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Schwere Bergtour Höfats (2.258 m) SO Gipfel über die Höfatswanne

Dieses Thema im Forum "Tourenbeschreibungen" wurde erstellt von Johannes, 12. Juli 2011.

  1. Johannes

    Johannes Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Allgäu
    Anspruchsvolle Rundtour auf die Höfats mit Aufstieg über die Höfatswanne, danach vorbei an der Biwakschachtel und der Gufel auf den SSW-Grat. Abstieg über den Älpelesattel.

    [​IMG] Gehzeit: 5,5 Stunden mit Bike
    [​IMG] Kondition
    [​IMG] ca. 1500 Hm
    [​IMG] T5-6 / Schwierigkeit II
    [​IMG] Aussicht
    [​IMG] Empfehlung

    [​IMG] Tourengänger: Johannes

    Route: Parkplatz Renksteg - Gerstruben - Höfatswanne - Biwakschachtel - SO Gipfel - Älpelesattel - Dietersbacher Alpe - Gerstruben - Parkplatz Renksteg

    Nachdem ich es vor 3 Jahren noch nicht mit Thom und Tobias auf die Höfats geschafft habe
    stand die Höfats schon lange auf meiner Wunschliste. Mitte Juli ergab es sich dann dass ich einen Vormittag frei nehmen konnte und auf Grund der trockenen & stabilen Wetterverhältnisse stand schnell fest dass es auf die Höfats gehen sollte. Um Zeit im Aufstieg vom Parkplatz am Renksteg nach Gerstruben zu sparen empfiehlt sich ein Bike. Der Weg nach Gerstruben war für mich zwar gegen Ende dann doch zu steil, aber allein wegen der Abfahrt lohnt sich die Mitnahme eines Fahrrads. Eine interessante und sehr ausführliche Einleitung zur Höfats hat Tobias in seiner Tourenbeschreibung verfasst.

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    Edelweiß, im Hintergrund der Beginn des Bettlerrücken, dahinter der Fürschießer und das Allgäuer Dreigestirn.

    Vorab: Meine Hoffnung auf Edelweiß zu stoßen wurde nicht zerstört - ganz im Gegenteil: der ganze Weg von der Biwakschachtel bis kurz unter den Gipfel war mit zahlreichen Edelweißpflanzen bewachsen.

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    Meine grobe Aufstiegsroute durch die Wanne (grün punktiert):

    Vom Fahrraddepot (~1.270m) dort aufsteigen wo der innere Höfatstobel herabkommt. Neben dem Bach rechts ca. 20 Minuten aufwärts bis man den Bach nach links überqueren kann (siehe nächstes Foto). Dann auf dem Pfad nach links ausholend nach oben bis in 1.650m Höhe. Dort nach rechts und über eine Bachrunse auf eine Geländerippe, auf dieser führt der gut erkennbare Pfad zum Bergwachthüttchen unter der Gufel.

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    Stelle der Bachüberquerung, in hüfthoher Vegetation ist der Pfad nicht leicht zu finden.

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    In der Mitte des Bilds lässt sich der Pfad erahnen.

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    Nachdem der Weg etwas nach "links" ausgeholt hat geht es über steile Grashänge nach "rechts" in die Höfatswanne.

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    Zum ersten mal steht mit in der steilen Flanke mit Blick auf die Gipfel der Höfats - wirklich beeindruckend!

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    Der weitere Weg quert an den Tannen auf die Geländerippe rechts im Bild - der Pfad ist rechts unten im Bild zu erkennen.

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    Der Sattel zwischen Bettlerrücken und den Kegelköpfen, dahinter der Fürschießer.

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    Die Kegelköpfe hatte ich im Jahr zuvor besucht, wie hier beschrieben.

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    Die Biwakschachtel lässt sich zum ersten mal am heutigen Tag vom Aufstieg auf der Geländerippe sehen.

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    Das berüchtigte Höfatsklo - wer sich traut :o

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    Die Biwakschachtel unter der Gufel - die Bank davor bietet sich hervorragend als Rastplatz für das überfällige Frühstück an. Ein außergewöhnlicher Vesperplatz der mir im Gedächtnis bleiben wird.

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    Auf den Nordwestgipfel gehts wohl zuerst 30m über die die schiefrige Rippe und dann wieder nach links in eine rote Runse, die gegen die Höfatsscharte zieht (siehe Tour 1347 im AVF).

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    Mein weiterer Aufstiegsweg führt rechts auf steilen, zugewucherten Erdpfaden (sehr erdig, II) an der Gufelhöhle vorbei in Richtung SSW-Grat.

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    Blick hinab zur Biwakschachtel vom Aufstieg zum SSW-Grat. Der Weg ist sehr erdig und steil, der Weg komplett ausgespült vom Regen.

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    In etwa oberhalb der Gufel beginnt das Edelweiß zu wachsen. Gerade auf dem selten begangenen Weg von der Biwakschachtel sind wirklich viele Pflanzen zu finden. Sehr eindrucksvoll!

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    Angekommen auf dem SSW-Grat sehe ich ein paar Jungs die über den Südgrat zur Höfats aufsteigen.

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    Der weitere Aufstieg über den Grat ist wirklich herrlich und gehört für mich zu den schönsten Passagen dieser Tour. Es bleibt anspruchsvoll und die Tiefblicke erinnnern einen ständig daran dass ein Ausrutscher hier wohl im Dietersbachtal endet.

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    Der SSW-Grat - unten erkennt man den Punkt an dem der Pfad aus der Wanne auf den Grat gelangt.

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    Edelweißstöcke mit vielen Blüten sieht man hier einige.

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    Glücklich und mit Fliege auf der Backe am Gipfel angekommen :smile:

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    Der Gipfelgrat der kleinen Höfats - in der Mitte dahinter erkennt man den Doppelgipfel des Seilhenkers. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich mir noch nicht im entferntesten vorstellen diesen Gipfel zu besteigen.

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    Blick zum Mittelgipfel und Nordwestgipfel - beide werden bei der Höfatsüberschreitung überklettert.

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    Die kurze IIer-Stelle kurz unterhalb des Gipfels.

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    Der weitere Abstieg über den Südgrat Richtung Älpelesattel. Vorsicht ist hier zwar trotzdem geboten, jedoch empfand ich den Abstieg im Vergleich zum Aufstieg über die Höfatswanne als einfacher. Auch der AVF (Tour 1347) schreibt meines Erachtens zurecht "deutlicher anspruchsvoller als Tour 1346" (Südgrat).

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    Auch entlang des "Normalwegs" finden sich zahlreiche Edelweißpflanzen.

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    Nach zügigem Abstieg zum Älpelesattel und vorbei an der Dietersbachalpe zurück am Fahrraddepot. Es folgt die rasante Abfahrt zum Parkplatz am Renksteg.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 8. April 2014
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