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Empfohlen Klettern "Herbstsonne" (V+/VI-) Oberstdorfer Hammerspitze

Dieses Thema im Forum "Klettern & Bouldern" wurde erstellt von Tobias, 11. Juni 2022.

  1. Tobias

    Tobias Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Isny-Maierhöfen/Reutlingen
    Wenig begangen; trotz überschaubarer Schwierigkeiten alpiner Touch. Nach Regen länger nass.

    [​IMG] Kletterei (270m, 6-7SL) ca. 3h, Drumherum nochmals ca. 5-6h

    [​IMG] Kondition
    [​IMG] ca. 1300HM, davon ca. 270m Kletterei
    [​IMG] Schwierigkeit V+/VI-/Ca. T4-5,II bei der Überschreitung
    [​IMG] Aussicht (oben dann...)
    [​IMG] Empfehlung

    [​IMG] Tourengänger: Tobi, Franzi, Thom


    Jetzt erst mal ne kühle Dusche. So oder so ähnlich schien die Herbstsonne im Frühsommer gedacht zu haben, nachdem die Temperaturen außerhalb der bis mittags schattig-kalten Schlucht tatsächlich badetauglich waren. Die Regen- bzw. Schneefälle der vergangenen Tage waren jedenfalls sehr deutlich zu spüren, und ein Tag abtrocknen war zu wenig. Was tun? Einsteigen oder als Ersatzprogramm an der Perlenschnur über den Mindelheimer KS vorrücken? Die erste einsehbare Schlüsselstelle war jedenfalls tropfnass, sah aber nach rechts umgehbar aus. Und tatsächlich (mittlerweile war die Entscheidung getroffen), es ging gut, und sogar ein Bohrhaken war angenehmerweise aufzufinden! Und so gings weiter: Oft trocken, mal nass steigt man höher. Tritte und Griffe sind immer gut, ernstere Reibung gibts praktisch nicht, sodass die Nässe gar kein echtes Hindernis, vielmehr eine "Art alpine Bereicherung" der schönen, aber technisch eher überschaubaren Kletterei bot. Die Absicherung ist solide, jedoch sind weitere Hakenabstände zu erwarten. (Z.B. muss die Schlüsselstelle: der kleine Wulst direkt am Ausstieg, mehrere Meter über dem letzten Haken geklettert werden.) Der angegebene Grad ist also absolut sicher zu beherrschen. Der Fels ist zwar meist fest, an den Ständen liegt allerdings viel loses Material herum (das beim Abrutschen praktisch nur den Weg über die Route nach unten kennt) und verlangt große Vorsicht, besonders wenn mehrere Seilschaften in der Tour unterwegs sind. Das ist bei durchschnittlich einer Hand voll Begehungen pro Jahr sehr unwahrscheinlich, heute jedoch nicht. Wird im Anschluss die schöne Traverse über Hochgehren- und Walser Hammerspitze drangehängt (Ca. T4-5, II), ist ein ziemlich anstrengender, toller Bergtag komplett.

    [​IMG]

    Am Einstieg der "Herbstsonne". (Die Route "Plan B" startet auch hier.)

    Zuerst hält sich die Tour im rechten Bereich der Schlucht, im oberen Drittel quert sie steil nach links weg.

    [​IMG]


    Rückblick in die erste SL (II-III).

    [​IMG]


    Zweite SL.

    Die erste Schlüsselstelle haben wir aufgrund der Nässe rechts umgangen (1 Haken auf etwa 20m, ca. IV+).

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    Über kompakten Fels gehts nun direkt in die Schlucht (kurz IV, dann III/III+).

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    Genussvolle - meist freie - Kletterei in der Schlucht (III-III+).

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    Aus der Schlucht nun nach links heraus.

    Ein unterere Fünfer führt steil zum Wandbuch. Sicheres Steigen ist angesagt, zwei Haken auf etwa 20m sind nicht allzu viel.

    [​IMG]

    Nasse, aber schöne Fünferkletterei ab Wandbuch.

    Im unteren Teil solid gesichert, oben wirds dann windiger.

    Leider keine Bilder aus der letzten SL. Kurz im Schrofengelände (II-III) gerade empor, dann steile, schöne Kletterei (IV+, 2 Haken), kurz einfacher (letzter Haken), dann über den abschließenden, griffigen Wulst (V+/VI-). Vorsicht: Hier gibts unter den Henkeln auch ein, zwei Wackelkandidaten!
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. Juni 2022
    Thom gefällt das.