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Mittelschwere Bergtour Von Pfronten auf Pfrontner Berg (1.383m), Schnalskopf (1.455m) und Kienberg (1.535m)

Dieses Thema im Forum "Tourenbeschreibungen" wurde erstellt von Thom, 18. April 2010.

  1. Thom

    Thom Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Isny im Allgäu
    Spannende und abwechslungsreiche Tour, die sich schon sehr früh im Jahr in Angriff nehmen lässt. Orientierungsvermögen, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sowie die Beherrschung des unteren II. Schwierigkeitsgrades sind Vorraussetzungen für diese Rundtour.

    Tour-Bewertung:

    [​IMG] Gehzeit: ca. 5 Std.
    [​IMG] Kondition
    [​IMG] ca. 830 Hm / 13 km
    [​IMG] Schwierigkeit: II-
    [​IMG] Aussicht
    [​IMG] Empfehlung

    [​IMG] Tourengänger: Thom, Johannes, Tobi

    Auch diese Tour stammt aus der Feder des Altmeisters Günther Laudahn und zählt ohne Zweifel zu den echten und wenigen Frühjahrsschmankerln in den Allgäuer Alpen. Nicht umsonst ist dies eine der Lieblingsgratüberschreitungen des erfahrenen Buchautors. Neben schönen Ausblicken, faszinierender Vegetation und abwechslungsreichen An- und Abstiegen kann diese Tour immer wieder mit kurzen Kletterstellen bis teilweise in den unteren II. Schwierigkeitsgrad aufwarten. Der Aufstieg und die Überschreitung des Pfrontner Bergs, der Gipfelaufschwung am Schnalskopf und der Abstieg über den Westgrat des Kienberges verlangen trittsicheres Gehen, Schwindelfreiheit und ein wenig Kletterfertigkeiten. Unsere Tour beginnt am Wanderparkplatz kurz unterhalb des Milchhäusls in Pfronten-Dorf. Der Parkplatz ist kostenlos und man hat nur wenige Meter zum Milchhäusl, hinter dem der Anstiegsweg hinauf zum 1. Pfrontner Berg ansetzt.

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    Vom Parkplatz sind es keine 5 Minuten hoch zum Milchhäusl. Wir bleiben von hier aus gesehen noch ein paar Meter auf dem Fahrweg und biegen dann links in den Wald hinauf, um so das Milchhäusl zu umrunden. Schnell sind ein paar Trittspuren ausgemacht, die sich nach ein paar Metern zu einem gut sichtbaren Weg formieren.

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    Von nun an geht es in teilweise ordentlicher Steigung viele Kehren nach oben. Bei Regen, wenn dieser Anstieg hinauf zum Pfrontner Berg sehr klitschig ist, darf er als heikel eingestuft werden.

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    Der Weg durch den Wald wird hier zum ersten Mal durch einen kleinen Felsriegel unterbrochen, über den wir uns schnell nach oben hinwegsetzen. Diese Stelle ist zwar stahlseilversichert, jedoch kommt man problemlos auch ohne die eh schon alte und rostige Eisenhilfe nach oben (I).

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    Nach wiederum ein paar Kehren und Aufstieg über Totholz und umgestürzte Bäume queren wir nun über das hier sichtbare Grasband, an dessen Ende unmittelbar herrlicher Fels fast senkrecht in den Himmel zieht.

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    Die Felsmauer wir aber von dieser kleine ebenfalls stahlseilversicherten Rampe unterbrochen, auf der der Normalweg nach oben zum Gipfel des Pfrontner Berges führt. Anstatt nach rechts auf diese Rampe zu steigen, kann man wohl auch einen direkten Gipfelanstieg durch die Felsen wagen. Hierzu muss man sich etwas linkerhand beim Aufstieg zur Rampe halten. Von dort geht es dann in steilen Kaminen und über Platten nach oben (II-III).

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    Die Rampe von oben fotografiert. Sie stellt die Schlüsselstelle beim Normalaufstieg zum 1. Pfrontner Berg dar. Auch hier kann getrost das Stahlseil außer Acht gelassen werden, es bieten sich genügend natürliche Griff- und Trittmöglichkeiten.

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    Im oberen Bereich wird der Pfrontner Berg wieder etwas milder und der kleine Pfad schlängelt sich durch sehr lichte Kieferbestände. Eine herrliche Szenerie, die immer wieder kurz zum Innehalten einlädt.

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    Die letzten Meter auf den kreuzgeschmückten Gipfel des 1. Pfrontner Berges.

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    Ein wunderbares Plätzchen für eine kleine Rast. Normalerweise hat man von hier schöne Ausblicke, jedoch macht uns heute der vulkanbedingte Feinstaub leider einen Strich durch die Rechnung. Trotzdem ist es warm und wir genießen die herrliche Luft, die absolute Stille und Einsamkeit.

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    Nach der kurzen Rast am Gipfel des 1. Pfrontner Berges machen wir uns Richtung Westen auf und folgen einem kleinen Steiglein, das uns in Folge auf den 2. und 3. Pfrontner Berg führen wird. Hier zu sehen ist die lawinenschutzverbaute SW-Flanke des 2. Pfrontner Berges. Der Gipfel liegt recht weit links und ist nur im obersten Bereich ohne Bewaldung.

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    Schöne Aus- und auch Tiefblicke. Die knorrigen Kiefern, die immer wieder am Kamm wachsen, schaffen ein ganz eigenes Ambiente.

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    Auf dem 2. Pfrontner Berg. Im Hintergrund ist schon der 3. Gipfel zu sehen. Der Normalweg verläuft meist rechter Hand vom Grat, wenn man aber über ein wenig Kletterfertigkeiten verfügt, so kann man bis auf ganz wenige Ausnahmen auch immer direkt am Grat steigen.

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    Die Abstiegsflanke des 2. Pfrontner Gipfels. Teilweise müssen steiles Gras und einige Schrofen überwunden werden, jedoch halten sich die Schwierigkeiten absolut in Grenzen.

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    Am traumhaften Verbindungsgrat zwischen 2. und 3. Pfrontner Berg. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sind auch hier vonnöten.

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    Im Aufstieg zum 3. Pfrontner Berg halten wir uns direkt am Grat und steigen in teilweise brüchiger Kletterei (bis I+) auf. Der Normalanstieg verläuft rechts etwas unterhalb der Felsen und führt ebenfalls ans Ziel.

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    Auf dem 3. Gipfel des Pfrontner Berges. Von hier kann man schon hinüber zum Schnalskopf sehen, der völlig im Wald verschwindet. Ganz knapp dahinter kann man gerade noch so das letzte Gipfelziel unserer heutigen Unternehmung erkennen - den Kienberg.

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    Der folgende Abstieg in die tiefe Einschartung zwischen 3. Pfrontner Berg und Schnalskopf verläuft nun nicht mehr direkt am Grat, obwohl das sicher auch möglich wäre, sondern führt kurz unterhalb des Grates durch die bewaldete Nordflanke des Kammes. Nach einer Weile treffen wir auf eine Lichtung, die in Folge der schweren 90er Jahre Stürme entstanden ist. Von hier ziehen wir weglos hinüber Richtung Ostgrat des Schnalskopfes, wo wir wieder auf vereinzelte Trittspuren treffen.

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    Aufstieg direkt am teils ausgesetzten Ostgrat des Schnalskopfes. Teilweise muss man sich hier ein wenig durchs Unterholz kämpfen, teilweise gibt es kleine würzige Felsanstiege, die allerdings auch bequem umwandert werden können. Wie auf der ganzen Tour ist man hier völlig einsam unterwegs.

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    Kurz unterhalb des Schnalskopf-Gipfels verschwindet plötzlich der Waldboden und wir stehen vor einem ca. 10 Meter hohen Felsaufschwung, den wir in genussvoller Kletterei jedoch schnell überwinden (II-). Der Fels ist fest und gut griffig und bereitet echten Spaß.

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    Auf dem leicht ausgesetzten Gipfel des Schnalskopfes (1.455m).

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    Auch im Abstieg vom Schnalskopf müssen ein paar Felsstellen überwunden werden, jedoch kratzen diese kaum am I. Schwierigkeitsgrad.

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    Der "Weg" vom Schnalskopf zum Kienberg führt immer kurz unterhalb des Kammes meist über Schnee und zahlreiche umgestürzte Bäume. Schwierigkeiten auf diesem Abschnitt folgen keine mehr.

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    Der Kienberg ist erreicht. Auch hier gönnen wir uns nochmals eine kleine Vesperpause.

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    Rückblick auf den eben begangenen Grat.

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    Im Abstieg vom Kienberg über den Westgrat gilt es nochmals einige Felsstellen (I) in teilweise ausgesetzter Lage zu überwinden. Hier ist nochmals Konzentration gefragt. Der Grat kann auch südseitig etwas tiefer gelegen umgangen werden.

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    Vom Westgrat kann man nochmal ein wenig die Aussicht genießen.

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    Der Abstieg über den Westgrat nochmals auf einen Blick.

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    Nachdem wir den felsige Teil des Kienberg-Westgrates hinter uns gelassen haben, müssen wir teils weglos einige hundert Höhenmeter durch einen Totwald absteigen. Als Orientierungshilfe dient auch hier wieder der Kamm. Unten im Tal ist schon der Fahrweg zu erkennen auf den wir gelangen wollen.

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    Auf diesem holprigen Feldweg geht es zurück zur Fallmühle, wo wir uns ein kühles Radler gönnen. Von dort geht es in einer dreiviertel Stunde zurück zu unserem Wanderparkplatz in Pfronten.

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    Leberblümchen im Wald.

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    Kurz vor Erreichen des Parkplatzes erhaschen wir nochmals einen schönen Blick auf den dreigipfeligen Pfrontner Berg.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. Oktober 2014
  2. Tobias

    Tobias Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    AW: Von Pfronten auf Pfrontner Berg (1.383m), Schnalskopf (1.455m) und Kienberg (1.535m)

    Beide Varianten sind korrekt (und so auch im Duden vertreten), wobei "glitschig" eher auf rutschig, "klitschig" - zugegebenermaßen weniger gebräuchlich - dagegen auf nass/feucht verweist. Für den Kienberg im Endeffekt dasselbe.

    Ansonsten: Danke für die Rückmeldung - freut uns immer!

    Gruß, FT-Team
     
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