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Empfohlen Leichte Bergtour Von Lech auf den Roggelskopf (2.284m)

Dieses Thema im Forum "Tourenbeschreibungen" wurde erstellt von Thom, 27. Oktober 2022.

  1. Thom

    Thom Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Isny im Allgäu
    Schöne, im Spätherbst einsame Bike and Hike Tour in einer wunderbaren Bergregion mit grandiosen Ausblicken zu fast jeder Zeit. Ohne Kabelbenutzung am Gipfelaufbau wird's ne mittelschwere Bergtour.

    Tour-Bewertung:


    [​IMG] ca. 5,5 Std.
    [​IMG] Kondition
    [​IMG] ca. 1.100 Hm / 32 km (davon 500hm / 22km mit Bike)
    [​IMG]Schwierigkeit kaum I / T4 (ohne Drahtseilbenutzung bis II/T4)
    [​IMG] Aussicht
    [​IMG] Empfehlung

    [​IMG]Tourengänger: Tobias, Thom

    Der trotz seiner geringen Höhe als herrliche Aussichtskanzel geschätzte, hoch über dem Klostertal thronende Roggelskopf ist für den geübten Bergsteiger zwar relativ leicht zu besteigen, dennoch wird sich bei der Besteigung niemand langweilen. Zu schön ist die umliegende Bergwelt, der Gipfelaufbau trotz zahlreicher Verwahrungen immer noch spannend zu ersteigen. Laut den Gipfelbucheinträgen der letzten Jahren steigen zwar die meisten, wohl auch einheimischen Aspiranten von Innerbraz im Klostertal über die schön gelegene Masonalpe auf, aber auch die hier vorgestellte Bike & Hike Tour von Lech aus startend über den Formarinsee ist wunderschön und kurzweilig. An der Tour Interessierte sollten dennoch über ein gewisses Maß an Trittsicherheit sowie etwas Erfahrung im - wenn auch vorbildlich versichertem - alpinen Gelände verfügen. Die Orientierung fällt die ganze Tour über leicht und so kann man uneingeschränkt die tollen Nahblicke auf die Gipfel des Lechquellengebirges wie auch die bildgewaltige Fernsicht ins Rätikon und Verwall in vollen Zügen genießen. Ohne die bereits angesprochene Steiganlage im Bereich des Gipfelaufbaus wären die Schwierigkeiten deutlich gesteigert (Klettereien bis II, mittelschwere Bergtour, rote Bewertung). Da sich die Stahlseile aber an allen markanten Aufschwüngen befinden, wird bei deren Benutzung kaum der I. Grad abgefordert.
    Wir beginnen also den noch sehr frischen Spätherbsttag auf unseren nicht motorisierten Bikes an einem kleinen Parkplatz an der Straße zwischen Lech und Zug. Von hier aus auf Teersträßchen hinauf zum Parkplatz vor dem Formarinsee und auf geräumigen Feldweg hinab zu diesem, immer weiter in Richtung Freiburger Hütte.

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    Beim "Anradeln" in Richtung Freiburger Hütte der Blick zurück auf das mächtige Felskastell der Südwand der Roten Wand mit ihren unzähligen Kletterrouten. Unten rechts die Wasser des Formarinsees.

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    Die letzten Meter mit Bike sind absolviert. Bikedepot gut 500 Meter vor der Freiburger Hütte in einer Seitenbucht. Von dort geht es einige Meter hinauf in eine Scharte (Steinmänner) und auf der anderen Seite wieder hinab zum eigentlichen Wanderweg von der Freiburger Hütte in Richtung Roggelskopf.

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    Blick zurück in Richtung Freiburger Hütte halb rechts, dahinter Formaletsch und Pöngertle. Halb links im Vordergrund die kleine Scharte, über welche wir von unseren Bikedepot gekommen sind.

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    Dann bekommen zum ersten Mal unser heutiges Tagesziel zu Gesicht - den formschönen Roggelskopf. Rechts im Vordergrund das wenig bedeutende Gwurfjoch.

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    Traumhafter Bergtag Ende Oktober. Im Hintergrund Fensterlewand (mit Adleraugen lässt sich sogar das namensgebende, herzförmige Felsenfenster im Nordgrat erspähen) und Saladinaspitzen.

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    Ein gut angelegter Steig führt uns rasch dem Gipfelaufbau des Roggelskopfes entgegen.

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    Nun wechseln wir aus den sonnendurchfluteten Osthängen in die sehr schattige Nordwestflanke des Roggelskopfes, im Hintergrund thront die alles überragende Rote Wand.

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    Nach einer Querung unter Überhängen hindurch geht es in einem Linksbogen über viel Geröll hinauf in diese Schlucht, in welcher dann auch die ersten Stahlseile auf den Aspiranten warten.

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    Blick Richtung Nordwesten auf (Formarin-)Schafberg und die kecken Pitschiköpfe (halb links).

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    Aus der Schlucht geht es an deren Ende links über steilere Schrofen hinaus auf eine Art Schulter. Wer die Stahlseile nicht verwenden möchte, findet genügend Platz und Griffe, um die Stelle "clean" zu meistern (II-).

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    Das Geländer weißt den Weg hinauf zur Schulter, oben wird dann wieder nach rechts in den Gipfelkörper eingestiegen. Das Gelände ist übersichtlich, die Felskraxeleien machen absolut Spaß, der Fels ist aber nicht immer zuverlässig.

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    Kurze Querung an griffarmem Fels (II) oder am Stahlseil über der Einstiegsschlucht. Im Hintergrund die Pitschiköpfe und das Weiße Rössle, sicher auch noch eine lohnende Bergfahrt im Lechquellengebirge.

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    Steil hinauf in Richtung Gipfelkreuz, bei Betrieb am Berg ist besonders hier absolut Steinschlag zu vermeiden, da alles lose Material direkt in die Einstiegsschlucht darunter knallt!

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    Fernblicke ins Verwall - herrlich.

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    Die letzten Kraxelmeter hinauf zum sehr aussichtsreichen Gipfel des Roggelskopfes.

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    Am Gipfel des Roggelskopfes gibt es eine kurze Pause - Aussicht und Einsamkeit genießen.

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    Der Abstieg vom Roggelskopf verläuft über die Aufstiegsroute.

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    Hinten halb rechts sind Pöngertle, Pfaffeneck, Gehrengrat und Spuller Schafberg zu erkennen. Mittig sogar die Gipfel unserer Heimatberge um Biberkopf und Allgäuer Hauptkamm.

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    Wieder am Formarinsee angekommen. Der Heimweg auf dem Radl erfordert nochmal ein wenig Schenkelschmalz, zumeist kann aber die schöne Abfahrt zurück nach Lech entspannt genossen werden.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. November 2023
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