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Empfohlen Klettern Falschkogel "Direkte Nordwand" (VI-)

Dieses Thema im Forum "Klettern & Bouldern" wurde erstellt von Tobias, 19. Juni 2022.

  1. Tobias

    Tobias Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Isny-Maierhöfen/Reutlingen
    Sehr beliebter Klassiker für heiße Tage und müde Beine. Homogen, kurz, schön.

    [​IMG] Kletterei (ca.200m, 6SL) ca. 1,5h, An- und Abstieg ca. 2,5-3h

    [​IMG] Kondition
    [​IMG] ca. 600HM, davon ca. 200m Kletterei
    [​IMG] Schwierigkeit VI-/T4-5 I-II Gipfelanstieg rechts herum
    [​IMG] Aussicht
    [​IMG] Empfehlung

    [​IMG] Tourengänger: Tobi, Thom


    Vor ziemlich genau drei Jahren gings bei praktisch gleich schönen Bedingungen durch die "Terrassenwanderung", heute sollte es eigentlich der Maldongrat mit seiner "Westsidestory" werden. Aber wenn die Nordostwand des Falschkogels schon in der Früh voll in der Sonne liegt, und dazu noch von keiner einzigen Seilschaft beklettert wird, dann ist klar, was zu tun ist... (Ganz nebenbei: Solls trotz komfortabel kurzem Zu- und Abstieg eine volle Tagesunternehmung werden, dann lassen sich besagte Unternehmungen auch nach Lust und Laune kombinieren.) Der 2009 sanierte Klassiker von 1968 - damals mit V+ bewertet - konnte uns jedenfalls voll überzeugen. Ziemlich homogen im vierten und fünften Schwierigkeitsgrad geht es im griffig-rauen, festen Fels (teils sichtbare Begehungsspuren stören nicht) bei guter Absicherung und bequemen Ständen empor. Die tolle Schlüssellänge verlangt ebenfalls anhaltendes Klettern im oberen fünften, kurz wohl auch unteren sechsten Grad. Die generelle Bewertung der Tour mit VI- geht unserer Ansicht nach somit auch voll in Ordnung. Wie schon gesagt, die Absicherung ist gut, jedoch sind die Schlüsselstellen zwingend zu klettern. Die letzte SL nach der Crux erfordert vorsichtiges Steigen, da hier nicht alles ganz fest ist und Steine den direkten Rinnenweg (hier auch größere Hakenabstände) zum Standplatz nehmen würden. Als Anfängertour eignet sich die "Direkte" somit nicht.

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    Einstieg "Direkte Nordwand"

    Die Schwierigkeiten steigern sich langsam, die abschließende IV+ ist vergleichsweise hart bewertet.

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    Stand nach zweiter SL.

    Nach einem etwas abdrängenden Start (V-) gerade empor. Nun quert man über Schrofen nach rechts und steigt langsam wieder schärfer hinauf.

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    Blick aus der zweiten SL zum eben erwähnten Stand.

    Hier die wieder steile Passage nach der kurzen Schrofenquerung.


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    Start dritte SL.

    Kompakt, steil, griffig. Durchgehed IV+ und IV.

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    Die etwas leichtere vierte SL unter die Crux (III-IV).

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    Fünfte SL.

    Eine leicht nach links leitende Verschneidung geht in einen ausgesetzten "Kamin" mit Doppelriss über. Homogen und anhaltend, sehr schöne Kletterei (bis VI-). Ich empfand beide Passagen in etwa auf gleichem Niveau.

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    Anhaltend steil auch nach der Einstiegsverschneidung.

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    Start sechste SL.

    In einer Rinne wirds bald etwas brüchiger. Auch die Hakenabstände werden deutlich größer. Mit gut 40 Metern die längste SL (IV und III).

    Am Standplatz am besten zusammenpacken und mit der nötigen Vorsicht über leichtes Kraxel- und Schrofengelände (I-II, T4-5) nach rechts ausholend den Gipfel ersteigen (Pfadspuren).
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. Juni 2022
    Jens und Thom gefällt das.
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