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Empfohlen Klettern Eferagrat via "Rechter Einstieg" (V+)

Dieses Thema im Forum "Klettern & Bouldern" wurde erstellt von Thom, 10. Juli 2023.

  1. Thom

    Thom Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Ort:
    Isny im Allgäu
    Herrliche, recht gut gesicherte Plattenkletterei auf einen immer noch einsamen Gipfel des Lechquellengebirges.

    [​IMG] Tourenzeit ca. 6,5 Std. / Kletterei ca. 2 Std.
    [​IMG] Kondition
    [​IMG] ca. 1.300 Hm / ca. 200 Hm Kletterei
    [​IMG] Schwierigkeit V+
    [​IMG] Aussicht
    [​IMG] Empfehlung

    [​IMG]Tourengänger: Franzi, Tobi, Thom

    "Jeaz gond' buaba ond d'fehl scho widr am Efera klettra". Ja selbstverständlich. Und wenn es gut läuft, dann werden wir sicher noch einmal wieder kommen, um eine der spärlich abgesicherten Routen im rechten Bereich der Südwand zu inspizieren. Natürlich ist die hier vorgestellte Route nicht annähernd so bekannt und "oft" begangen wie die Schönebergkante, zudem in Gänze merklich einfacher, was die Schwierigkeiten angeht. Dennoch gefühlt ebenso lohnend und schön zu begehen. Die Route ist vernünftig abgesichert, aber keineswegs übertrieben - eignet sich eigentlich wunderbar, um in eine neue Bergsaison am Seil zu starten - ist aber auch zur blumenblühenden Zeit (macht den doch etwas längeren Zustieg kurzweiliger, zumindest für Freunde der heimischen Flora) ein Genuss. Als Zugang zum Eferagrat nehmen wir mal wieder den Güterweg von der Hochtannbergpassstraße hinauf in Richtung Biberacher Hütte.

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    Dieser ist nach den ersten steileren Metern recht gemütlich zu begehen und zudem aussichtsreich. Im Hintergrund der farbenfrohe Gipfel des Schadona Rothorns - für Steilgrasliebhaber nett zu überschreiten.

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    Kurz darauf müssen wir aufgrund des Almauftriebes an diesem Tag den gemütlich Fahrweg verlassen und steigen kurzer Hand weglos direkt zum Giglturm an, um uns die Südrouten einmal aus der Nähe anzusehen.

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    Giglturm direkt voraus, kurz nach links ausgewichen und schon sind wir wieder auf dem markierten Wanderweg hinauf zur Hochkünzelspitze, welchem wir aber nur kurz folgen.

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    Wunderbare Ausblicke in die faszinierende Gipfellandschaft des Lechquellengebirges. Vom Wanderweg hinauf zur Hochkünzelspitze zweigen wir nun nach links durch eine grasige Karmulde ab und steigen dem Glattjöchl weglos entgegen.

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    Ankunft Glattjöchle. Im Hintergrund sind Schönegg, Eferagrat und Rosseck schon zu erkennen.

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    Auf geeigneter Route steigen wir den köstlichen Felsen des Eferagrates entgegen. Unser Einstieg befindet sich einige Meter rechts neben der berühmten Kante im Schrofengelände.

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    Die erste Seillänge ist sehr schrofig (II), legt man den Anstieg über die festen Felsanteile, so wird es zwar um einiges anspruchsvoller (bis IV-), allerdings verhindert man so leichter Steinschlag und es macht zu alledem deutlich mehr Spaß. Bis zum Stand am markanten Querband muss selbst versichert werden.

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    Die zweite Seillänge ist dann typisch Eferagrat (IV). Über geneigte, wasserzerfressene Platten geht es überwiegend in bombenfestem Fels hinauf zum Zwischenstand, welchen wir gerne nutzen.

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    Vom Zwischenstand nun minimal schwieriger (IV+) über die wunderbaren Platten, weiter oben wird's etwas steiler zum Stand hin (V+), alles aber noch definitiv im Plaisierbereich.

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    Von unserem dritten Stand (Orgininalroute 2. Stand) wirkt der Blick nach unten äußerst schrofig, dem ist aber nicht so. Natürlich muss auf dein kleinen Zwischenbändern stets vorsichtig gestiegen werden, um nicht die Seilkollegen weiter unten zu gefährden, dies ist aber gut machbar.

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    Über eine schöne Rissverschneidung (V) zieht unsere 4. Seillänge in (ent-)spannender Kletterei nach oben.

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    Blick vom Stand in unsere 4. Seillänge. Auch hier ist der Fels zumeist von vernünftiger Qualität.

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    Über den Originalweg (IV) steigen wir über eine kleine Verschneidung an einem weiteren Zwischenstand vorbei ...

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    ... um schließlich über einen markanten, selbstzuversicherenden (1er oder 2er Friend) und lohnende Riss (IV+) direkt hinauf zum Gipfelkreuz zu steigen.

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    Kurzes Verweilen am stets einsamen Gipfel des Eferagrates.

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    Der Abstieg erfordert wie immer einen sicheren Tritt über die steilen Grasbalkone, welche sich aberwitzig an die steilen Wandfluchten der Kalkplatten anschmiegen.

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    Kurzer Besuch auf dem botanisch sehr attraktiven Schönegg. Der Miniabstecher empiehlt sich in jedem Fall, auch wenn man für Blumen nichts übrig hat. Die Abstiegsroute hinab zum Glattjöchl wird dadurch in jeder Hinsicht angenehmer.

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    Zudem erhält man einen herrlichen Blick auf Eferagrat, Rosseck und dem Schöneberg. Kurze Anmerkung: der hier sichtbare kurze Westgrat des Eferagrates ist mit zahlreichen Bohrhaken ausgestattet, für versierte Bergsteiger wohl auch seilfrei begehbar (Obacht - nur meine persönliche Einschätzung auf Sicht).

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    Herrlich blumenreicher Abstieg hinab zur Scharte des Glattjöchl. Wir verfolgen den Grat weiter ...

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    ... bis hinauf zur kleine aber teils steilen Glattjöchlspitze. Den Abstieg legen wir über die sehr steile Westflanke hinab zur Biberacher Hütte, welcher wieder einen sicheren Tritt in derartigem Gelände voraussetzt. Im Hintergrund die Hochkünzelspitze mit ihrem "lohnenden" Südgrat.
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. September 2023
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