg bis zum Fuße des Westernkienberg-Ostgrates, um von dort stets an der Kammhöhe weglos anzusteigen.

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    Typisches Gehgelände am Ostgrat des Westernkienberges.

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    Ein Foto wie aus dem Bilderbuch - der Kienberg beim Anstieg zum Westernkienberg.

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    Die letzten Meter hinauf zum höchsten Punkt des Westernkienberges. Meist ist der Grat gut gangbar, nur selten versperren einem Bäume und Unterholz den Weg. Nach kurzer Pause und dem Bau eines kleinen Steinmannls machen wir uns an den auch weiter weglosen Abstieg über den teils sehr steilen Westgrat des Westernkienberges.

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    Der Abstieg über den Westgrat am Westernkienberg verlangt neben gutem Orientierungsvermögen im dichten Wald auch perfekte Trittsicherheit. (Stellenweise T4-5)

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    Kurze Querung unterhalb eines Felsabbruches. Danach sind es nur noch wenige Meter hinab ins Bachbett des Roten Erzbaches, welches wir sofort überqueren und auf der anderen Seite in ebenfalls sehr steilem Waldgelände wieder anstiegen, um so auf einen Forstweg zu gelangen, der uns auf schnellstmöglichem Wege ins schöne Vilstal hinab führt.

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    Kurz vor erreichen des Vilstals nochmals ein herrlicher Blick auf das Bergmassiv des Sorgschrofens. Ganz rechts kann man den kleinen Spitz des Tatzenriesköpfls erkennen.

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    Trotz Sprungsteg verzichten wir auf ein eiskaltes Bad in der Vils. :wink:

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    Westernkienberg und Hinteres Ächsele vom Vilstal aus gesehen.

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    Vom Vilstal aus gelangen wir über einen - etliche Höhenmeter ansteigenden - Forstweg wieder zurück nach Kappl. Oberhalb des Stausees konnten wir noch dieses geniale Foto vom Gratübergang zwischen Lochgehrenspitze und Sulzspitze schießen - wirklich beeindruckend!
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. Februar 2014
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