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Skitour / Snowboardtour Von Rohrmoos auf den Gatterkopf (1.659m)

Dieses Thema im Forum "Tourenbeschreibungen" wurde erstellt von Thom, 22. April 2012.

  1. Thom

    Thom Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Ort:
    Isny im Allgäu
    Stille und nicht alltägliche Skitour auf einen ruhigen und wenig besuchten Gipfel, der eine überraschend herrliche Aussicht auf die Allgäuer Bergwelt bietet.

    Tour-Bewertung:

    [​IMG] Aufstieg: 3 Std.
    [​IMG] Kondition
    [​IMG] ca. 650 Hm
    [​IMG] Schwierigkeit I
    [​IMG] Aussicht
    [​IMG] Empfehlung

    [​IMG]Tourengänger: Tobias, Johannes, Thom

    Der Gatterkopf ist eigentlich ein wenig beachteter Gipfel, der im Schatten der Unteren Gottesackerwand hoch über dem Rohrmoostal thront. Allerdings bietet dieser kleine und prächtige Gipfel sowohl im Sommer wie auch im Winter einen reizenden und ruhigen Anstieg sowie herrliche Aussichten auf die Allgäuer Bergwelt. Eine Kombination mit der Unteren Gottesackerwand bietet sich geradezu an, allerdings müssen bei einer winterlichen Besteigung die Verhältnisse absolut sicher sein. Wir mussten leider auf den Übergang zur Unteren Gottesackerwand auf Grund der Lawinengefahr im Bereich des Durchlasses verzichten.
    Ausgangspunkt für unsere Unternehmung ist das kleine Dörfchen Rohrmoos, das man von Tiefenbach aus nur über eine Mautstraße (4 € Mautgebühr, Stand 2012) erreichen kann. Vom Großen Wanderparkplatz aus ziehen wir über Weidegrund in Richtung Gatterschwand. Hier verläuft im Winter auch eine Langlaufloipe. Im Sommer ist es ratsamer, erst mal ein gutes Stück auf der nach Sibrätsgfäll führenden Straße zu bleiben und so der Beschilderung zu folgen.

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    Zunächst wandern wir auf unseren Skiern über Weidegründe in Richtung Gatterschwand. Hinten sind schon die gewaltigen Abbrüche der Unteren Gottesackerwand sowie unser heutiges Tagesziel zu sehen: der Gatterkopf (etwa halb links im Bild).

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    Auch die Abbrüche der Spitzwand wissen zu beeindrucken.

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    Der Anstieg hinauf zur Gatterscharte verläuft zunächst durch lichten Wald. Allerdings muss je nach Schneeverhältnissen und Lawinenwarnstufe die Aufstiegsroute unterschiedlich angelegt werden. Rechts hinten ist der Gatterkopf mit seinen herrlichen Nordabbrüchen zu sehen.

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    Mit zunehmender Höhe wird der Aufstiegshang immer steiler. Wird arbeiten uns zunächst über die hier sichtbare Waldschneise empor, bis diese von einigen Längsrissen durchzogen wird und steigen dann nach rechts in teilweise sehr steilem Wald empor.

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    Bei der Querung aus der Waldschneise hinüber in den Wald. Hinten die Nordabbrüche der Spitzwand.

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    Aufgrund der nicht ganz ungefährlichen Verhältnisse steigen wir die steilsten Meter zwischen Bäumen hinauf in Richtung Gatterkopf.

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    Danach geht es wieder deutlich milder direkt unter die Nordabbrüche des Gatterkopfes.

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    Schöner Ausblick in Richtung Sibratsgfäll und seinen kleinen Berghügeln. Unter den Felsabbrüchen des Gatterkopfes queren wir nach links hinaus in Richtung Spitzwand, um so gefahrlos danach in die Gatterscharte ansteigen zu können.

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    In der langen Hangquerung hinüber in Richtung Spitzwand.

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    Kurz unterhalb der Gatterscharte erhält man beeindruckende Nahblicke auf die herrlichen Felsfluhen der Gatterkopf-Nordflanke.

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    Die letzten Meter hinauf in die Gatterscharte schnallen wir unsere Ausrüstung ab und stapfen zu Fuß durch den tiefen Schnee. Das geht deutlich einfacher und schneller, als sich mit den Skiern an den Füßen durch den steilen und schmalen Durchlass zu fummeln.

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    Ankunft in der Gatterscharte. Diese wird sogleich auch als Skidepot genutzt. Der weitere Anstieg verläuft von hier zunächst direkt unter die Felsabbrüche hinten im Bild.

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    Danach queren wir die Südflanke des Gatterkopfes direkt unter den Felsabbrüchen. Die Querung ist vorallem mit Ski- bzw. Snowboardschuhe nicht ganz ohne und es muss sehr vorsichtig gestiegen werden. Mit etwas Höhenverlust erreichen wir schließlich einen Durchlass im Felsriegel, über den wir in einfacher Kletterei (I) hinauf steigen.

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    Nach dem Durchlass geht es durch von grünen Flechten überzogenem, markantem Blockwerk hinauf zum Gipfelgrat und nach wenigen Minuten ist der Gipfel des Gatterkopfes schließlich erreicht. Ein kleines Bänklein direkt neben dem Kreuz und die herrliche Aussicht auf die Allgäuer Alpen laden zum längeren Verweilen ein.

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    Blick vom Gipfel des Gatterkopfes hinüber zum Durchlass an der Unteren Gottesackerwand. Die markanten Abbrüche über dem Durchlass verweigern uns leider einen sicheren Aufstieg und so müssen wir von der Besteigung der Unteren Gottesackerwand absehen.

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    Blick auf die Allgäuer Prominenz: Schneck, Hochvogel, Großer Wilder und Höfats.

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    Wieder im Abstieg. Hier befindet sich Johannes gerade beim Übersteigen des kleinen Durchlasses, der den Felsriegel ohne größere Probleme überwinden lässt. Im Hintergrund die herrlichen Abbrüche der Unteren Gottesackerwand.

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    Nachdem wir die Querung in der Südflanke hinter uns gebracht haben, steigen wir wieder zunächst zu Fuß von der Scharte aus in die Nordflanke ein...

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    ... um dann schließlich die Abfahrt hinab ins Rohrmooser Tal zu genießen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. März 2014
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