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Empfohlen Schwere Bergtour Bacherspitzen (2.640m) + Fallersteisspitze (2.634m)

Dieses Thema im Forum "Tourenbeschreibungen" wurde erstellt von Tobias, 17. August 2019.

  1. Tobias

    Tobias Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Isny/Maierhöfen
    Sehr schöne alpine und einsame Rundtour. Der direkt unterhalb verlaufende Hüttenweg erfordert 100% vorsichtiges Steigen im oft brüchigen Material.

    [​IMG] Gehzeit ca. 7h
    [​IMG] Kondition
    [​IMG] ca. 1.600Hm; 500Hm davon mit Rad
    [​IMG] Schwierigkeit T5/II
    [​IMG] Aussicht
    [​IMG] Empfehlung

    [​IMG] Tourengänger: Tobias

    Die Überschreitung der Bacherspitzen bietet im Kleinformat (und in technisch abgeschwächter Form) das, was der großzügige Gratübergang zur Weißschrofenspitze einmal bot - vor dem Bau des Arlberger Klettersteiges. Etwas niedriger schmiegen sie sich fast in die dahinterliegende Felsbollwerke ein und treten erst bei genauerem Hinsehen durch ihre eleganten Dolomit-Plattenwände als eigenständige Gipfel in Erscheinung. Die kecke, aus hellem Rätkalk gewachsene Fallersteisspitze will auf dieser Tour einfach mitgenommen werden, und auch der Abstieg über das "Verborgene Kar" schließt sich perfekt an. (Standplätze - und türkise Markierungen - sind am Normalanstieg zur Fallersteisspitze eingerichtet und könnten den Berg zu einer exklusiven Winter-/Frühlings-Skitour machen. Dass das verborgene Kar Traumgelände ist, muss nicht unterstrichen werden.) Die Tour bewegt sich mit einem "Zweier" sowie solidem T5 zwar im alpinen Genussbereich, verlangt aber mehr: Hier reicht es nicht, dem Gelände gewachsen zu sein, sozusagen selbst-sicher zu steigen, nein, hier muss absolut darauf geachtet werden, nichts nach Süden (links) loszutreten (hier wird jedoch öfter ein bissel umgangen), es würde praktisch unweigerlich den direkt in der Flanke verlaufenden Steig zur Ulmer Hütte treffen. Stellen "ausräumen" oder einfach mal etwas forscher loslegen? Nicht mal dran denken!

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    Mit dem Rad durchs schöne Almajurtal ...

    ... mittlerweile stark frequentiert. Ich meine, sogar Hinweise auf eine "Bike-Deadline" ab Mitte September gesehen zu haben.

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    An der Erlachalpe mit Blick auf Fallersteisspitze, Gamskarscharte und Verborgenes Kar ...

    ... hier wird später abgestiegen.


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    Auf dem Weg zum Almajurjoch + Bacheregg.

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    Erlachalpe und Roggspitze.

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    Kugla- und Schmalzgrubenspitze.

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    Leutkircher Hütte.

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    Bacheregg mit den Bacherspitzen.

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    Hier wird der Weg verlassen und zum Grat angestiegen.

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    Gratbeginn ...

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    ... linkshaltend im zweiten Grad zu erklettern.

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    Rückblick.

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    Weiter zur bekreuzten Östlichen- ...

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    ... und schließlich zur Westlichen Bacherspitze.

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    ...

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    Rückblick Östliche Bacherspitze.

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    ...

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    Rechts unterhalb verläuft die ganze Zeit der ziemlich viel begangene Hüttenweg. Maximale Vorsicht ist also angebracht!

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    ...

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    Auf der Westlichen Bacherspitze.

    Nun rechts über ein Geröllfeld absteigen und bald über Rinnen nach links in die von der Jörgscharte herabstreifende Geröllreiße wechseln. Auch ein Abstieg links (aus diesem Blickwinkel rechts) direkt in die Jörgscharte ist wohl möglich.

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    ...

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    ...

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    Noch ein Stück die Rinne links hinab, dann queren.

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    Auf mitunter etwas unangenehm zerbackenem Material hinab in den Geröllboden.

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    ...

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    Die Fallersteisspitze, das nächste Ziel.

    Sie wird in interessanter Kletterei (II) in oft gutem Fels erstiegen. Viel lose aufliegendes Material erfordert aber weiterhin erhöhte Vorsicht.

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    Leicht rechtshaltend ein- und emporsteigen.

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    Übersicht Bacherspitzen und Jörgscharte mit der Abstiegslinie.

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    Schöne, leichte Kletterei an der Fallersteisspitze.

    Im oberen Drittel dann splittriges Gehgelände.


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    ...

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    Abstieg von der Fallersteisspitze ...

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    ... und von der Gamskarscharte durchs Verborgene Kar zur Erlachalpe.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. Juli 2021
    Manu und Thom gefällt das.
  2. Andreas Pauls

    Andreas Pauls Registrierter Benutzer

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    9. August 2018
    Beiträge:
    5
    Eine weitere sehr schön beschriebene Tour auf dieser Seite. Ursprünglich bin ich über das Buch von Kristian Rath darauf gestoßen, aber die Bilder hier sagen natürlich mehr als tausend Worte. Die Zufahrt mit dem MTB kostet bereits ordentlich Körner, dann folgt eine entspannte Querung bis kurz vor dem Almajurjoch. Die Kletterei in einsamem Gelände war wieder einmal ein Hochgenuss, für den sich die darauf folgenden Mühen des Abstiegs allemal gelohnt haben.