1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Leichter Klettersteig Rote Flüh (2.108 m) und Friedberger Klettersteig

Dieses Thema im Forum "Tourenbeschreibungen" wurde erstellt von Tobias, 8. November 2008.

  1. Tobias

    Tobias Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

    Registriert seit:
    17. September 2008
    Beiträge:
    2.015
    Bilder:
    683
    Ort:
    Isny/Maierhöfen
    Viel erleben in kurzer Zeit in tollem, allerdings stark frequentiertem Gebiet. Zwei Ziele verbunden zu einer Runde.

    [​IMG] Gehzeit: ca. 4,5 Std.
    [​IMG] Kondition
    [​IMG] Strecke: 5-10 km /ca. 1150 Hm
    [​IMG] Schwierigkeit T3/KS: A/B, kurze Stelle am Einstieg B/C
    [​IMG] Aussicht
    [​IMG] Empfehlung

    [​IMG] Tourengänger: Thom, Johannes, Tobi, Surg, Florian, Sebastian


    Ein schneearmer Winter und Temperaturen an die dreißig Grad lassen diese nette wie auch abwechslungreiche Eingehtour manchmal bereits problemlos Ende April zu - so auch jetzt. Hier
    gilt ganz klar: An heißen Tagen früh aufbrechen, sehr früh. Dann entgeht man wenigstens fürs Erste der Hitze sowie dem Besucheransturm, und ist außerdem zum Frühstück wieder im Tal. Ganz nebenbei ist die Unternehmung - meist zwar ziemlich überlaufen, am richtigen Tag aber dennoch spannend sowie entspannend - zudem bestens dazu geeignet, "Anfänger" heiß zu machen. Für noch etwas unsichere Kollegen empfiehlt sich die Mitnahme eines KS-Sets inklusive Helm; ein solcher ist im Übrigen in Terrain dieser Art immer sinnvoll! Wir wollen hier keine schlechten Vorbilder sein ...

    Route: Parkplatz - Gimpelhaus - Rote Flüh - Schartschrofen (Friedberger KS) - Adlerhorst - Parkplatz

    [​IMG]

    Teerweg.

    Wir parken knapp vor Nessenlwängle auf einem großzügigen, allerdings trotzdem meist notorisch belegten Parkplatz (etwa 1150m) gegenüber der Krinnenspitz-Bahn und halten uns von hier einige Meter auf Asphalt bergaufwärts, bevor sich der Weg nach rechts wendet und uns am Fuße der hellen Südabbrüche der Roten Flüh einige hundert Meter durch Fichtenwald entlangführt, bis sich der Anstieg zum Gimpelhaus als steiniger Pfad vom breiten Teerweg nach rechts trennt (Ihren Namen verdankt die Rote Flüh = Roter Fels/Stein vermutlich dem rötlichen Gestein im unteren Bereich!). Der Weg, speziell der erste Abschnitt bis zum Gimpelhaus, ist mir von früheren Kletteranstiegen bestens bekannt, leider aber nicht unbedingt in rosiger Erinnerung geblieben, was natürlich rein gar nichts mit der schönen Umgebung zu tun hat: Selten saftet man unter glühender Sonne so unverschämt wie hier, und verschönert wird dieser "Walk of Shame" noch durch unzählige verschissene Taschentücher - sehr lecker, besonders während drückender Schwüle. Ungewöhnlich vielen Leuten muss es hier dermaßen hart die Spalte auftun, sodass sie das Gimpelhaus nicht mehr abwarten können, was einem wirklich das Weiße in die Augen treiben kann.

    [​IMG]

    Manchmal unangenehm.

    Der schottrige, viel begangene und viel gedüngte Weg zum Gimpelhaus.

    [​IMG]

    Gruppenfoto.

    Ab besagtem, schön gelegenem Berghaus (hier kurz davor) steigen wir noch kurz durch Grasmatten leicht gen rechts an, bevor der Weg dann nach links schwenkt und uns entlang der Gimpelwand - hier kann man schön den Seilschaften zuschauen - über mal feines, mal grobes, die letzten Höhenmeter in schrofigeres Gelände übergehendes Geröll zum recht steilen, aber unproblematischen, da ab und an versicherten Gipfelanstieg der Roten Flüh gelangen lässt. Eine in den Fels modellierte Geländertreppe und ein kurzzeitig recht zerlaufener Steig erschließen den höchsten Punkt mit mächtigem Kreuz.

    [​IMG]

    Vor der Gimpelwand.

    Die letzten Meter bis zum Sockel des Gipfelaufbaus zur Roten Flüh vor der Kulisse der Gimpelwand im ansatzweise schrofigen Gelände.

    [​IMG]

    Am Limit.

    Geriatrie-Ausnahmewanderer beim mühevollen Aufstieg über die Treppenrampe; zwei Sauerstoffdepots; Foto: Zivi. :shock:

    [​IMG]

    Unterhalb des Gipfels.

    Letzte Schneereste, dann noch über kurzzeitig verschlissenen Weg zum Kreuz.

    [​IMG]

    Schön da oben.

    Sorry, aufs Kreuz. Warm machen für den kleinen Steig.

    [​IMG]

    Weitere Tannheimer Prominenz:

    Der Gimpel; rechts die Kellenspitze.

    [​IMG]

    Auf dem Weg zum Schartschrofen.

    Der Abstieg zum Friedberger Klettersteig hinauf zum Schartschrofen erfordert Konzentration auf bröseligem, schmalem Weglein sowie das freie Abklettern eines einige Meter hohen, im unteren Teil leicht überhängenden Absatzes an Stahlbügeln/stiften.
    Der Friedberger KS ist zwar kurz: nur ca 130 Höhenmeter, aber dennoch lässig, auch teilweise relativ ausgesetzt, und zu Beginn erfordert die Schlüsselstelle kräftigeres Zupacken - ganz gleich, ob nun ausschließlich in den Fels oder eben auch an den Stahl gegriffen wird. Wir können nur empfehlen, den Steig im Fels zu erklettern, was einige nette, leider nur sehr kurze Züge durchaus im oberen zweiten Grad beschert; allerdings muss in dem bröseligen Gelände besonders auf Steinschlag Acht gegeben werden, vor allem bei großem Betrieb, und dieses Kriterium ist hier fast ausnahmslos erfüllt.

    [​IMG]

    Aufpassen.

    Recht steil geht es auf bröseligen Wegen hinab.

    [​IMG]

    Spaßig:

    Das aus unserer Richtung kommend abzukletternde Sprossenswändchen.

    [​IMG]

    Kleine Umgehung.

    Eine kurze Stelle muss schnneebedingt variiert werden und verlangt etwas Klettergeschick (kaum I), aber wer den Friedberger mitnehmen will, sollte solches eh dabeihaben.

    [​IMG]

    Etwas Kraft ist vonnöten:

    Der kurze kräftige Einstiegszug in den KS.

    [​IMG]

    Vorsicht ist geboten.

    Stolpern wäre hier eine saublöde Idee, auch wenn die Aufnahme hanebüchen schräg ist ...

    [​IMG]

    Kraxelei im Steig.

    Bröselig locker geht es nach oben.

    [​IMG]

    Durchatmen ...

    Flo setzt zum erneuten Aufschwung an, ...

    [​IMG]

    ... Surg hockt schon aufm nächsten kleinen Sims.

    [​IMG]

    Und unten der Weg.

    [​IMG]

    Weiter zum Adlerhorst.

    Vom Schartschrofen geht es mitunter nochmals recht steil, jedoch unschwierig hinab. Dann über breite Wanderwege - kleinere "sumpfige" Bachläufe sind durch Holzbrückchen bequem zu passieren -, über Grasmatten, durch Wald und zuletzt auf breitem Forstweg zum genial gelegenen Adlerhorst, wo eine kühle Maß auf den Pförtner fährt. Über besagten Forstweg zurück zum Parkplatz.

    [​IMG]

    Flora.

    [​IMG]

    Holzbrücken überqueren feuchtes Gebiet.

    [​IMG]

    Verdiente Pause?
    Feuchtes Gebiet II: Maßen schlenzen im Adlerhorst. :tongue:rost:

    [​IMG]

    Tschüss.

     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 8. April 2014
  2. Thom

    Thom Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

    Registriert seit:
    17. September 2008
    Beiträge:
    5.129
    Bilder:
    1.697
    Ort:
    Isny im Allgäu
    Am Samstag ging es mit den Mädels von der Roten Flüh über den Friedberger Klettersteig auf den Schartschrofen, während Johannes und Achim sich den klassischen Westgrat des Gimpels vorknöpften. Danach statteten wir noch der kleinen Läuferspitze einen kurzen Besuch ab. Gerade in der Ferienzeit und an den Wochenenden ist das Gebiet hoffnungslos überlaufen, dennoch war die Runde mal wieder spaßig. Anbei noch einige visuelle Eindrücke:

    [​IMG]

    [​IMG]

    [​IMG]

    [​IMG]

    [​IMG]

    [​IMG]

    [​IMG]

    [​IMG]

    [​IMG]

    [​IMG]

    [​IMG]

    [​IMG]

    [​IMG]

    [​IMG]

    [​IMG]
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. Juni 2014
    Johannes gefällt das.
Die Seite wird geladen...