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Mittelschwere Bergtour Vom Fernpass auf die Galtbergspitze (2.391m)

Dieses Thema im Forum "Tourenbeschreibungen" wurde erstellt von Tobias, 18. Juni 2013.

  1. Tobias

    Tobias Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Isny/Maierhöfen
    Spannende Einsamkeitsgarantin jenseits des Fernpasstrubels - sehr lohnend! Alpine Erfahrung nötig!

    [​IMG] Gehzeit ca. 6h
    [​IMG] Kondition
    [​IMG] ca. 1250 Hm
    [​IMG] Schwierigkeit I+ (II)
    [​IMG] Aussicht
    [​IMG] Empfehlung

    [​IMG] Tourengänger:Thom, Tobias

    Einer der mächtigsten Gipfel der Loreagruppe hoch über dem Fernpass und dennoch fast unbekannt? Willkommen auf der Galtbergspitze. Wobei ... zum "auf" ist es doch noch ein Stück. Die Tour ist zwar mit ca. sechs Nettostunden eher im moderaten Rahmen anzusiedeln, soll aber nicht den Eindruck erwecken, als könne man sie einfach so einsacken: zu anspruchsvoll regiert der breite Gipfelaufbau über dem Ochsengarten. Für den guten Bergsteiger bietet sich aber gerade deshalb ein ganz feines Menü, serviert der einsame Gipfel in dieser kurzen Zeit doch fast alle alpinen Spielarten - in etwas entschärfter Form (im positiven Sinne). Ist der gemütliche Anstieg über die Galtbergalpe in den Ochsengarten - von mehreren Wasserquellen besonders bei sengender Hitze dankbar begleitet - einmal beendet, fällt die logische Linie sofort ins Auge: knapp 300 Hm wollen über eine meist breite Rippe im teils schrofigen steilen Gras verdient werden. Der folgende, oft brüchige und derweilen auch ausgesetzte Grat unterstreicht den alpinen Charakter der Unternehmung. Und abschließend: Wer das -schaun zu einem Hochsteigen ausbaut, kann ein Buch deponieren. Außer einem Steinmanndl gibts nix. Nur ganz viel Ruhe und einen seeeehr empfehlenswerten Berg(halb)tag. Vom Fernpass mal abgesehen ...


    In Kürze:
    Von der Fernpass-Passhöhe durchs Kälbertal und zur Galtbergalpe. Etwas ausholend - ein mächtiger Vorbau wird also links umgangen - in den Ochsengarten und zuletzt auf Geröll zur markanten, fast durchwegs begrünten Rippe. Diese am besten von rechts ersteigen. Über Gras und Schrofen (I) nach Belieben steil zum Grat. Über diesen mitunter sehr luftig in wechselnder Felsqualität nach rechts zum Gipfel. Je nach Route I oder II. Crux: Steiler, brüchiger Abstieg in die Scharte vor dem Gipfel.

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    Über schöne Böden ...

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    ... durchs Kälbertal. Umso kontrastreicher die Fernpassstraße in direkter Nähe.

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    Anstieg zur Galtbergalpe, ...

    ... rechts die gleichnahmige Spitze. Mittig nur ein vorgelagerter Felskopf. Er wird linksherum in den Ochsengarten umgangen.

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    Galtbergspitze. Links: Nördlicher Kaminlochkopf.

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    Alte Galtbergalp.

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    Neue Galtbergalp.
    In den Ochsengarten gehts ansteigend geradeaus und rechts in die Hänge.

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    Im Ochsenboden.
    Links Kaminlochköpfe, rechts Galtbergspitze. Der auffallende Knubbel ist nicht der Gipfel, der ist unscheinbar etwas rechts der Bildmitte (rund).

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    Begrünte Anstiegsrippe mit erstem Felskopf im Grat (vgl. vorheriges Bild). Ganz rechts der Gipfel.

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    Kaminlochköpfe.

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    Die Rippe wird am besten von rechts angegangen.

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    Schrofen auf der Rippe.

    Sie werden anregend rechts erklettert (teils schöne Henkel bis II) oder links im Gras umgangen.

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    Ein Blick zurück verdeutlicht, dass man sich durchgehend im Absturzgelände befindet.

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    Letzte Meter zum Grat.

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    Der auffallende Gratkopf wird in leichter Kraxelei erstiegen.

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    Übersicht Südgrat Galtbergspitze.

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    Gipfel im Zoom.

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    Vom Gratkopf erfolgt ein erster ausgesetzter Abstieg,...

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    ... bald wird eine schmale Schneide brüchig überstiegen,...

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    ... um ...

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    ... auf den letzten Felskopf vor dem Gipfel zu gelangen.

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    Crux: Ausgesetzter und brüchiger Abstieg in die Scharte. (Je nach Route bis I+.)

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    IIer-Stelle.

    Im AVF wird eine versprochen, sie ist aber nicht obligat. Wie man sieht, lässt sie sich einfach links umgehen.

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    Das Stückchen zum Gipfel ist dann kein Problem mehr.

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    Gipfel Galtbergspitze.

    Im Bild: Links der grüne Hönig, dann der Thaneller; mittig: Steinmanndlspitze und Roter Stein.

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    Zurückgelegter Südgrat.

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    Steinmann und formschöner Loreakopf. Im Gräbele zwischen beiden: Tagweidkopf.

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    Abstieg freiwillige IIer-Stufe.

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    Hoch immer angenehmer:

    Die Crux.

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    Wiederanstieg zum ersten Gratkopf ...

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    Bedachter Abstieg der Rippe ...

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    ... und schließlich Rast auf der herrlich in die Mieminger Berge schauenden Terrasse der Galtbergalpe. (Links Ehrwalder Sonnenspitze; rechts Grünstein.)
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 9. Juni 2016
  2. Gratkraxler

    Gratkraxler Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    27. Oktober 2013
    Beiträge:
    1
    AW: Vom Fernpass auf die Galtbergspitze (2.391m)

    Merci vielmals für Eure klasse Tourenbeschreibung! Seit gestern hat auch die Galtbergspitze ihr Gipfelbuch:

    IMG_26001.JPG
    (mehr Bilder)

    Viele Grüße
    Stefan