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Leichte Bergtour Heilbronner Weg (kurz) - Steinschartenkopf, Wilder Mann und Bockkarkopf

Dieses Thema im Forum "Tourenbeschreibungen" wurde erstellt von Thom, 2. August 2014.

  1. Thom

    Thom Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Isny im Allgäu
    Der Heilbronner Weg - einer der berühmtesten und beliebtesten Eisenwege der Nördlichen Kalkalpen in einer etwas gekürzten Fassung. Teils gigantische Ausblicke.

    Tour-Bewertung:

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    ca. 7,5 Std.
    [​IMG] Kondition
    [​IMG] ca. 1.950 Hm / 23,7 km (davon 10 km mit Fahrrad)
    [​IMG] Schwierigkeit
    [​IMG] Aussicht
    [​IMG] Empfehlung (stets überlaufen!)

    [​IMG]Tourengänger: Johannes, Thom

    Wer festivaltour.de aufmerksam verfolgt, weiß, dass wir derart überlaufene Höhenwege und Gipfel eigentlich gerne meiden. Dennoch ist irgendwann einmal der Punkt gekommen, an dem man sich ein eigenes Bild von diesem berühmten Eisenweg machen möchte. Schließlich muss diese Tour ja echt was können, wenn sie so viele Bergbegeisterte in ihren Bann zu ziehen vermag. Während der Saison empfiehlt sich natürlich ein Besuch des Heilbronner Höhenweges eher unter der Woche, bevölkern an den Wochenenden doch tatsächlich Hundertschafften die Steiganlage sowie die dadurch verbundenen Stützpunkte Rappenseehütte und Kemptner Hütte. Wer dann noch gutes Wetter erwischen sollte, - wir hatte wie so oft in dieser verkorxten Saison pech, aber sei es drum - wird garantiert eine herrliche Wanderung mit alpinem Charakter und grandioser Aussicht erleben. Konditionsschwächere Geher sollten mindestens eine Übernachtung bei bereits genannten Stützpunkten in Betracht ziehen, stärkeren Gehern dürfte vor allem unsere verkürzte Runde als Tagestour keinerlei Probleme machen. Wir wählen den etwas längeren Aufstieg über die Enzianhütte und Rappenseehütte hinauf zum Heilbronner Höhenweg, obwohl die Runde in umgekehrter Richtung wohl gleich lohnend sein dürfte. Ausgangspunkt für diese Tour ist Faistenoy. Vom großen Wanderparkplatz der Fellhornbahn geht es mit dem Fahrrad rasch hinauf nach Einödsbach. Von hier aus dann zu Fuß über die Petersalpe weiter in Richtung Enzianhütte.


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    Blick auf die Schafalpenkette beim Aufstieg zur Enzianhütte. Fast alles deutet auf einen Traumtag hin.

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    Kurz vor Erreichen der schön gelegenen Enzianhütte. Im Hintergrund tauchen Hochrappenkopf und das nur selten besuchte Rappenköpfle bereits auf. Leider gewinnen die Wolken immer mehr die Oberhand. Pfui!

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    Der meist erdige und oft feuchte Wanderweg zwischen Enzianhütte und Rappenseehütte ist eigentlich nirgends anspruchsvoll, dennoch sollte man über ein gewisses Maß an Trittsicherheit verfügen. Bei der Überquerung des Dauerschneefeldes kurz nach der Enzianhütte sollte jeder Tritt sitzen.

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    Ungleiches aber dennoch hübsches Paar - Hochrappenkopf und Rappenköpfle.

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    Bei unserem Anstieg hinauf in die Große Steinscharte erhaschen wir einen letzten wolkenfreien Blick zurück auf Rappenköpfle, Rappenseehütte und die dahinter liegende Berglandschaft.

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    Rückblick auf die Große Steinscharte, rechts ein Teil der Rotgundspitze, linker Hand Hochgundspitze, Rappenseekopf und Hochrappenkopf. Die Bergwege sind stets mehr als ausreichend markiert und gut ausgeschildert. Die Orientierung fällt zu keinem Zeitpunkt schwer.

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    Der Einstieg zum Heilbronner Höhenweg ist erreicht. Zunächst zieht dieser auf moderat zu begehenden Felsbändern (evtl. Steinschlag durch vorausgehende Wanderer!) inklusive Stahlseilsicherung nach rechts bis zu einer Weggabelung. Dort kann man nun entweder weiter nach rechts in einer knappen halben Stunde auf das Hohe Licht wandern oder wie in unserem Falle linker Hand der Kleinen Steinscharte entgegen gehen.

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    Ab und an gibt es sogar Kraxelstellen, welche aber kaum den I. Schwierigkeitsgrad erreichen und daher nicht bei uns in die Bewertung eingeflossen sind.

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    Am berühmten Heilbronner Törle.

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    Blick vom Höhenweg beim Auftsieg zur Kleinen Steinscharte auf das Massiv des Wilden Mannes, welcher sich später ganz einfach und mit nur geringem Zusatzaufwand mitnehmen lässt.

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    Künstlich geschaffenes Felsband kurz vor Erreichen des Steinschartenkopfes, eines der Schaustücke des Heilbronner Weges.

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    Kurz darauf gehts über ein Stahlleiter unschwierig nach oben ...

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    ... und über eine Stahlbrücke auf den Steinschartenkopf - übrigens der höchste Punkt der gesamten Unternehmung. Dieser Abschnitt ist trotz der vielen Eisenverbauungen der exponierteste und alpinste der gesamten Runde. Etwas Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind obligat für eine Begehung.

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    Weiter geht es auf schönen Felsbändern hinüber in Richtung Wilder Mann. Dieser wird allerdings von den meisten Begehern des Heilbronner Höhenweges außer Acht gelassen, da er nicht direkt auf der Route liegt.

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    Interessierte können den unspektakulären aber dennoch mächtigen Gipfel vom Höhenweg aus unschwierig in wenigen Minuten erreichen. Im Steinmannl befindet sich seit unserem Besuch ein kleines Gipfelbuch.

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    Mächtiger Gendarm im Grat zwischen Wilder Mann und Bockkarkopf. Allerdings wird dieser bedrohlich wirkende Turm einfach in seiner Nordflanke umgangen - schön ist er trotzdem.

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    Der Aufstieg aus der Socktalscharte hinauf zum Bockkarkopf verläuft recht unspektakulär. Vom Bockkarkopf genießt man bei guter Witterung eine grandiose Aussicht. Es besteht auch die Möglichkeit aus der Socktalscharte direkt zum Waltenberger Haus über einen etwas anspruchsvolleren Wanderweg abzusteigen.

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    Blick vom Bockkarkopf hinab auf das Waltenberger Haus, die Berge der Guten Hoffnung und die mehr als bekannte Trettachspitze. Über die Bockkarscharte geht es nun weiter Richtung Waltenberger Haus.

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    Das Waltenberger Haus lädt mit seiner hübschen Terasse zu einer ausgedehnten Rast ein.

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    Der Abstieg über das Bacherloch ist auch bei weniger guten Wetterverhältnissen ein nettes und kurzweiliges Erlebnis (Trittsicherheit absolut wichtig!). Im Sommer strotzen die Hänge nur so vor grün - wirklich beeindruckend.
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. September 2014