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Empfohlen Skitour / Snowboardtour Durchs Fischleintal auf den Sextener Stein (2.539m)

Dieses Thema im Forum "Tourenbeschreibungen" wurde erstellt von Thom, 7. Januar 2024.

  1. Thom

    Thom Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Ort:
    Isny im Allgäu
    Leichte aber enorm aussichtsreiche Modeskitour im Herzen der Sextener Dolomiten, welche unter der Woche dennoch nicht überlaufen ist. Beste Aussicht auf die nahegelegenen Drei Zinnen.

    Tour-Bewertung:

    [​IMG] Gehzeit: ca. 4,25 Std. Aufstieg
    [​IMG] Kondition
    [​IMG] Strecke: 14,8 km / ca. 1100 Hm
    [​IMG] Schwierigkeit
    [​IMG] Aussicht (geht fast nicht mehr besser!)
    [​IMG] Empfehlung (bei ausreichend Schnee)

    [​IMG]Tourengänger: Franzi, Thom

    Das Gebiet der Drei Zinnen ist im Winter vergleichsweise einsam, orientiert man sich am jährlichen Massenansturm im Sommer und Herbst. Und da man im herrlichen Skiurlaub auch nicht immer nur faul mit Liftunterstützung unterwegs sein kann, wollten wir uns eine kleine Skitour mit Blick auf eine der bekanntesten und eindrücklichsten Berggestalten des gesamten Alpenraumes gönnen. Glücklicherweise bescherte Petrus an Silvester ca. 20-25cm Neuschnee, was diese Unternehmung erst möglich machte, leiden die Dolomiten doch zu Winterbeginn ebenfalls an chronischem Schneemangel wie unsere heimatlichen Berge. Von unserem Urlaubsdomizil am Toblacher See ist zudem die Anfahrt hinauf ins Fischleintal recht kurzweilig, ein früher Aufbruch an Neujahr garantierte zudem freie Straßen. Geparkt wird am gebührenpflichtigen Parkplatz (5,00€/Tag, Stand 01.01.2024) vor dem Dolomitenhof, anschließend geht es auf gemütlichen Forstwegen in einer knappen halben Stunden nach hinten zur Talschlusshütte.

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    Die frühmorgendlichen Wolken geben auf dem Weg zur Talschlusshütte zum ersten Mal die uns umgebende Felsszenerie frei. Mittig der kecke Zacken des Hochleist, links die wuchtigen Vorbauten des Elferkofels und rechts das wilde massiv des Einserkofels.

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    An der Talschlusshütte geht es dann rechts vorbei, wir folgen den Wegweisern Richtung 3-Zinnen-Hütte.

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    Im Prinzip folgt man beim Anstieg dem markierten Sommerweg, für Varianten im Aufstieg oder der Abfahrt fehlt leider nochmal gut ein halber Meter Schnee. Dadurch wird die Abfahrt später etwas anspruchsvoller, trotzdem kommen wir verwunderlicher Weise fast ohne Schiebestrecken wieder hinab zur Talschlusshütte.

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    Auch wenn ein wenig mehr Schnee wünschenswert gewesen wäre, die Ausblicke über die gesamte Tour hinweg sind derart großartig, dass man den ein oder anderen Kratzer an den neuen Tourenskiern gerne in Kauf nimmt. Hinten rechts die Hochbrunnerschneid, ein sehr anspruchsvoller Skitourengipfel.

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    Der Aufstieg hinauf zur 3-Zinnen-Hütte zieht sich etwas, ist aber schön und abwechslungsreich. Lediglich 2 Tourengeher und 2 Schneeschuhgänger spuren uns den Weg, ansonsten ist es ruhig. Hinten der herrliche Felsturm des Einserkofels, welcher eine Vielzahl von Kletterrouten bieten würde. Lecker!

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    Viel schöner geht es glaub ich nicht mehr ...

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    Der Weg hinauf zur 3-Zinnen-Hütte vollzieht sich über mehrere Geländewellen hinweg. Mit zunehmender Höhe wird die Aussicht immer besser und immer spektakulärer. Bald ist das Hochplateau erreicht ...

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    ... und unser Gipfelziel, der Sextener Stein links sowie sein unmittelbarer, etwas spektakulärerer Nachbar, der Toblinger Knoten kommen ins Blickfeld. Der weitere Aufstieg erfolgt in einigen Spitzkehren hinauf in den seichten Sattel zwischen den beiden kleinen Gipfelchen.

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    Irgendwann blitzen dann schließlich auch die berühmten Felszacken über der nächsten Geländekante hervor. Einige Meter vor der 3-Zinnen-Hütte wenden wir uns nach rechts und steigen über mäßig steile Hänge weiter hinauf - ab hier gibt es dann auch herrliches Abfahrtsgelände, vor allem bei Neuschnee.

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    Traumbedingungen. Hinten uns der mit einem Wandersteig erschlossene Innichriedlknoten.

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    Elferkofel, Einserkofel, Hochbrunnerschneid, Oberbacherspitzen, Zwölferkofel und die Crode del Piani.

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    Aufstieg in den flachen Sattel zwischen Toblinger Knoten und Sextener Stein.

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    Gigantischer Blick auf Zwölferkofel und Paternkofel gegenüber.

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    Der Gipfel des Sextener Steins ist erreicht. Von gegenüber grüßen die Drei Zinnen, das allseits bekannte Wahrzeichen der Sextener Dolomiten. Trotz Temperaturen unter -10°C und einem üblen Föhnsturm verharren wir einige Minuten und genießen diesen unglaublichen Anblick - und das komplett alleine.

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    Der formschöne Felsturm des Toblinger Knoten vom Gipfel des Sextener Steins aus gesehen. Links dahinter das wildzerklüftete Massiv des Haunold, welcher eine gewisse Ähnlichkeit mit unseren Allgäuer Rosskarspitzen aufweist - oder eben umgekehrt.

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    Nochmal ein Gruß Richtung Drei Zinnen, bevor wir uns an die teils schöne, teils abenteuerliche Abfahrt machen.

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    Die Abfahrt hinab zur Talschlusshütte verlangt bei geringer Schneehöhe einen geschickten Skifahrer. Dann macht es trotz einiger Steinkontakte richtig viel Spaß.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. Januar 2024
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