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Leichte Bergtour Vom Dreisäulerkopf zum Pürschling

Dieses Thema im Forum "Tourenbeschreibungen" wurde erstellt von Thom, 3. April 2011.

  1. Thom

    Thom Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Ort:
    Isny im Allgäu
    Schöne Kammwanderung im mittleren Teil des Klammspitzkammes, der sich durch die ein oder andere Klettereinlage recht aufregend gestalten lässt.

    Tour-Bewertung:

    [​IMG] Gehzeit: ca. 7,5 Std.
    [​IMG] Kondition
    [​IMG] Strecke: ca. 1.200 Hm / 16 km
    [​IMG] Schwierigkeit T3 / I
    [​IMG] Aussicht
    [​IMG] Empfehlung

    [​IMG] Tourengänger: Johannes, Florian, Niko, Thom

    Aufgrund des Auf- und Abstieges über die Südseite ist die Tour schon recht früh im Jahr gangbar. Die Laubeneck-Nordumgehung ist bei Schneeauflage dringend abzuraten! Hier herrscht akute Lebensgefahr! Der Rest der Kammüberschreitung gestaltet sich überwiegend einfach, da den meisten Kletterstellen auf Wunsch ausgewichen werden kann. Sie startet am großen Parkplatz in Linderhof. Von dort folgen wir anfangs den markierten Wegen hinauf in Richtung Brunnenkopfhaus. Kurz bevor wie den Grat erreichen zweigt unser weiterer Weg nach rechts hinauf zum Dreisäulerkopf ab. Vom Dreisäulerkopf geht es auf dem Kamm über den Hennenkopf aufs Laubeneck. Dort verzichten wir auf die nordseitige Umgehung der Ostabbrüche und steigen zum südlich verlaufenenden Pfad hinüber zu den Pürschlinghäusern ab. Der Teufelstättkopf lässt sich auf markiertem Weg leicht erreichen, ebenso stellen die Pürschlingköpfe kein nennenswertes Problem dar. Der Rückweg von den Pürschlingshäusern zieht sich etwas, ist aber jederzeit gut gangbar.

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    Beim Aufstieg hinauf zum Dreisäulerkopf genießen wir bei bestem Bergsteigerwetter eine herrliche Aussicht auf das Kreuzspitzmassiv und die Geierköpfe (Bildmitte).

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    An dem kleinen Gedenkkreuz zweigt der Weg zum Pürschlinghaus ab, den wir später herunterkommen werden. Wir steigen weiter in Richtung Brunnkopfhaus auf.

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    Nach Erreichen der Scharte zwischen Brunnenkopf und Dreisäulerkopf steigen wir weglos direkt hinauf zum Grat, über den eine meist gut sichtbare Pfadspur verläuft. Ebenso gibt es am Grat die ein oder andere Kraxelstelle, die man mitnehmen, aber auch einfach umgehen kann.

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    Blick vom Westgrat des Dreisäulerkopfes auf die formschönen Klammspitzen, die sich im Westen erheben.

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    Kurzer Kletterkamin (II) am Grat hinauf zum Dreisäulerkopf, der allerdings auf kleinem Pfand rechts umgangen werden kann. Allerdings bringt die kurze Kraxelei mächtig Frohsinn.

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    Sogar der höchste Punkt des Dreisäulerkopfes ist überwiegend zugewuchert. Dennoch genießt man von hier nette Aus- und vor allem auch Tiefblicke, da der Dreisäulerkopf nach Norden senkrecht in die Tiefe abbricht.

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    Der Weiterweg zum Hennenkopf gestaltet sich abwechslungsreich. Das Weglein ist stets gut sichtbar, es gibt keine Orientierungsschwierigkeiten. Allerdings muss man sich manchmal durch Bäume und Sträucher zwängen.

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    Blick von Westen auf den Hennenkopf-Gipfelaufbau. Links davon einer der zwei Grattürme, die zu einigen Klettereien einladen. Wir toben uns an diesen Spitzen ca. 30 Minuten aus, bevor wir auf den Hennenkopf steigen. Vor dem Erreichen der Grattürme muss noch eine leicht brüchige Felsschneide (I+) überwunden werden.

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    Auf der kleinen etwas brüchigen Felsschneide.

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    Blick auf die Nordwestflanke des Hennenkopfes mit Gipfelkreuz. Unser Aufstieg verläuft über den rechten Grat.

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    Der Anstieg über die Westflanke des Hennenkopfes erfordert etwas Kletterfertigkeit (I) und Trittsicherheit im teils steilen Gras-Schrofen-Gelände.

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    Blick beim Aufstieg zum Hennenkopf auf den östlichen Gratturm. Dieser lässt sich wider Erwarten recht leicht von Osten in perfektem Fels (II) und auf steilem Gras erklimmen.

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    Am Gipfel des Hennenkopfes machen wir eine ausgiebige Rast. Danach steigen wir über die nach Osten verlaufende latschenfreie Rinne ab und queren unterhalb der Ostabbrüche wieder hinüber zum Verbindungsgrat in Richtung Laubeneck.

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    Hier die Querung unterhalb der Ostabbrüche des Hennenkopfes. Hinten ist der Grat schon zu erkennen, zu welchem wir wieder aufsteigen müssen. Laut G. Laudahn führt ein Abstieg auch direkt durch die Ostabbrüche (II).

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    Auf dem Verbindungsgrat zum Laubeneck mit Rückblick auf den Hennenkopf.

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    Am Westgrat des Laubenecks angekommen steigen wir zu Anfang südseitig unter den ersten Gratzacken vorbei, ...

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    ... um danach direkt auf den Grat anzusteigen und ihm bis hinüber zum Gipfelkreuz des Laubenecks zu folgen. Die ein oder andere kleine Kletterstelle kann bei Bedarf auch unschwierig in der Nordflanke umgangen werden.

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    Kurze Gipfelrast am Gipfel des Laubenecks. Bei Schneeauflage in der Nordflanke des Laubenecks sollte dringend auf ein Abstieg nach Norden mit anschließender ausgesetzter Querung unterhalb der Nord- und Westbabrüche verzichtet werden, da hier enorme Lawinengefahr besteht und auch ein Ausrutscher höchstwahrscheinlich tödlich endet.

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    So steigen wir auf dem Westgrat des Laubenecks soweit zurück, bis die Felsabbrüche einem ersten steilen Grashang nach Süden hinab weichen. Der Normalweg ist vom Grat aus schon sichtbar. Wer sich solch steiles Grasgelände im Abstieg nicht zutraut, der sei gut beraten, die extra Meter zum Beginn des Westgrates in Kauf zu nehmen, wo man schließlich einfach auf den Weg hinüber zu den Pürschlingshäusern absteigen kann. Der Steilgrasabstieg verzeiht besonders zur frühen Jahreszeit keinen Fehler!

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    Die formschönen Südabbrüche des Latschenkopfes, der eigentlich kein Gipfel ist.

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    Blick vom Höhenweg hinüber zu den Pürschlingshäusern und den Pürschlingköpfen.

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    Von den Pürschlingshäusern aus geht es auf gut markiertem Weg hinauf zum Teufelsstättkopf. Hier die Sicht auf die abweisenden Südabbrüche, die etwas rechts drahtseilgesichter umgangen werden.

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    Hier nochmals aus der Nähe. Sieht beeindruckend aus, der Durchstieg ist aber leicht.

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    Obligatorisches Bierle an den Pürschlinghäusern. Die Sonnen brennt immer noch ordentlich.

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    Nach der kurzen Gerstensaft-Erfrischung steigen wir noch den Pürschlingsköpfen aufs Haupt. Der westliche der beiden erfordert trittsicheres Gehen und leichte Klettereien (I). Hier der Blick hinüber zum Sonnenberg.

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    Ein letzter Blick auf die Pürschlingsköpfe, bevor wir uns an den langen Abstieg hinab nach Linderhof machen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 31. März 2016