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Mittelschwere Bergtour Von Hinterhornbach auf die Urbeleskarspitze (2.632m)

Dieses Thema im Forum "Tourenbeschreibungen" wurde erstellt von Thom, 2. August 2011.

  1. Thom

    Thom Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Isny im Allgäu
    Zwar kein Geheimtipp, dennoch nicht überlaufen - die Urbeleskarspitze lockt mit einem spannenden und genussreichen Aufstieg und einer unglaublich beeidruckenden Aussicht.

    Tour-Bewertung:


    [​IMG] Gehzeit: ca. 6 Std.
    [​IMG] Kondition
    [​IMG] Strecke ca. 1550 Hm / ca. 11 km
    [​IMG] Schwierigkeit T4 / II
    [​IMG] Aussicht
    [​IMG] Empfehlung

    [​IMG] Tourengänger: Thom

    Die Urbeleskarspitze, fünfthöchster Berg der Allgäuer Alpen, stand schon seit meiner Kindheit auf der Gipfelwunschliste der Allgäuer Berge. Dies war weniger ihrer imposanten Höhe oder Erscheinung geschuldet, vielmehr ging mir der recht seltsam anmutende und einzigartige Name nicht mehr aus dem Kopf, als ich diesen in einem alten Allgäuer Wanderbuch gelesen hatte. Dem erfahrene Wanderer und Bergsteiger, der über Schwindelfreiheit und Trittsicherheit in brüchigen Schrofen verfügt sowie Klettereien bis in den II. Schwierigkeitsgrad beherscht sei diese Halbtagestour wärmstens empfohlen. Auf eine detaillierte Wegbeschreibung möchte ich an dieser Stelle jedoch ausnahmsweise verzichten. Zum Einen gibt es ausführliche Wegbeschreibungen auf diesen schönen Gipfel zu Hauf im Netz, zum Anderen ist der Anstiegspfad aufgrund deutlicher Trittspuren, Steinmannl und der vielen roten Markierungen für den aufmerksamen Bergfreund nicht zu übersehen. Man möge mir daher meine Schreibfaulheit verzeihen.

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    Schon beim Anstieg zum Kaufbeurer Haus hat man dank des oft nur lichten Bewuchses tolle Ausblicke auf den alles überragenden Hochvogel und die Rosskargruppe.

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    Ein natürlich gewachsener Rastplatz lädt zu einer kurzen Verschnaufspause ein.

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    Durch lichten Lärchenbestand führt der idylische Weg hinauf in Richtung Kaufbeurer Haus. Für konditionell schwächere Wanderer ist alleine der Besuch dieser Hütte schon sehr lohnend.

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    Beim Anstieg zum Kaufbeurer Haus erhält man einen ersten Eindruck von der Urbeleskarspitze (links). Ihre rechte Nachbarin, die Bretterspitze, ist für den trittsicheren und schwindelfreien Wanderer über einen gut markierten Steig ohne große Probleme zu erreichen.

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    Blick hinauf ins Urlebeleskar, über dem Bretterspitze und die formschöne Gliegerkarspitze thronen. Ebenso ist schon das nahgelegene Kaufbeurer Haus zu erkennen.

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    Nach dem passieren des Kaufbeurer Hauses folgt der Aufstieg durch das wellige Urbeleskar. Man bleibt auf dem markierten Weg, bis dieser einen deutlichen Rechtsschwenk vollzieht. Hier zweigt der deutlich sichtbare Steig hinüber zum Nordwest-Rücken der Urbeleskarspitze ab.

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    Deluxe Aussicht auf Hochvogel und Rosskargruppe.

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    Zu Beginn der Querung hinüber zum Nordwest-Rücken der Urbeleskar. Ein Pfeil mit einem "U" und eine rote Markierung sowie zwei große Steinmannl machen die Orientierung mehr als leicht.

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    Blick aus der Querung des Urbeleskars auf das Kaufbeurer haus.

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    Dieses Kreuz, dass sozusagen den Einstieg am Nordwest-Rücken markiert, ist sogar schon vom Kaufbeurer Haus sichtbar. Von hier aus geht es den zahlreichen roten Markierungen folgend in leichter Kletterei durch brüchigen Fels nach oben (I).

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    Besonders bei mehr Betrieb am Berg ist in diesem steinschlaggefährdeten Gelände ein Helm ratsam.

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    Blick auf die Wildengruppe.

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    Im oberen Bereich des Nordwestrückens, der sich hier mit der großen NW-Rinne vereint. In etwa der Mitte des Bildes kann man eine rote Markierung erkennen, die einen über eine (im Herbst oft vereiste) nasse Stufe (I+) nach rechts auf die Bänder durch die Westflanke leitet.

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    Die erstaunlich komfortabel zu begehnden Bänder in der Westflanke.

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    Blick aus der Westflanke der Urbeleskarspitze auf die benachbarte Bretterspitze (2.609m).

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    Nach der Querung auf den Bändern der Westflanke folgt die für mich spannenste Stelle des Aufstieges. Ein hoher und steiler Kamin wird in seiner linken Begrenzungswand über schöne und überwiegend feste Griffe erklettert (II).

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    Nach einer weiteren Querung der Westflanke zurück in Richtung N-Grat erreicht man schnell die eigentliche "Schlüsselstelle" des Aufstieges. Ein plattiges Band muss über einen der beiden hier sichtbaren Risse überwunden werden, rechts (II+) und links (II). Allerdings ist diese Stelle so kurz, dass man mit ein, zwei vernünftigen Zügen das ganze schon hinter sich gelassen hat. Danach geht's in brösliger Ier-Kletterei weiter.

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    Die letzten Meter hinüber zum bekreuzten West-Gipfel der Urbeleskarspitze. Der eigentliche Gipfel ist über den Gipfelgrat ohne Schwierigkeiten in wenigen Minuten zu erreichen.

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    Blick vom Gipfel der Urbeleskarspitze nach Westen über die Gipfel der Hornbachkette. Nach einer kurzen Rast und dem Eintrag ins wirklich dicke Gipfelbuch von 1982 mache ich mich wieder an den Abstieg hinab ins Urbeleskar.

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    Blick auf Hochvogel und Wildengruppe vom Gipfel der Urbeleskarspitze.

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    Auf einem der teils ausgesetzten Bändern der Westflanke im Abstieg.

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    Dieses herrliche Foto der Rosskargruppe wurde direkt vom Aussichtsbänkchen des Kaufbeurer Hauses aufgenommen. Klupperkarkopf, Jochumkopf, Rosskarspitzen, Stallkarspitze und Grubachspitze. (v.l.n.r.)

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    Ein letzter Blick zurück auf Urbeleskarspitze, Bretterspitze und das Kaufbeurer Haus bevor ich über den gemütlichen Weg hinab nach Hinterhornbach steige.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. November 2015
  2. Alpenindianer

    Alpenindianer Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    10. November 2012
    Beiträge:
    54
    Ort:
    Sonthofen
    Klasse Tour wie immer realistisch und gut von Euch beschrieben bzw. bebildert. Bei der Querung im oberen Urbeleskar
    ist durch Murenabgang vor 2 Jahren ein tiefer Graben entstanden der bergaufwärts leichter durchstiegen werden kann um
    an den Einstieg zum nordseitigen Grat zu kommen.
     
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