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Leichte Bergtour Von Schröcken auf die Braunarlspitze (2.649 m)

Dieses Thema im Forum "Tourenbeschreibungen" wurde erstellt von Tobias, 9. November 2008.

  1. Tobias

    Tobias Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Ort:
    Isny/Maierhöfen
    Längere Unternehmung auf einen mächtigen Gipfel im Lechquellgebiet mit winzigem Gletscherchen und Bergsee. Uneingeschränkte Fernsicht. Anstieg Weimarer-, Abstieg Jägersteig.

    [​IMG] Gehzeit: ca. 7 Std.
    [​IMG] Kondition
    [​IMG] Strecke: 10-15 km /ca. 1500 Hm
    [​IMG] Schwierigkeit I
    [​IMG] Aussicht
    [​IMG] Empfehlung

    [​IMG] Tourengänger: Thom, Tobi, Surg


    Das kann schon was: Zur Linken der behäbige Klotz der Mohnenfluh, geradeaus bzw. etwas weiter rechts das beeindruckende, mehrgipflige Massiv der Braunarlspitze - unverkennbar.
    Der mit 2649m höchste und auffallendste Gipfel des nördlichen Lechquellengebiets kann vor allem eins bieten, und das ist Aussicht: Allgäuer-, Lechtaler-, Ötztaler-, Stubaier Alpen, Wetterstein und Mieminger Berge, Rätikon, Silvretta, Berner Oberland, Verwallgruppe, Säntis und weiter links die Glarner Alpen mit dem mächtigen eisgepanzerten Tödi, um nur einige Blickfänge zu nennen. Die Braunarlspitze ist von Schröcken aus, 1269m, bei zügigem Tempo doch relativ schnell und einfach zu ersteigen, was sich an schönen Tagen in der Besucherzahl niederschlagen kann. Wir aber hatten einmal mehr Glück und waren auf der Tour praktisch unter uns.

    Route: Schröcken - Fürgele - Weimarer Steig - Braunarlspitze - Butzensee - Jägersteig - Schröcken

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    Links Mohnenfluh, rechts Braunarlspitze. Hier ein herbstlicher Eindruck, festgehalten beim Anstieg zum Widderstein.

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    Start in Schröcken, vor uns den klobigen Gipfelkörper der Mohnenfluh. Die erste Etappe zur Fellealpe - in der rechten Bildhälfte zu sehen - ist innerhalb kurzer Zeit geschafft.

    Im Ort parkt man in der Nähe der Kirche und folgt dem breiten Forstweg, der dann, kurz nach unten abfallend, mittels Brücke die Bregenzer Aache überquert. Durch Wald, bald jedoch über satte Wiesen leitet das Sträßchen nun hinauf zur Fellealpe und geht wenig nach dieser rechts in einen schmalen Pfad über, welcher sich schwach ansteigend durch die Flanke des Oberhorns ins Fellenbachtal, immer dem durch einen Wasserfall geschmückten Absatz zum Kar der Hochgletscheralpe entgegen, hineinschneidet. Ein teilweise wurzeliger Weg leitet schließlich hinauf ins Kar.

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    Erste Sonnenstrahlen.

    Der breite Forstweg nach der Alpe ...

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    ... wird bald durch einen steinigen schmalen Steig ersetzt. Am Karabbruch rauscht ein Wasserfall.

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    Wiesenanstieg. Relativ steile erdige Kehren winden sich auf dem ersten Absatz nach rechts zum Fürgele empor.

    An der Verzweigung zum Jägersteig wählen wir jetzt die nach rechts führende, steile, erdige Spur zum Hochbergsattel - oder auch Braunarlfürgele - auf 2145m, wo dann linker Hand der sich ziehende Gipfelanstieg über den teils versicherten Weimarer Steig ansetzt, welcher den trittsicheren Berggeher aber vor keinerlei Probleme stellt (wenige Stellen I, kaum ausgesetzt; ein kurzer Absatz durch Eisensprossen erschlossen; vgl. Fotos) und durchwegs tolle Ausblicke bietet: besonders schön ist ein kurzer "Gratgang" über schräg aufgerichtete Platten.

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    Fürgele. Hier setzt nun der Weimarer Steig auf den Gipfel an.

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    Aussicht über das Warther Schigebiet ins Lechtal hinein.

    Links der wuchtige Widderstein mit Vorbauten nach rechts, dann der Zwölfer-, der Elfer- sowie der spitze Liechelkopf, und zu guter Letzt der etwas behäbigere, begraste Körper des Geißhorns, einem beliebten Schitourenberg. Mittig im Hintergrund ein alter Bekannter: der Hochvogel. Im rechten Bildrand das Karhorn, links davon, hier unscheinbar dunstig und fast schmächtig, der schlanke Kegel des Biberkopfs.

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    Die ersten Meter des Steiges.

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    Schotterpassage.

    Die scheinbare Nähe des Gipfels täuscht; nach rechts ausholend überwindet der Weg noch einige Absätze.

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    Eis und Gipfel.

    Rechts die fast sanfte Gipfelkappe der Braunarlspitze. Links dagegen, steil eingelagert, das charakteristische, hier stark ausgeaperte kleine Hochgletscherchen.

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    Kleine Pause kurz vor den Platten.

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    Stolperfalle.

    Die schrägen Platten werden mit kleinem Höhenverlust übergangen.

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    Die Kraxelstelle im Steig.

    Der kleine Absatz mit Eisenklammern bereitet keine Probleme.

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    Bald geschafft.

    Die letzten Meter zum Gipfel verlaufen auf breitem Schotter.

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    Herrliche Ausblicke.

    Hier in die Silvretta mit dem massig-rundlichen Gipfel des Großen Piz Buin, 3312m, und dem Ochsentaler Gletscher.

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    Am Gipfel. Mir drei am Kreuz der oft erstiegenen Braunarlspitze.

    Der Abstieg gestaltet sich etwas anspruchsvoller und erfordert Trittischerheit (Stellen I) auf ab und an grieseligen und schmalen Wegen. Hat man den breiten und auf der Rückseite zerklüfteten Gipfelkörper hinter sich gelassen, wird durch eine regelrechte "Mondlandschaft" im stetigen Auf und Ab der Butzensee (2115m) erreicht und linksseitig passiert, um nun über den stellenweise recht steilen sowie oft feuchten Jägersteig zur vorhin bereits erwähnten Weggabelung zurückzukehren. Von hier auf bekanntem Weg wieder nach Schröcken.


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    Der Abstieg beginnt.

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    Am Butzensee.

    Eine ganze Weile läuft man bis hierher durch eine karge, hügelige Bergszenerie. Der See selbst ist relativ tot, da er lange im Jahr zugefroren unter einer dicken Schneedecke schlummert.

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    Der Beginn des Jägersteigs.

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    Überblick.

    Hier kann man schön der ersten Strecke des Anstieges durch die Flanke folgen. Oben rechts: die steilen Kehren des Hochtannbergpasses.

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    Bröselweg.

    Bei Regen bzw. extremer Nässe sei dieser Pfad widerraten!

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    Leider etwas schräg.

    Das schmale Steiglein ist an manchen Stellen seilversichert, oft mehr störend als sinnvoll, besonders wenn bodennah.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 26. November 2015
  2. AW: Von Schröcken auf die Braunarlspitze (2.649 m)

    ein super bericht von euch drei Insyern!
    Chrsitine und Bruno Otto.
     
  3. AW: Von Schröcken auf die Braunarlspitze (2.649 m)

    Hallo Tobi


    super Beschreibung/Bericht - großes Dankeschön