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Stöcke mit Spitze nach oben am Rucksack befestigen – und anderer touristischer Unsinn

Dieses Thema im Forum "Rund um die Bergtouren" wurde erstellt von Wanderer, 29. Oktober 2011.

  1. Wanderer

    Wanderer Registrierter Benutzer

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    Ich hoffe natürlich, dass ich mich nicht zu weit aus dem Fenster lehne, aber es fällt mir als Flachländler einfach keine logisch befriedigende Erklärung für das Anbringen von Stöcken mit der Spitze nach oben am Rucksack ein. Gut, falls man mal am Grat abstürzen sollte, könnten sich die Stockspitzen vielleicht besser hinterm Gestein verhaken. Aber nur vielleicht. Das ist immer noch kein Grund, in öffentlichen Verkehrsmitteln wie überfüllten Bussen oder Seilbahnen Rucksäcke mit Stockspitzen nach oben zu tragen. In einigen Internetbeiträgen wird die Meinung vertreten, dass so der Rucksack vor Beschädigungen geschützt werden kann. Aber ein Rucksack ist schlussendlich leichter und billiger als ein Auge eines Mitmenschen wiederzubeschaffen. Entweder bin ich zu blöd, den Sinn dieser Maßnahme zu begreifen, oder es gibt einfach keinen Sinn dafür. Bitte klärt mich auf, Bergmenschen... :smile:
     
  2. Tobias

    Tobias Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Eine grundsätzliche Empfehlung: Rucksäcke in Bussen und (Berg)Bahnen abnehmen. Das schafft erstens Platz, zweitens eine gute Kontrolle über das Gepäckstück mit evtl. spitzen Anhängsel wie Stöcke und Pickel, für die es übrigens günstige Gummikappen zur "Entschärfung" gibt, und drittens spielen sich mögliche Schrammen nun auf Beinhöhe ab. In eigener Sache: Ich trag die Stöcke auch "böse". (Wie schon gesagt: Rücksicht und/oder Gummikappen.) Warum? Gute Frage. Die Beschädigungstheorie ist nicht ganz ohne, allerdings auch nicht wirklich zwingend. Vielleicht der Schwerpunkt? Höchstens optisch, praktisch dürfte das sehr zu vernachlässigen sein. Eine weitere Möglichkeit: Nach oben abstehende Griffpartien+Handschlaufen sind einfach sperriger, sprich: verhaken sich im strauchigen/felsigen Gelände schneller. (Dass die nach oben ausgerichteten Spitzen einen sicherheitsrelevanten Aspekt verfolgen, kann ich mir kaum vorstellen. Eher sogar gegenteilig, was deine Kritik unterstreichen würde.)

    Weitere Theorien willkommen!
     
    Zuletzt bearbeitet: 31. Oktober 2011
  3. Wanderer

    Wanderer Registrierter Benutzer

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    Mecklenburg
    Das klingt fürs Gelände einleuchtend. Ihr als Profis seid ja auch erfahren und sicher im Umgang mit Stöcken usw., wovon ich bei einigen anderen nicht so überzeugt bin. So lag im September auf dem Laufbacher-Eck-Weg minutenlang ein Mann mit dem Rücken zwischen den Felsen, weil er sich beim Ausrutschen seinen Stock gegen den Bauch gerammt hatte und sich nicht mehr schmerzfrei bewegen konnte.
     
  4. Thom

    Thom Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Hallo Wanderer,

    muss dir da beipflichten. Der sichere Umgang mit solchen Wanderstöcken will erst einmal erlernt sein. Oft vertrauen die Leute auf solche Art von Equipment auch mehr als den eigenen Fähigkeiten, das finde ich teilweise recht beängstigend. Ebenso werden nicht selten null-acht-fünfzehn Stöcke verwendet, die aus sicherheitsrelevanten Aspekten eigentlich gar nicht für solche Zwecke verwendet werden dürften!
    Qualität kostet manchmal halt auch Geld!

    Vielen Grüße
    Thom