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Leichte Bergtour Sefenspitze (1.948m), Lumberger Grat (1.860m), Seichenkopf (1.864m)

Dieses Thema im Forum "Tourenbeschreibungen" wurde erstellt von Tobias, 6. Mai 2011.

  1. Tobias

    Tobias Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

    Registriert seit:
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    2.011
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    Ort:
    Isny/Maierhöfen
    Kurzweilige, einfache Grattour mit großartigen Ausblicken. Viel weniger begangen als die bekannten Nachbarn; Abstieg bzw. Anstieg Seichenkopf pfadlos.

    [​IMG] Gehzeit: ca. 5 Std.
    [​IMG] Kondition
    [​IMG] Strecke ca. 950 Hm
    [​IMG] Schwierigkeit
    [​IMG] Aussicht
    [​IMG] Empfehlung

    [​IMG] Tourengänger: Tobias
    Gerahmt von seinen Eckpunkten Sefenspitze und Seichenkopf zieht Lumberger Grat sommers wie winters nur eine Handvoll Wanderer an. Zu beliebt und bekannt sind die Nachbarberge. Wer Ruhe in noch sehr ursprünglichem Gelände sucht, das sich zumeist auch recht zahm präsentiert, der wird hier fündig. Ich jedenfalls war allein bei meiner Begehung. Besonders beeindruckend: die bis zu 400 Meter hohen Steilschrofen gegen das Tannheimer Tal sowie der heftig gegen den Seebach abstürzende Seichenkopf, der "wilde" Schlusspunkt des Tages.


    Route: Füssener Jöchle (Tal) - Füssener Jöchle (Berg) - Sefenspitze - Lumberger Grat - Seichenkopf - Sebenalm - Parkplatz Bad Kissinger Hütte - Füssener Jöchle (Tal)

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    Die Läuferspitze.

    Bereits nach kurzem Anstieg von der Talstation des Füssener Jöchles ist ihr kompletter Gipfelstock zu sehen. Sie kann gut in die Tour miteingebunden werden und bietet sogar kurzen, seilversicherten Kraxelspaß.

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    Gams.

    Scheu kennen die Tiere hier anscheinend kaum mehr - bis auf fünfzehn Meter darf ich ran - wie im echten Leben. Das (offensichtliche) Wissen um meine Trägheit wird ausgekostet, solange gibts in aller Ruhe Gams vs. lecker Pistengras. Dann ein Zisch-Pfiff und ab dafür. Eile schaut aber dennoch anders aus.

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    Unter den Liftanlagen das letzte Stück empor. Weniger schön, dafür aber schnell.

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    Füssener Jöchle.

    Im Hintergrund bereits die Sefenspitze. Hier folgt man einfach dem Verbindungsweg zur Bad Kissinger Hütte. Nach wenigen Minuten verlässt man den Weg auf steinigem, breitem Pfad nach rechts.

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    Die Läuferspitze.

    Meist kleine, jedoch bretthartgefrorene, mitunter steile und leider ungespurte Schneepassagen machen einen Aufstieg ohne Grödel heikel. Ich jedenfalls streiche die Läuferspitze heute aus dem Programm.

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    Abzweig zur Sefenspitze.

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    Die bekannten Tannheimer.

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    Sefenspitze.

    Der unbekreuzte und literaturfreie Gipfel wird links der Latschen einfach über Schrofen erstiegen.

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    Die benachbarte Sebenspitze.

    Auch sie ist ohne Weiteres in die Runde integrierbar.

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    Erster Aufschwung.

    Er ist zwar etwas steiler, aber gut gestuft.

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    Der Gratverlauf im Überblick.

    Ganz rechts ist der Seichenkopf zu sehen. Er bildet den abrupten nördlichen Abschluss des Grates und markiert den letzten Gipfel der heutigen Unternehmung. Der Abstieg zur Sebenalpe ...

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    ... verläuft variabel und pfadlos. Hier ist etwas Geländebeurteilung sowie Orientierung gefragt. Meine hier eingezeichnete Variante ist "nicht ideal" - wollte mir einfach die Abbrüche mal näher anschaun - und schon etwas anspruchsvoller (T4-5). Weiter links ist das Gelände übersichtlicher und weniger steil.

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    Latschenpassage.


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    Immer wieder ...

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    ... schrofig-grasige Abstiege. Diese lassen sich aber auch einfacher umgehen.

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    Über flaches Gras ...

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    ... zu den letzten Erhebungen des (mittleren) Lumberger Grates.

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    Bis auf die letzte werden sie in der Flanke umgangen, da dicht wuchernde Latschen ein Überschreiten zumindest stark erschweren.

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    Tiefblick zum Ausgangspunkt.

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    Schlussetappe.

    Durch dichten Bewuchs steigt man auf deutlichen Pfadspuren auf den Seichenkopf.
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    Typisches Gelände am Lumberger Grat.

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    In den Latschen.

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    Die kurze Querung einer steil abfallenden Runse erfordert erhöhte Aufmerksamkeit. Gute Tritte und mögliche Zweigsicherung macht das Vorhaben aber durchaus moderat.

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    Über geröllige Tritte ...

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    ... auf den Seichenkopf mit seinen mächtigen Nordabbrüchen.

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    Aggenstein.

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    Seben- und Sefenspitze. Mittig die Große Schlicke.


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    Überblick zurück.

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    In etwa mittig die Leilachspitze.

    Das charakteristische, links eingelagerte, flache Schneefeld war namengebend: mhd. lîlachen/lînlachen - Leintuch, Betttuch)

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    Wiesenabstieg.

    Wie schon gesagt, von diesem Stadpunkt weiter rechts ist es einfacher.

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    Über mittelsteile Hänge kann man unter die Felsen queren. Dann entweder über kleingestuftes steiles Gras oder - wohl deutlich einfacher - über Geröll absteigen/abfahren.

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    Durch Latschengassen in die Senke hinab ...

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    ... und zu einem sumpfigen Tümpel im schönen Kar der Sebenalm. Links vorbei und über geschwungene Wiesen zur Alm, um dann einfach nach Grän absteigen zu können.

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    Nochmals der Überblick.

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    Die wilden Nordabstürze des Seichenkopfes.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 11. Januar 2015