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Wandertour Söllereck-Fellhorn-Kanzelwand von Riezlern

Dieses Thema im Forum "Tourenbeschreibungen" wurde erstellt von Tobias, 2. November 2008.

  1. Tobias

    Tobias Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Ort:
    Isny/Maierhöfen
    Einfache Familientour bei mitunter schönen Ausblicken. Negativ: Zerstörter Grat, zugebaut und folglich komplett überlaufen.

    [​IMG] Gehzeit: ca. 5 Std.
    [​IMG] Kondition
    [​IMG] Strecke: 16 km /ca. 1150 Hm
    [​IMG] Schwierigkeit T2
    [​IMG] Aussicht
    [​IMG] Empfehlung

    [​IMG] Tourengänger: Thom, Johannes, Tobi, Surg, Florian, Sebastian


    Wochenende, blauer Himmel, strahlender Sonnenschein und wir sind am Söllereck: Niemals. Wochenende, AA-Nieselwetter, Birnungsfaktor 10 und wir am Söllereck: Besser. Geheimtipp.
    Mal ganz im Ernst - mit einem bissigen Augenzwinkern -, um an Traumtagen diese Tour zu ziehen, muss man schon ziemlich obsessiv auf den lieblichen Duft von frisch verbranntem Kerosin stehen; oder eben einfach mit Familie + Verwandtschaft, alle schwer fußkrank... Schluss damit. Tatsache ist, dass dies ungefähr eine der am krassesten überlaufenen Wanderrouten in den Allgäuer Bergen ist: die lokale Seilbahn-Redundanz machts möglich; aber eben nur an schönen Tagen, vornehmlich an Wochenenden.
    Aller Überlaufenheit und Ausgetretenheit der Wege und Gipfel zum Trotz haben sich Söllerkopf sowie Fellhorn dank der kaum zugänglichen Steilgrasflanken einen beachtlichen Reichtum an Flora erhalten können und locken auch dessenthalben unzählige Besucher unterschiedlichster Provenienz an. An vernieselten Tagen hingegen herrscht hier meist vollkommene Stille und es eröffnen sich andere Blickfänge, welche die fehlende Fernsicht teilweise wettmachen.

    Route: Riezlern - Berghaus am Söller - Söllerkopf (Westgipfel) - Schlappoltkopf - Fellhorn - Gundsattel - Kanzelwand - Güterweg - Riezlern

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    Wir starten in Riezlern an der Kanzelwandbahn

    Auf breitem, ausgeschildertem Weg geht es von Alm zu Alm schwach an- und absteigend Richtung Söllereck. Der Streckenabschnitt, welcher nachher auf dem Grat zurückgelegt wird, möchte nun erst als Hinweg gemütlich erwandert werden.
    Erst ab dem Berhaus am Söller (1450m) führt das immer noch breite Sträßlein das erste Mal nenneswert bergan und wird bald darauf von einem nach rechts zum Söllereck sowie Söllerkopf hinaufleitenden Wanderpfad abgelöst.


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    Nasskalt, aber trotzdem angenehm.

    Bemwerkenswert unterwegs ist eine riesige, in einem Glaskasten ausgestellte Holzscheibe, herausgeschnitten aus dem Stamm einer jahrhundertealten Fichte, an deren Jahresringe einige historische Stationen vermerkt sind. Anschauen!

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    Kurz nach dem Berghaus.

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    Blickfang:

    Ein verwunschener Märchenwald. Einmalige Stimmung und totale Stille auf einer ansonsten stark überlaufenen Tour.

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    Aufstieg vom Söllereck.

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    Massig Schnee.

    Hier ein kleines Exemplar der sonst teilweise riesigen Restschneewechten auf dem Gratweg vom Söllereck zum Söllerkopf.

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    Söllerkopf. Die letzten Meter über Schnee zum Westgipfel, 1925m.

    Unproblematisch werden Söller-(1925m; Westgipfel; der Hauptgipfel ist in wenigen Minuten ausgesetzt zu erreichen), Schlappoltkopf (1968m) und Fellhorn (2037m) auf praktisch zerstörtem Grat überschritten.
    Der Weg überquert nun mit leichtem Höhenverlust den Gundsattel: die weite Scharte zwischen Fellhorn und Kanzelwand, und führt nun, die Bergstation passierend, die letzten Meter auf den Gipfel (2059m), wobei dieser Schlussabschnitt auf die Kanzelwand die "Schlüsselstelle" der heutigen Unternehmung darstellt, und zwar insofern, dass einigermaßen steiles, felsiges als auch zerlaufenes Terrain Trittischerheit voraussetzt. Über den durchwegs steilen, jedoch unspektakulären, bei zügigem Joggen hingegen sportlich fordernden Güterweg erreichen wir in kurzer Zeit wieder Riezlern.


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    Gratwanderung.

    Den Schlappoltkopf bereits hinter uns gelassen, rückt nun das Fellhorn näher.

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    Erste Blumenwiesen.

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    Unschön:

    Rast auf dem zertrampelten Gipfel des Fellhorns.

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    Prosit ...

    ... für die Erhaltung des einst herrlichen Grates kommt dieser fromme Trinkspruch wohl leider zu spät. Dennoch: Gipfelbier auf der Kanzelwand. Möge es nützen.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 8. April 2014