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Leichte Bergtour Von Lechleiten auf den Biberkopf (2.599 m)

Dieses Thema im Forum "Tourenbeschreibungen" wurde erstellt von Thom, 13. November 2008.

  1. Thom

    Thom Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Kurze, aber herrliche Bergtour auf einen der formschönsten Gipfel der Allgäuer Alpen. Üppige Vegetation zur Hauptsaison, jedoch an den Wochenenden etwas überlaufen. Beherrschung des I. Schwierigkeitsgrades sowie Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind von Nöten.

    Tour-Bewertung:

    [​IMG] Gehzeit: ca. 4,5 Std.
    [​IMG] Kondition
    [​IMG] Strecke: 7,9 km /ca. 1.050 Hm
    [​IMG] Schwierigkeit Fels I
    [​IMG] Aussicht
    [​IMG] Empfehlung

    [​IMG] Tourengänger: Thom, Surg, Christian

    Kommen wir nun zu einem meiner Lieblings-Berge der Allgäuer Alpen, dem Biberkopf. Er ist vielleicht nicht der höchste Gipfel, beherbergt nicht die schwierigsten Klettereien und ist an schönen Sommertagen oft hoffnungslos überlaufen. Dennoch faszinierte mich schon als kleiner Junge die isoliert stehende Felspyramide, die mit der Trettachspitze zusammen zu den wohl grazilsten Bergen der Allgäuer Alpen zählen dürfte. Ich verbinde mit diesem Gipfel so manch tollen Bergtag. Die hier niedergeschriebene Tour stammt aus dem Jahre 2005 und beschreibt den Normalweg von Lechleiten über den Westgrat direkt zum Gipfel. Diese Tour eignet sich aufgrund ihrer Kürze auch für weniger erfahrene Bergsteiger, die erste Kontakte zum Felsen suchen.

    Startpunkt unserer Tour ist der kleine Parkplatz vor dem Berggasthof Alpenrose im kleinen Örtchen Lechleiten. In diesem ist auch vor Tourenbeginn die Parkplatzgebühr von 3 € / Tag zu entrichten.
    Hinter dem Gasthof geht es auf einem kleinen, gut sichtbaren Pfad über Blumenwiesen hinweg immer Richtung Gipfel.

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    Ein erster Blick am frühen Morgen Richtung Gipfel.

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    Blick auf die benachbarten Gipfel Warther Horn und Karhorn. Der Schatten des Biberkopfs legt sich auf die Grashänge darunter. Am unteren Bildrand ist der Berggasthof Alpenrose zu erkennen.

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    Schon bald geht es in steilen Serpentinen durch üppige Vegetation bergauf.

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    Nach knapp 500 Hm erreichen wir die verfallene Hundskopfalpe, von wo sich uns der Biberkopf noch in einen dunklen Mantel gehüllt zeigt.

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    Wir lassen die Hundskopfalpe hinter uns und steigen zuerst durch ein kurzes, relativ flaches Hochtal, um darauf gleich wieder in steilen Kehren zum Westgrat aufzusteigen. Nach gut zwei Dritteln des Weges hinauf zum Grat kommen uns zum ersten Mal an diesem Morgen ein paar wärmende Sonnenstrahlen entgegen.

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    Über den Grat lässt sich dann schnell der Felseinstieg erreichen. Vorsicht, ab dem Grat ist absolute Schwindelfreiheit und Trittsicherheit erforderlich. Beim Abstieg folgen hierzu noch genauere Fotos. Die Kaminkletterei bleibt konstant im ersten Schwierigkeitsgrad, allerdings muss man Acht geben, dass man sich an zum Teil messerscharfen Felsen nicht verletzt. Trotzdem bringt die kleine Kletterei viel Frohsinn, und so erreichen wir schon bald ganz entspannt den Gipfel.

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    Auf dem Gipfel, leider nur zu dritt. Tobi musste an diesem Tag zu Hause bleiben, da er am Abend zuvor unglücklicherweise vom Dach fiel und schwere Prellungen am rechten Oberschenkel erlitt. Ich will hierzu jedoch nicht genauer eingehen.

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    Der Abstieg entspricht exakt dem Aufstieg. Hier der Blick vom Gipfel hinunter. Die Wege sind durchgehend gut markiert.

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    Schon wieder im unteren Bereich der Rinne. Auch der Abstieg macht hier einen Heidenspass.

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    Hier nochmals der felsige Grat im Abstieg, der Weg führt mittlerweile direkt über den Grat. Die Stahlseilsicherung ist eher eine Stolperfalle, als dass sie irgendjemand von Nutzen sein könnte. Noch vor wenigen Jahren verlief der Weg links unterhalb des Grates und an dessen Ende war eine Leiter hinauf zum Kamineinstieg angebracht. Dieser Route wurde jedoch Opfer eines gewaltigen Blitzeinschlages. Ich persönlich finde die Variante direkt über den Grat deutlich interessanter.

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    Auf dem Hundskopf machen wir nochmals eine kleine Rast, bevor es an den weiteren Abstieg geht. Von hier aus hat man einen herrlichen Blick auf den Biberkopf.

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    Eine wunderbare Tour neigt sich dem Ende entgegen.

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    Tourenprädikat wertvoll. Als nächstes möchten wir den Aufstieg über den Südsüdost-Grat in Angriff nehmen. Über eine Tourenbeschreibung hierfür wären wir dankbar.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 8. April 2014
  2. Johannes

    Johannes Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Am 28.08.2008 wollten wir uns eine Variante am Bikerkopf ansehen.
    Ausgangsort war - wie oben - Lechleiten. Der Anfang der Tour verläuft auf dem Normalweg bis auf ca. 2100 m. Im Hochtal sind wir an der Wegabzweigung nach Osten Richtung Mäuerleshütte (Mädelehütte) - die auf 2097 m liegt - abgebogen. Dann durch Schotterfelder, wie nacher auf den Bildern sichtbar, nach oben Richtung Südgrat.

    >>Galerie Biberkopf Variante<<

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    Blick Richtung Warth mit Wartherhorn und Karhorn Klettersteig (Tourenbeschreibung).

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    Beginn des Hochtals. Der Normalweg führt links Richtung Grat - wir halten uns rechts.

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    Der Weg in Richtung Mäuerleshütte ist von Geröll verschüttet und teilweise nur noch zu erahnen.

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    Hier sieht man den Wegverlauf durch das Hochtal - rechts nach oben führt der Normalweg.

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    Durch relativ steile Geröllfelder geht's schräg nach oben.

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    Blick Richtung Biberkopf-Gipfel.

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    Bis zu den 3 kleinen "Zacken" (leicht rechts oberhalb des Kopfes) geht unsere "Erkundungstour" :smile:

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    Rast am extrem ausgesetzten Grat :tongue:ale:

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    Auf diesem Bild ist die Steilheit schon eher zu erahnen. Der Ausgangsort Lechleiten ist zu sehen und rechts die Weggabelung im Hochtal.

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    Blick vom Grat ins obere Lechtal.

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    Abstieg durch die Platten.

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    Blick vom Hochtal auf den Biberkopf. Rechts im Bild - am Ende der Flanke - sind die 3 kleineren "Zacken" zu erkennen. Bis dort ging unsere "Erkundungstour" :wink:

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    Nochmal die Sicht auf den Biberkopf.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 18. Juli 2010
  3. Thom

    Thom Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    AW: Von Lechleiten auf den Biberkopf (2.599 m)

    Am letzten Wochenende ging es in reizender Begleitung mal wieder auf den Biberkopf. Trotz Traumwetter war der Betrieb am Berg überschaubar. Anbei einige visuelle Eindrücke der Tour. Alle Bilder zur Tour gibt es hier.

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  4. Alpenindianer

    Alpenindianer Registrierter Benutzer

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    War im Juli 2014 auf dem Biberkopf von Lechleiten aus und kann Euch nur zustimmen. Zu lohnenden Zielen gibt es
    keine Abkürzung und weiterhin Berg Heil.
     
  5. schomi01

    schomi01 Registrierter Benutzer

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    Bad Godesberg
    Gerne möchte ich den Biberkopf besteigen. Gibt es bedenken, wenn man es alleine macht?
     
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