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Leichte Bergtour Hohenfluhalpkopf (1.636m), Eineguntkopf (1.639m), Falken (1.561m) und Hochhäderich (1.566m)

Dieses Thema im Forum "Tourenbeschreibungen" wurde erstellt von Thom, 20. Mai 2012.

  1. Thom

    Thom Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Isny im Allgäu
    Rundtour von Süden auf die 4 westlichsten Gipfel der Nagelfluhkette. Vegetation, Ausblick und die spannende, teilweise stahlversichtere Überschreitung des Hochhäderich sprechen für sich.

    Tour-Bewertung:

    [​IMG] ca. 5 Stunden.
    [​IMG] Kondition
    [​IMG] ca. 950 Hm / ca. 10 km
    [​IMG] Schwierigkeit I / T2-3
    [​IMG] Aussicht
    [​IMG] Empfehlung

    [​IMG]Tourengänger: Tobias, Johannes, Thom

    Diese vier westlichsten Gipfel der Nagelfluhkette lassen sich zu einer prima Rundtour kombinieren, besonders lohnend wird diese, wenn man das Lecknertal, bzw. den Lecknersee als Ausgangspunkt für diese Unternehmung wählt. Die Vorteile hierfür liegen auf der Hand: die südseitige Exposition der Tour lässt eine überwiegend schneefreie Besteigung schon zur frühen Jahreszeit zu und die Bergwege vom Lecknertal hinauf zu den Gipfeln der Nagelfluhkette sind außerhalb der Saison noch nicht zu arg überlaufen. Die Rundtour ist einfach, erfordert aber bei der Überschreitung des Hochhäderich Trittsicherheit in den meist stahlseilversicherten Nagelfluhschrofen an dessen Ostgrat. Die eigentliche Schlüsselstelle (I+) ist ebenfalls stahlseilversichert und liegt etwas östlich vor dem Ostgrat des Hochhäderich. Ein steiler, in zwei Stufen unterteilter Abschwung, der trotz Versicherung etwas Armkraft benötigt. Hierzu aber später noch ausführlichere Details. Ausgangspunkt für unsere kleine Rundtour ist der Wanderparkplatz knapp westlich des Lecknersees, den wir über eine kleine Mautstraße (3€; Stand Mai 2012) von Hittisau aus erreichen. Von hier aus steigen wir über breite Feldwege über die Egg-Alpe, Juliansplatte-Alpe, Glockenplatte-Alpe hinauf zur Rohne-Alpe.

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    Rückblick auf die Juliansplatte-Alpe. Zwischen Baum und Alpe lugt gerade noch so die Winterstaude heraus.

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    Rückblick zur Rohne-Alpe, halb rechts dahinter der Gipfel des Falken. Von der Rohne-Alpe könnte man auch direkt auf einem kleine Wanderpfad zum Eineguntkopf (Rohnehöhe) anstiegen. Wir folgen aber lieber dem zunächst noch breiten Forstweg weiter Richtung Osten, um dann...

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    ... auf schmalem Steiglein über eine kleine Geländerippe hinauf zum Kamm direkt zwischen Hohenfluhalpkopf und Eineguntkopf anzusteigen. Markierungen sind ausreichend vorhanden.

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    Den ganzen Aufstieg über genießt man einen wunderbaren Blick hinüber zur Winterstaude und deren Nachbarn.

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    Auf der Kammhöhe angekommen, steigen wir zunächst Richtung Osten - hinüber zu unserem ersten Gipfelziel, dem nur wenig Meter aus dem Kamm ragenden Hohenfluhalpkopf.

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    Am Gipfel des Hohenfluhalpkopfes. Nach kurzer Vesperpause geht es auch gleich wieder zurück in Richtung Osten, wo die Ersteigung des Eineguntkopfes auf uns wartet.

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    Der Eineguntkopf vom Gipfel des Hohenfluhalpkopfes gesehen.

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    Wie in der Nagelfluhkette eigentlich üblich, sind auch beim Übergang vom Hohenfluhalpkopf zum Einegundkopf die etwas schrofferen Passagen mit Seilen, Trittstufen oder Stiften entschärft.

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    Blick vom Eineguntkopf in Richtung Osten hinüber zum Hochgrat, davor der stark bewaldete Hohenfluhalpkopf.

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    Auch der Gratübergang zwischen Eineguntkopf und Falken ist einfach. Im Hintergrund der langgezogene Imberg-Kamm.

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    Blick vom Nagelfluhkamm auf den großen Berggasthof Falkenhütte.

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    Die letzten Anstiegsmeter hinauf zum kleinen Gipfel des Falken.

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    Gipfelkreuz und Gipfelbank laden zu einer kurzen Rast und einem Eintrag ins Gipfelbuch ein. Der weitere Übergang zum Hochhäderich ist der anspruchsvollste und auch interessanteste Teil der Rundtour.

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    Der erste von zwei Steilabschwüngen beim Übergang zwischen Falken und Höchhäderich. Lässt man das Seil außer Acht, so hat man es hier mit einer netten Wurzelkletterei bis (I) zu tun.

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    Beim zweiten Steilabbruch ist ein Griff ins Seil keine Schande, da die Stelle oft feucht und der Fels oft schmierig ist. Etwas Armkraft ist hier beim Auf- aber auch beim Abstieg von Nöten. Ohne Seil liegt ein knackiger und meist rutschiger IIer vor.

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    Herrlicher Ausblick hinüber in das noch vom Schnee dominierte Gebiet der Winterstaude.

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    Der Ostgrat des Hochhäderich bietet einfachste Klettereien, die zudem auch noch mit einem Stahlseil abgesichert sind. Dennoch ist die Hochhäderich-Überschreitung auch für erfahrenere Bergsteiger durchaus lohnend.

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    Wirklich gut gemacht - der versicherte Weg hinüber zum Gipfel des Hochhäderich verläuft immer direkt oder knapp unterhalb des Grates.

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    Die letzten Wandermeter zum bekreuzten Gipfel des Hochhäderich.

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    Blick hinab vom Gipfel des Hochhäderich auf das Feuchtbiotop Hörmoos und seine umliegenden Alpen.

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    Skuriler Baum - mit etwas Fantasie verwandelt sich dieser in bizarre Risse im Boden.

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    Am Gipfel des Hochhäderich genehmigen wir uns nochmals eine kleine Rast und steigen dann rasch über die Südhänge Richtung Schwarzbergerplatte-Alpe und Juliansplatte-Alpe ab.

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    Blick in die geniale und schroffe Südflanke des Hochhäderichs - Durchsteigung bereits in Planung :wink:

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    Sumpfdotterblumen vor der Winterstaude.

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    Als Tourabschluss toben wir uns an diesem kleinen Boulderfelsen in der Nähe der Schwarzbergerplatte-Alpe aus. Danach geht's auf gemächlichen Schotterwegen zurück zum Parkplatz am Lecknersee.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 28. Oktober 2014