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Die UIAA-Schwierigkeitsbewertung

Dieses Thema im Forum "Rund um die Bergtouren" wurde erstellt von Tobias, 22. September 2009.

  1. Tobias

    Tobias Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Die UIAA (Union Internationale des Associations d` Alpinisme) hat Richtlinien für Schwierigkeitsbewertung und Routenbeschreibung herausgegeben. Die Angabe der Schwierigkeit erfolgt in römischen Ziffern, wobei die einzelnen Grade schon seit geraumer Zeit durchwegs mittels eines "+" oder "-" modifiziert werden können (eigentlich war/ist dies erst ab dem III Grad üblich, allerdings im Bereich des Bergsteigens auch zur feineren Abstimmung der unteren Schwierigkeitsgrade absolut sinnvoll). Die Skala reicht(e) bis XI, Freaks arbeiten sich mittlerweile an die untere XII (!) (=9b) heran, wobei Touren, welche sich über dem - oder zumindest längere Zeit im - dritten Grad bewegen, auch explizit als Kletterunternehmungen bezeichnet und von "alpinen Normalverbrauchern" gewöhnlich nicht mehr (ohne Seil) begangen werden.

    (I): Geringe Schwierigkeiten. Einfachste Form der Fekskletterei (allerdings kein leichtes Gehgelände mehr!). Die Hände sind zur Unterstützung des Gleichgewichtes erforderlich. Anfänger müssen am Seil gesichert werden. Schwindelfreiheit ist bereits erforderlich.

    (II): Mäßige Schwierigkeiten. Hier beginnt die richtige Griff- und Trittkletterei, die die Dreipunktehaltung erforderlich macht. Für geübte Kletterer meist noch ohne Seilsicherung zu begehen.

    (III): Mittlere Schwierigkeiten. An exponierten Stellen sind Zwischensicherungen empfehlenswert. Senkrechte Stellen oder gut griffige Überhänge verlangen bereits Kraftaufwand. Sehr geübte und erfahrene Kletterer können Passagen dieser Schwierigkeit noch ohne Seilsicherung erklettern. Trotzdem ist die Mitnahme einiger Haken, Karabiner und Schlingen sowie die einwandfreie Kenntnis der Abseiltechnik erforderlich.


    In eigener Sache: Ein fester, kaum ausgesetzter IIer kann weitaus angenehmer sein als z.B. ein übelst brüchiger, exponierter Ier (oder extremes Gehgelände wie steilstes Gras, Geröll oder eine fiese Mischung aus allem...). Wir bemühen uns, solchen nicht unerheblichen Ergänzungen in unseren Berichten Rechnung zu tragen!
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Januar 2011