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Empfohlen Skitour / Snowboardtour Von Hinterhornbach auf den Kreuzkopf (2.287m)

Dieses Thema im Forum "Tourenbeschreibungen" wurde erstellt von Thom, 2. März 2023.

  1. Thom

    Thom Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Isny im Allgäu
    Von der alpinen Umgebung und der Aussicht her kaum zu toppende, recht einsame Skitour im Herzen der Allgäuer Alpen. Am besten bei guten Firnverhältnissen zu gehen, allerdings braucht es einen schneereichen Winter, um die Ausrüstung entsprechend zu schonen.

    Tour-Bewertung:


    [​IMG] Gehzeit: ca. 4,5 Std. Aufstieg
    [​IMG] Kondition
    [​IMG] Strecke: 12 km / ca. 1250 Hm
    [​IMG] Schwierigkeit
    [​IMG] Aussicht
    [​IMG] Empfehlung (bei perfekten Bedingungen)

    [​IMG]Tourengänger: Franzi, Thom

    Augenscheinlich sollte es an diesem Tag die perfekten Bedingungen für eine südseitige Firntour in den Allgäuer Alpen geben. Doch der deutlicher heftiger als angesagte Föhnsturm trieb schon früh am morgen die Temperaturen sehr weit in die Höhe. Dies führte dazu, dass die Schneedecke vor allem auf den ersten 600-700hm sehr stark aufweichte. Dieser Umstand und die Tatsache, dass ich in diesem Winter äußerst trainings- und skitourenfaul war, führten dazu, dass ich gut 40hm unter dem Gipfel abbrechen musste, da ich mich völlig blau gelaufen hatte - in der Form noch nie passiert, aber es gibt für alles ein erstes Mal. Mal von den Strapazen an diesem Tag abgesehen, kann diese Tour bei ausreichend Schneelage und gute Bedienungen allen - die gerne einsame Skibergsteigen gehen - ernsthaft empfohlen werden. Danke auch nochmal an meine erfahrene Skitourenführerin für die perfekte Routenwahl, alleine wäre ich an diesem Tag vermutlich nicht mal aus dem Auto am Parkplatz gestiegen. Apropos Parkplatz: wir wählen als Ausgangpunkt den P3 im Hinterhornbacher Tal. Von dort geht es zunächst mit den Skiern am "Buckel" hinauf ins nahe gelegene Jochbachtal.

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    Auf dem Weg ins Jochbachtal. Hier können bei widrigen Bedienungen sehr steile Lawinenbahnen ein weiterkommen deutlich erschweren oder sogar vereiteln. Oder man hat Eisen und Pickel zur Hand. Aber auch bei besseren Verhältnissen muss an den 2-3 ausgesetzten Querungen konzentriert gegangen werden.

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    Nachdem wir den Jochbach auf dem Sommerweg übertreten haben, wird der Blick auf unsere weitere Anstiegsroute frei. Die seichte, wenn auch heute recht schneearme Rinne, welche uns hinauf in den Karboden führt.

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    In der Anstiegsrinne müssen wir aufgrund der geringen Schneedecke oft ausweichen, um die neuen Bretter nicht gleich ordentlich zu beschädigen - dafür gibt es ja noch die Abfahrt. Rechts der Hochvogel.

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    Den anschließenden Latschengürtel "umkurvt" Franzi perfekt. Der mittlerweile sehr weiche Schnee kostet mich selbst im Nachstieg sehr viel Kraft, umso dankbarer bin ich für eine gute Spur irgendwo im nirgendwo.

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    Danach teilt ein Felsvorbau die Aufstiegsmöglichkeiten. Normalerweise wären wir rechts herum etwas steiler aber kürzer weitergestiegen. Aufgrund der körperlichen Gebrächen spurt Franzi links herum durch nicht ganz so steiles Gelände direkt unter das kleine Bergmassiv der Vorderen Wilden.

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    Der Ausblick auf unseren majestätisch thronenden Nachbarn entschädigt an diesem Tag für vieles.

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    Endlich Firnverhältnisse vom feinsten. Vor uns der Vordere Wilde, welcher auch noch mit in die Tour integriert werden könnte. Mit zunehmender Höhe keimt ein wenig die Hoffnung, dass ich es an diesem Tag doch bis auf den noch fernen Gipfel des Kreuzkopfes schaffen könnte.

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    Unterhalb des Vorderen Wilden wenden wir uns nach rechts und steigen auf geeigneter Route dem Südkar unterhalb des Kreuzkopfes entgegen. Rechts wie immer der Hochvogel im Blick.

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    Blick auf die herrlichen Gipfel der nahegelegenen Hornbachkette. Mittig die markante Urbeleskarspitze.
    Der Föhnsturm nimmt weiter an Fahrt auf, mittlerweile kann man sich kaum noch unterhalten ohne zu schreien.

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    Beim Gipfelanstieg zum Kreuzkopf hat man einen genialen Ausblick auf Kreuzspitze und Hochvogel.

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    Blick Richtung Südosten, einsam ist hier wohl zu fast jeder Jahreszeit.

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    Kreuzkopf endlich voraus. Von hier besser ins Tälchen und durch den steilen Gipfelhang hinauf zum höchsten Punkt. Meine Routenwahl nach zum Verbindungsgrat zwischen Vorderer Wilder und Kreuzkopf war definitiv die falsche Entscheidung, ginge an einem guten Tag auch, nur heute war es mir mit Föhnsturm und etwas aperen Gratstellen nicht mehr geheuer und so kehren wir nur wenige Meter unterm Gipfel um.

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    Nach einer kurzen Pause geht es dann an die - vor allem bei guten Firnverhältnissen - Traumabfahrt hinab zurück ins Jochbachtal. Der schwere Schnee weiter unten gibt den mürben Schenkeln dann den Rest.
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Juli 2023
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