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Mittelschwere Bergtour Von Schönenbach auf Wasenkopf (1.719m), Rosskopf (1.958m), Hirscheck (1.922m), Mährenhöhe (1.703m)

Dieses Thema im Forum "Tourenbeschreibungen" wurde erstellt von Thom, 16. Juni 2013.

  1. Thom

    Thom Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Ort:
    Isny im Allgäu
    Sehr stille Runde über kaum beachtete Gipfel westlich des Gottackerplateaus. Teilweise wilde und urwüchsige Kulisse. Recht anspruchsvoller Abstieg!

    Tour-Bewertung:


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    ca. 8 Stunden.
    [​IMG] Kondition
    [​IMG] ca. 1.250 Hm / 17 km
    [​IMG] Schwierigkeit bis II / T4-5
    [​IMG] Aussicht
    [​IMG] Empfehlung

    [​IMG]Tourengänger: Hans-Jürgen, Tobias, Johannes, Thom

    Zunächst entstand die Idee zu dieser etwas ungewöhnlichen Rundtour durch den sich seit Jahren immer mehr manifestierenden Wunsch, einmal alle Allgäuer Gipfel zu besteigen. Das diese Tour sich als durchaus lohnend und empfehlenswert herausstellen würde, war uns zum Zeitpunkt der Planung nicht ganz klar. Vorab sei gesagt, dass Tourenaspiranten die notwendige Kondition mitbringen sollten, auch ist vor allem im Abstieg durch den teils steilen und von zahlreichen senkrechten Felsabbrüchen gesäumten Schneckenlochwald einiges an Orientierungsvermögen und Gespür für die richtige Route gefragt. Erfüllt der Tourengeher diese zwei Kriterien, so steht einer sehr einsamen Bergtour in ursprünglichem Gelände eigentlich nichts mehr im Wege. Ausgangspunkt ist der große Wanderparkplatz bei Schönenbach-Vorsäß, welchen man nur über eine Mautstraße (3 €, Stand 2013) erreichen kann. Von Schönenbach aus geht es zunächst auf Teerstraßen und Feldwegen in Richtung Hoher Ifen, welcher stets gut ausgeschildert ist.

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    Blick zurück auf die Höfe von Schönenbach-Vorsäß, im Hintergrund thront der Hirschberg.

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    Schon nach wenigen Minuten Gehzeit gibt das Gelände den Blick auf den Sevisschrofen frei - einem recht eigenartigen und ebenfalls nur selten besuchten Berggesellen.

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    Nachdem wir die Iferwiesalpe passiert haben, zweigt der Weg wenig später nach rechts ab und führt uns unter der teils schroffen Nordwestflanke des Sevisschrofen - an der Schneckenlochhöhle vorbei - hinauf zu den Weidegründen der Kabelegüntlealpe.

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    Nach knapp 2 Std. erreichen wir die still gelegene Kabelegüntlealpe. Im Hintergrund der Sevisschrofen mit seiner steilen Nordostflanke, über welche wir vor einigen Jahren angestiegen sind.

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    Von der Alpe hat man eine prima Übersicht, was den Schlussanstieg auf den Gipfel des Wasenkopfes angeht. Der annähernd gleichhohe Doppelgipfel wird von einer Lücke mit einzelnem Baum getrennt.

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    Blick hinüber zum Berlingerköpfle mit seinen fast senkrechten Nordabbrüchen.

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    Im oberen Teil der Aufstiegsflanke hinauf zum Wasenkopf steilt das Gelände ein wenig auf. Man könnte nun direkt in die Scharte mit Baum ansteigen (I) oder wie wir nach rechts ...

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    ... durch eine steile aber gutmütige Schrofenstelle (I) hinauf zum Gipfelkamm ansteigen.

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    Der eben erwähnte Schrofendurchlass nochmal von oben. Unten die Kalbelegüntlealpe.

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    Blick vom Gipfel des Wasenkopfes - welchen wir nach knapp 3 Std. erreicht haben - hinüber zum Diedamskopf, den Grünen Köpfen und dem Hirschberg.

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    Vom Wasenkopf legen wir den weiteren Wegverlauf "frei Schnauze" fest. Die Steilabbrüche, welche ins untere Löwental steil abfallen, umgehen wir dabei ostseitig.

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    Herrlicher Ausblick auf unsere nächsten Gipfelziele - Hirscheck (halb links) und Rosskopf (Bildmitte).

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    Nachdem wir die Abbrüche erfolgreich ostseitig umgangen haben, steigen wir nun einige Höhenmeter hinab ins untere Löwental. Im Hintergrund die Winterstaude und ihre Nachbarn.

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    Der Aufstieg vom Löwental hinauf zur bekreuzten Scharte zwischen Rosskopf und Hirscheck ist laut Karte über einen Wanderweg zu absolvieren. Wir treffen zwar auf neue Markierungen, der Anstieg zeigt aber nur selten Begehungsspuren auf. Der weglose Aufstieg macht dennoch keinerlei Probleme.

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    Kurz unterhalb der Scharte zwischen Hirscheck (hier im Bild mit vorgelagertem Gratzacken) und Rosskopf wird das Gelände nochmal ein wenig steiler, bleibt aber gutmütig gestuft.

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    Von der Scharte aus geht es in wenigen Minuten zum Gipfel des Rosskopfes, von welchem ...

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    ... man einen beeindruckenden Blick hinüber zum höchsten Punkt der Oberen Gottesackerwand, Toreck und dem recht anspruchsvollen und einsamen Torkopf hat.

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    Nach dem kurzen Ausflug auf den Rosskopf steigen wir auf direktem Weg zurück in die bekreuzte Scharte zwischen eben genanntem Gipfel und Hirscheck.

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    Den ersten Gratzacken kann man in schöner Kletterei (I+) erklimmen oder etwas tiefer auf der Südseite umgehen (I), ein zweiter Zacken könnte ebenfalls erklettert werden, allerdings ist der Abstieg nicht machbar, also wird dieser südseitig über Grasschrofen (kaum I) umgangen.

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    Am Gipfel des Hirschecks mit Blick auf den Rosskopf. Beiden Gipfeln fehlt ein Büchlein - leider hatten wir an diesem Tag keines dabei.

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    Nach kurzer Rast geht es weiter in Richtung Mährenhöhe - kein Gipfel im eigentlichen Sinne, vielmehr die letzte Gratkuppe in der sehr weit nach Westen ziehenden Felsfluh der Oberen Gottesackerwand.

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    Kurzer Zwischenstopp auf einer Erhebung namens Rauchfang zwischen Hirscheck (Hintergrund) und Mährenhöhe. Nochmals genießen wir die unendliche Ruhe und die gute Aussicht. Danach kämpfen wir uns durch einige Latschen auf die Kuppe der Mährenhöhe, deren Besteigung eigentlich wenig lohnend ist.

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    Nach der Mährenhöhe nehmen wir Kurs auf die Vordere Hochrubachalpe, welche wir recht bequem nach einer guten viertel Stunde erreichen.

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    Knapp unterhalb der Alpe und kurz vor erreichen des oberen Schneckenlochwaldes. Der Abstieg durch diesen kann als durchaus anspruchsvoll gewertet werden. Der Wald wird von teils gut 50 Meter hohen, annähernd senkrechten Felswänden durchzogen, welche nur an wenigen Stellen niedrigere Durchlässe bieten. Perfekter Orientierungssinn und ein Gespür für die richtige Route sind unabdingbar. Weniger erfahrenen Steigern sei der Abstieg durch den Schneckenlochwald dringend widerraten und wir empfehlen den Umweg über Kesselguntenalpe, Katzenalm und Iferalpe in Kauf zu nehmen.

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    Von der Vorderen Hochrubachalpe steigen wir grob in südwestlicher Richtung hinab in Richtung Iferwiesalpe. Ein steiler, rutschiger Felsabsatz (II) muss hierbei überwunden werden, der Rest der Route verläuft über steilen bzw. sehr steilen Waldboden. Auf dem Bild befinden wir uns bereits auf den Almböden der Iferwiesalpe, im Hintergrund der Sevisschrofen und links daneben der Wasenkopf. Von hier aus über bekannte Feldwege und Teerstraßen zurück zum Parkplatz bei Schönenbach-Vorsäß.
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Juli 2013
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