1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Leichte Bergtour Hoher Straussberg über die ''Südschneise'

Dieses Thema im Forum "Tourenbeschreibungen unserer Mitglieder" wurde erstellt von Jens, 9. Juni 2012.

  1. Jens

    Jens Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    13. Juni 2010
    Beiträge:
    323
    Ort:
    Augsburg-Land (Süd)
    Hoher Straußberg über die 'Südschneise'

    Teil 1: Tourenbeschreibung

    Der Hohe Straußberg wird meist vom Ahornsattel her im Schlussanstieg über die Nordwestflanke bestiegen.
    Auch aus der Gegend des Niederstraußbergsattels bestehen für trittsichere und gebietskundige Berggänger zwei Zugangsmöglichkeiten.
    Für Kletterer kommt der Westgrat in Frage.

    Im Frühjahr zur Zeit der Schneeschmelze bieten in den Bergen südseitige Zustiege die ersten Tourenmöglichkeiten.
    Nachdem von daheim aus der Blick Richtung Berge Mitte Mai immer noch viel 'weiß' zeigte und das festivaltour-Team sich am Vortag nach einem zwischenzeitlichen Kaltlufteinbruch im nicht weit entfernten Ziegspitzgebiet in bis zu 40 cm Neuschnee tummelte, kam für mich nur eine südseitige Bergtour in Frage.

    In alten Ammergau-Führern wird auf den Hohen Straußberg noch von einem Zugang über die Südschneise berichtet (eher SSO-Schneise, im folgenden Text als 'Südschneise' bezeichnet).
    Diese Route ist technisch einfach, erfordert aber ein gewisses Maß an Orientierungs- und Geländebeurteilungsvermögen.

    Hoher_Straussberg_Google_Earth_comp.jpg
    Bild 1: Satellitenbild Google-Earth
    <Anmerkung: alleinige Vorplanung solch wegloser Touren ohne gute Ortskenntnis und voriges Kartenstudium nur auf Basis von google-earth ist nicht ausreichend>

    Am deutlichsten lässt sich die Südschneise unter Benutzung von google-earth erkennen
    ('oben' wie bei Karte = Nord)
    Am unteren Bildrand ist im Süden die Pöllat und der Schützensteig auszumachen.
    Oben halblinks befindet sich der Gipfelbereich des Hohen Straußberg.
    Vom Gipfel zieht deutlich etwa Richtung Bildmitte schräg nach unten eine Waldschneise, eben die Südschneise Richtung Schützensteig.
    Ein Blick auf die AV-Karte 'Ammergebirge West' zeigt als Verlängerung dieser gedachten Strecke etwa den Ochsenälpeleskopf (P 1905).

    Die Grobplanung steht damit schon mal.
    Man sollte darauf achten, nicht zu sehr von dieser 'Ideallinie' abzuweichen, weil das Gelände westlich und östlich der Schneise gleich unübersichtlicher und aufgrund von Wandabbrüchen unangenehmer wird.
    Deshalb sollte diese Route auch nicht bei Nebel begangen werden.

    Im ersten Teil werden wesentliche Eckpunkte der Tour genannt, der zweite Teil bringt einige Gipfelblicke.

    Start aus dem Ammerwald beim gleichnamigen Hotel.
    Den Neubau empfinde ich persönlich (in diesem landschaftlichen Umfeld) architektonisch derart gelungen, dass ich ihn euch gern in Bildform vorenthalte ...


    Hoher_Straussberg_1550.jpg
    Bild 2: Deshalb gleich weiter auf den hübschen Schützensteig.
    Man kann natürlich auch über die Bleckenau zum Fußpunkt der Südschneise aufsteigen oder hinauf radeln.


    Hoher_Straussberg_1577.jpg
    Bild 3: Beim Schützensteigsattel kurz vor der Jägerhütte.


    Hoher_Straussberg_1591.jpg
    Bild 4: Das Tagesziel ist in Sicht, rechts der Ostgrat des Hohen Straußberg.
    Etwas links unterhalb des Gipfels lässt sich die Schneise am besten erkennen, die mehr oder minder ausgeprägt bis zum südlichen Bergfuß Richtung Pöllat hinunterzieht.
    Links im Hintergrund der Säuling.



    Hoher_Straussberg_1918.jpg
    Bild 5: Rückblick: nach der Jägerhütte folgt man dem Weg weiter westwärts Richtung Bleckenau, bis man auf ca. 1350 m Höhe dieses Marterl und danach ein kleines Brückle passiert.
    Hier kommt vom Gipfelbereich des Ochsenälpelekopfes ein Bach runter.
    Kurz nach dem Brückle (also etwas westlich des genannten Baches) in NNW-Richtung ab vom Schützensteig und runter zur Pöllat.
    Vor Verlassen des Schützensteiges sollte man nochmals den Gipfelbereich des Hohen Straußbergs anpeilen und sich die weitere Marschrichtung einprägen.



    Hoher_Straussberg_1748.jpg

    Hoher_Straussberg_1798.jpg
    Bild 6 und 7 zeigen zur Verdeutlichung vom Gipfelbereich des Hohen Straußberg das Marterl (Bild 7 links oben), das Brückle und den Bach (hier als auffällige schneegefüllte Rinne).
    Beim Abstieg dient der prägnante Bach vom Ochsenälpeleskopf immer als Zielmarke.



    Hoher_Straussberg_1907.jpg
    Bild 8: (Rückblick)
    Nach Durchschreiten der infolge Schneeschmelze eiskalten Pöllat in Kneipp-Manier am südlichen Bergfuss.



    Hoher_Straussberg_1626.jpg



    Hoher_Straussberg_1629.jpg
    Bild 9 und 10: Südschneise unterer Bereich
    Viel Orientierung gibt’s ab jetzt nicht mehr, einfach weglos in NNW-Richtung nach oben.
    Ganz vereinzelt finden sich noch Pfadspuren, rot-weiße Kunststoffbänder oder undeutliche Farbmarkierungen, die sich nach oben hin immer mehr verlieren.



    Hoher_Straussberg_1664.jpg


    Hoher_Straussberg_1672.jpg
    Bild 11 und 12: Weiter oben gibt der sich lichtende Wald immer mehr Blicke auf die umliegenden Berge frei



    Hoher_Straussberg_1679.jpg
    Bild 13: Die ersten Frühlingsboten bahnen sich ihren Weg, vermutlich ist hier erst heute morgen der Schnee vollends abgetaut.



    Hoher_Straussberg_1690.jpg
    Bild 14: Etwas unterhalb des Gipfels erreiche ich den Ostgrat.



    Hoher_Straussberg_1706.jpg
    Bild 15: Kurz danach mündet der anfangs beschriebene Normalweg über die NW-Flanke in den Grat ein.



    Hoher_Straussberg_1707.jpg
    Bild 16: Blick in die recht steile NW-Flanke - kommt bei der vorhandenen Schneeauflage für mich nicht in Frage.



    Hoher_Straussberg_1714.jpg
    Bild 17: Aurikel begleiten mich bei der kurzen und einfachen Kraxelei Richtung Gipfelkreuz



    Hoher_Straussberg_1718.jpg
    Bild 18: Oben am Gipfel, der Hohe Straußberg erweist sich als lohnende Aussichtswarte.
    Erst der dritte Besuch in diesem Jahr, leider ist das Gipfelbuch so durchnässt, dass kein Eintrag möglich ist.



    Hoher_Straussberg_1728.jpg
    Blick 19: Blick nach W ins Ostallgäuer Seengebiet



    Hoher_Straussberg_1733.jpg
    Blick 20: Blick nach O, rechts unterhalb der Bildmitte mein Aufstiegsweg über den Schützensteigsattel
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. Januar 2014
  2. Jens

    Jens Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    13. Juni 2010
    Beiträge:
    323
    Ort:
    Augsburg-Land (Süd)
    Hoher Straußberg über die 'Südschneise' Teil 2: Impressionen am Gipfel

    Teil 2: Gipfelblicke

    noch einige Impressionen vom Gipfel:

    Hoher_Straussberg_1814.jpg
    Bild 21: Schloss Hohenschwangau



    Hoher_Straussberg_1843.jpg
    Bild 22: Hochbetrieb am Tegelberg



    Hoher_Straussberg_1849.jpg
    Bild 23: auch der Branderschrofen ist gut besucht



    Hoher_Straussberg_1829.jpg
    Bild 24: Fortsetzung nach O: der Dreimännle-Ostgrat des Branderschrofen



    Hoher_Straussberg_1723.jpg
    Bild 25: der Schönleitenschrofen mit seinem Ostgrat, der eindrucksvoll ins Lobental abbricht



    Hoher_Straussberg_1816.jpg
    Bild 26: Geiselstein, dahinter Grubenkopf



    Hoher_Straussberg_1819.jpg
    Bild 27: Gumpenkarspitze bis Gabelschrofen



    Hoher_Straussberg_1760.jpg
    Bild 28: Gabelschrofen



    Hoher_Straussberg_1763.jpg
    Bild 29



    Hoher_Straussberg_1823.jpg
    Bild 30: Hochplatte + Hochblasse



    Hoher_Straussberg_1835.jpg
    Bild 31: Hochplatte



    Hoher_Straussberg_1788.jpg
    Bild 32: Hornbachkette



    Hoher_Straussberg_1790.jpg
    Bild 33: Großer Krottenkopf bis Hochvogel



    Hoher_Straussberg_1796.jpg
    Bild 34: Blachenspitze bis Gehrenspitze



    Hoher_Straussberg_1775.jpg
    Bild 35: Tannheimer



    Hoher_Straussberg_1742.jpg

    Hoher_Straussberg_1774.jpg
    Bild 36 + 37: Säuling



    Hoher_Straussberg_1860.jpg



    Hoher_Straussberg_1889.jpg



    Hoher_Straussberg_1874.jpg
    Bild 38 bis 40: beim Abstieg auf gleicher Route:
    sobald der Schnee weg ist, erwachen wieder Flora und Fauna
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. Januar 2014